Halloween - Das Fest der Liebe? von Kisachan ================================================================================ Kapitel 3: ----------- Titel: Halloween – Das Fest der Liebe? Autorin: Kisachan Fandom: Weiß Kreuz Teil: 3/3 Kommentar: Japanische Begriffe werden am Schluss erklärt ^^ ich hab mich ewig verrückt machen lassen, weil in jeder FF was anderes bezüglich Kens Augenfarbe stand. Doch jetzt is mir endlich eingefallen, dass ich ja im Opening nachschauen könnte XD. Jetzt is es für mich bewiesen: Kenken hat blaue bis blaugrüne (meeresgrüne) Augen XD Njo, am Schluss werden die Jungs irgendwie leicht OOC u.u Gomen. Wobei ich finde, Aya ist in der gesamten FF schon total OOC, er redet so viel Oo So, und jetzt viel Spaß beim Lesen ^^ ~~~~~~~~~~~~~~ Halloween – Das Fest der Liebe? Yohjis Wecker klingelte und er tastete schlaftrunken nach eben diesem, um ihn wieder auszustellen. Das war absolut nicht seine Zeit! Er richtete sich gähnen auf und fuhr sich erstmal durchs Haar. Aber er hatte ja eine Aufgabe! Also schwang er seine Beine aus dem Bett und ging ins Bad. Dort vollzog er erstmal die übliche Katzenwäsche, ließ seine Haare diesmal jedoch ungestylt. Als er mit dieser fertig war, verließ er das Bad wieder. Noch war es still im Katzenhaus. Einzig die Uhr in der Küche durchbrach diese Stille ein wenig. War sogar im Flur zu hören. Dieser lag still und dunkel da. Noch vermochte es kein Licht durch die Fenster zu scheinen. Wie gerne würde Yohji sich wieder in sein Bett unter die warme weiche Decke verkriechen und weiterschlafen, doch er hatte einen Auftrag! Und den galt es auszuführen. Also stieg er geschickt über die Fußballschuhe neben Kens Zimmer. Das dieser auch immer alles auf dem Flur liegen lassen musste. Der Dunkelblonde schüttelte den Kopf. Lautlos schlich er die Treppe hinab. Die anderen schliefen sicher noch, umso einfacher wurde dann Yohjis Unterfangen. In der Küche angekommen machte er erstmal Licht und kniff der Helligkeit wegen die Augen erstmal zu. Noch waren diese an die Dunkelheit im restlichen Haus gewöhnt. Aber nach kurzer Zeit ging es. Die Küche war wirklich ordentlich aufgeräumt worden. Auf dem kleinen Küchentisch, an dem jedoch locker vier bis sechs Personen Platz hatten, je nachdem, wie breit sie sich machten, war nur ein kleines Gesteck in der Mitte der Fläche. Aya wechselte dieses immer mal wieder aus, doch zum Essen wurde es zeitweise in sichere Entfernung gebracht. Als erstes steuerte der Älteste in diesem Haus die Anrichte an, auf der die Kaffeemaschine stand. Mit geübten Handgriffen füllte er den Filter mit Pulver und ließ dann den Kaffee durchlaufen. Dieser würde sicher genau rechtzeitig durch sein. Und solange hatte er noch Zeit, den Tisch zu decken. Aus dem Küchenschrank holte er 3 Tassen hervor und stellte sie zusammen mit den Tellern auf den Tisch. Er holte Marmelade, Butter und Honig aus dem Schrank und platzierte dann alles in der Mitte des Tisches. Danach überlegte er erstmal. Er hatte ja schon oft genug beobachtet, wer was zum Frühstück aß. Also waren auch noch schnell eine Schüssel und eine Packung Cornflakes auf den Tisch gewandert. Zum Schluss kam noch das benötigte Besteck hinzu. Die Brötchen würde Ken sicher wie jeden Morgen von seiner Joggingrunde mitbringen, also musste er sich nicht um diese kümmern. Gemächlich ließ sich der Dunkelblonde auf seinem Platz nieder, dabei wanderte sein Blick zu der Uhr. Noch waren das Gluckern der Kaffeemaschine und das Ticken der Uhr die einzigen Geräusche. Yohji traute sich schon fast nicht, das Radio anzumachen. Denn es war doch noch etwas früh. Selbst für Aya. Und dieser hatte ja doch keinen recht tiefen Schlaf, wenn er schon in aller Herrgottsfrüh aufstand. Also wollte er nicht riskieren, dass sein Leader noch früher aufwachte. Und die Stille beruhigte ihn fast schon etwas, schläferte ihn ein. Es wurde Zeit, dass der Kaffee durch war, ansonsten würde er wohl auf der Stelle wieder einschlafen. Und er hatte Glück. Schon einige Zeit später verklang das Gluckern und nur noch das stetige Tick-Tack erfüllte den Raum. Schnell erhob er sich, nahm seine Tasse und füllte den Kaffee ein. Da Aya seinen Kaffee sicherlich auch warm genießen wollte, suchte er eine Thermoskanne aus dem Schrank, in die er den heißen Kaffee umfüllte. Diese platzierte er auf dem Tisch, süßte dann seinen Kaffee ausreichend und ließ sich wieder auf dem Platz nieder. Dann vertiefte er sich in seine Gedanken. 7 Uhr. Im oberen Stockwerk des Katzenhauses öffnete sich leise eine Türe, man hörte leise fast lautlose Schritte über den Flur, dann wurde eine weitere Türe geöffnet und wieder verschlossen. Keine 10 Minuten später erschien der Weißleader in der Küche und blieb ungläubig stehen. Träumte er etwa noch? „Yohji?“, zu so früher Stunde und vollkommen überrascht hatte der Rothaarige seine Emotionen noch nicht unter Kontrolle, zumindest sprach der überraschte Blick Bände. „Ja? Guten morgen Aya“, antwortete der Angesprochene, lächelte leicht und nickte seinem Leader zu. Auch dieser nickte nur und ließ sich dann, nachdem er die Thermoskanne auf dem Tisch bemerkt hatte, auf seinem Platz nieder und schenkte sich Kaffee ein. Yohji erwartete nicht, dass der Rotschopf nun ein Gespräch mit ihm anfing. Das war ja nicht üblich bei diesem. Also erfüllten nur das Tick-Tack-Tick-Tack und ein leises Atmen der Anwesenden den Raum. Dennoch empfand Yohji die Stille nicht unangenehm, sie war entspannend und seine rastlosen Gedanken beruhigten sich langsam. Jetzt da der Verursacher dieser Gedanken im selben Raum war, schien sein Kopf sorgenfrei und alle Gedanken wie weggeblasen. Yohji war es nicht gewöhnt, zu so früher Stunde wach zu sein, immerhin wurde er zurzeit immer von Ken geweckt, wenn er Frühschicht hatte, oder aber die Sonnenstrahlen der Mittagssonne weckten ihn. Doch jetzt war er früher als üblich wach und hatte zudem keine richtige Beschäftigung. Langsam wurde das ewige Geticke einschläfernd und auch die Anwesendheit Ayas ließ ihn immer mehr in einen Dämmerzustand sinken. „Du solltest dich nochmals hinlegen.“, erklang plötzlich die ruhige Stimme seines Leaders und riss Yohji somit wieder in einen Wachzustand. „Wie? Nein, nein! Nicht nötig. Ich brauch nur noch mehr Kaffee.“, lachte der Dunkelblonde, leerte seine Tasse und schenkte sich gleich nach. Woher wusste Aya, dass er im Inbegriff gewesen war, einzuschlafen? Hatte er ihn etwa beobachtet? Ein leichtes Lächeln schlich sich auf Yohjis Lippen. Aya beobachtete ihn! Er war um sein Wohl besorgt! Das war doch schon mal sehr gut und schlagartig war die Müdigkeit vergessen. ********* Freitag und er war keinen Schritt weiter gekommen. Verdammt! Yohji beendete gerade seine Morgenschicht – leider mit Ken, da dieser nachmittags frei brauchte – und schleppte sich in die Küche zu Aya, um ihn zu beobachten. Dieser verfeinerte gerade das Mittagessen. Yohji musterte ihn. Seine grünen Augen wanderten von dessen feingliedrigen Fingern den Arm hinauf und das Gesicht seines Leaders. So schön, fast wie eine Puppe, schoss es ihm durch den Kopf. An dessen Gesicht blieb er hängen. Am Mittwochabend hatte Yohji versucht sich etwas mit Aya zu unterhalten, doch dieser hatte einfach weiter in seinem Buch gelesen. Aber Yohji hatte nicht aufgeben wollen. Als er den Rotschopf dann überreden wollte, dass sie noch zusammen in einen Club in der Nähe gehen sollten, hatte dieser dankend abgelehnt. Erst dann hatte Yohji aufgegeben. Am Donnerstag hatte er es dann zumindest geschafft, die Schicht mit Aya zu bekommen. Und dort hatte er sich von seiner guten Seite gezeigt. Die jungen Frauen hatte er abgewiesen und er hatte kein einziges Mal geflirtet! Dafür hatte er jeden männlichen Kunden abgepasst, dass diese seinem Rotschopf nicht zu nahe kamen. Als er dann noch zusätzlich die Mittagsschicht übernehmen wollte, hatte Aya den Kopf geschüttelt. Mit den Worten „Du hast genug Doppelschichten gemacht“ wurde er aus dem Laden verbannt. Niedergeschlagen war er ins Wohnzimmer getrottet und dort von Omi empfangen worden. Einen Nachmittag mit seinem Chibi hatte er genossen und zusammen mit diesem ein paar Dekoartikel gekauft. Danach hatten sie nach passenden Filmen Ausschau gehalten und mit dem Verleih abgemacht, dass Yohji sie am Samstagmorgen abholen würde. Danach hatten sie sich in einem Café noch ein Eis gegönnt – beziehungsweise der Kleine hatte ein Eis gehabt, Yohji hatte es da eher nach einem Kaffee gegiert – und fuhren dann zum Koneko zurück. Dort hatte er sich in den Laden geschlichen und etwas mitgeholfen. Und jetzt saß er mit dem Objekt seiner Begierde in der Küche. „Aya, darf ich für morgen eine Bowle machen?“, brach er schließlich die Stille. Aya seufzte. Hatte er etwa was Flaches gesagt? „Antialkoholisch?“ „Hatte ich nicht vor. Schließlich ist am nächsten Tag Sonntag, der Laden bleibt also zu und Schule ist auch nicht. Und der Chibi ist auch alt genug, also?“ „Meinetwegen. Aber nur, weil du so fleißig arbeitest. Aber wehe es ist zu stark!“ Damit wandte sich der Rotschopf wieder dem Essen zu. Yohji grinste. Damit hatte er einen Freifahrtschein. Aya musste ja nicht wissen, dass er beabsichtigt hatte hochprozentiges mit rein zu kippen. „Essen ist fertig!“ „Geht klar.“ Yohji hatte noch geschwind den Tisch gedeckt und erhob sich jetzt, die Jüngeren zu holen. Vielleicht hatte er doch etwas erreicht. Aya hatte sich gemerkt, wie fleißig er war und auch seit fast einer Woche nicht mehr weg war. „Itadakimasu!“, strahlte Omi und fing an zu essen. Auch die anderen ließen es sich schmecken und erst nach einiger Zeit erhob Omi wieder die Stimme. „Yohji-kun und ich waren ja gestern etwas einkaufen. Ken-kun? Würdest du morgen mit mir dekorieren? Yohji-kun und Aya-kun haben ja Schicht.“ Ken nickte leicht. „Geht klar!“ Damit kehrte wieder Stille ein. Nur gelegentliches Geschirrklappern war zu hören. „Hast du schon geplant, was es zu essen gibt, Aya?“ Ken sah ihren Leader fragend an. Dieser schüttelte den Kopf. „Nein, aber Omi könnte ja was aus dem Internet suchen. Darf auch europäisch sein. Schau aber, dass es die beiden wählerischen Herren mögen.“ Omi nickte auf den „Befehl“ hin und Yohji sowie Ken zogen eine Schnute. „Ich esse doch alles, was du kochst, Aya-Darling“, grinste Yohji und bekam als Antwort einen kalten Blick und ein Knurren. Ken und Omi zogen den Kopf leicht ein. Aya sah schon so sprungbereit aus. Ein falsches Wort oder eine falsche Tat und Aya würde Yohji angreifen und zerfleischen. So sah er zumindest aus. Wie eine Bestie! Doch Yohji ließ sich davon nicht abschrecken. Er grinste nur. Immerhin dürfte er bei Aya einen Bonus haben, schließlich war er die Woche über fleißig gewesen. Und Yohji wusste, dass Aya ihn nicht schwer verletzen würde, dazu war er für die Missionen einfach zu wichtig. Er wagte sogar zu behaupten, dass Aya sie viel zu gern hatte, um sie wegen Kleinigkeiten beziehungsweise überhaupt ernsthaft zu verletzen. Und er sollte Recht behalten. Aya stand einfach auf und räumte den Tisch ab. Sofort war Yohji auf den Beinen und half seinem Leader. Dabei entgingen ihm die verblüfften Blicke der Jüngeren. Omi blickte Ken leicht auffordernd an und dieser nickte. Sie hatten sich auch ohne Worte verstanden. „Macht ihr den Abwasch? Dann kann ich schon mal nach Rezepten suchen.“ Yohji nickte. „Ja, geht nur. Ist ja nicht so viel.“ Damit war es beschlossen, auch wenn Yohji seinen Leader nicht einmal gefragt hatte, sondern einfach beschloss. Ken und Omi machten also schnell, dass sie wegkamen, nicht dass Aya was zu widersprechen hatte. Somit seufzte der Jüngere, der Zurückgebliebenen. „Jetzt haben wir was gut bei euch!“, rief er den Jüngsten zu. Yohji grinste. „Na komm. Wir haben ja eh noch Zeit, bis der Laden geöffnet wird.“ Außerdem kann ich dann so noch etwas Zeit mit dir verbringen, fügte er in Gedanken zu. * „Sag mal Omittchi? Findest du nicht auch, dass Yotan zurzeit so komisch ist?“ Ken beugte sich über Omis Schulter, der gerade nach Rezepten im Internet suchte. „Ja, das ist wahr. Vielleicht gibt es dafür ja einen besonderen Grund, für seinen Wandel. Vielleicht wird er ja endlich erwachsen!“, kicherte der Blonde. „Yotan? Bist du dir da sicher? Eher besiegen wir Schwarz oder bekommen solche Fähigkeiten wie die“, murmelte der Braunhaarige. „Hm. Wir werden ja sehen. Sag mal Ken-kun, was hältst du von diesen Augäpfeln?“; der Blonde legte den Kopf in den Nacken, um seinen Freund anzusehen. „Hmm. Ja, die sehen nicht mal schlecht aus. Litschi und Weintrauben? Schreib lieber gleich einen Zettel zum Einkaufen.“ Der Blonde nickte, druckte das Rezept aus und schrieb gleich einen Einkaufszettel. So machte er es auch gleich mit anderen, gefundenen Rezepten. Alles in allem waren es hauptsächlich europäische Rezepte, wie die beiden Jüngsten feststellten. Aber sie waren überzeugt davon, die Zutaten zu finden. Also schnappten sie sich ihre Einkaufliste, ein bisschen Geld und gaben den Ältesten Bescheid, dass sie einkaufen gingen. ********* Der Freitag verlief den restlichen Tag über vollkommen normal. Yohji hatte es sogar geschafft, während des Arbeiten etwas mit Aya zu reden. Nach dem Abendessen wollte dieser dann mit den Essensvorbereitungen anfangen und der Älteste Weiß nutzte diese Chance und half seinem Rotschopf geschickt, während sie sich ruhig unterhielten. Dabei erzählte Yohji eigentlich mehr als Aya, das war aber egal. Sein Leader hörte ihm zu, sagte ab und zu seine Meinung oder erzählte etwas von sich aus. Und Yohji hatte sogar öfters gesehen, wie die Mundwinkel des Rotschopfs nach oben wanderten. Und das machte den Dunkelblonden glücklich. Er war seinem Ziel ein kleines Stückchen näher gekommen. Danach hatten sich alle vier einen gemütlichen und entspannten Abend gemacht und waren etwas später ins Bett gegangen. ********* Es war Samstag. Der Laden wurde wie jeden Samstag später geöffnet und wie jeden Samstag früher geschlossen. Die beiden Jüngsten dekorierten das Wohnzimmer mit Plastiktieren, Augäpfeln und Spinnweben, während die Ältesten die Horde Schulmädchen so gut es ging in Schach hielten. Da sie später auf- und früher zumachten, aßen sie auch etwas später zu Mittag. Somit gab es nur eine Schicht samstags und Yohji versuchte Aya in jeder freien Minute schöne Augen zu machen, doch sein Rotschopf wich ihm immer dann mit dem Blick aus. Was hatte das zu bedeuten? Wich sein Leader ihm absichtlich aus? Oder hatte er einfach nur ein gutes Timing? Doch egal wie oft Aya Yohji ausgewichen war, dieser gab nicht auf. Und jedes Mal, wenn er es schaffte, lächelte er seinen Angebeteten lieb an. Als sie dann den Laden schlossen, machte sich Yohji auf den Weg, um die Filme und den Alkohol zu besorgen. Währenddessen ließ sich Aya im Wohnzimmer nieder und las ein Buch, während er den Jüngeren ab und zu beim Dekorieren zusah. Diese waren auch fast fertig, setzten hier und da noch ein paar Plastikspinnen oder einen Augapfel hin und waren mit ihrem Ergebnis wirklich zufrieden. "Na? Wie findest du es, Aya-kun?", Omi strahlte über das ganze Gesicht. Angesprochener sah von seinem Buch auf und blickte durchs Wohnzimmer. "Ganz ok", hörte man dann, ehe sich der Weißleader wieder ins Buch vertiefte. "Hey, hey. Ich bin wieder da. Habt ihr mich schon vermisst?" Grinsend tauchte der dunkelblonde Haarschopf Yohjis im Türrahmen auf. "Und wie", murmelte Ken und hob eine Augenbraue. "Och Kenken. Danke. Ich hab euch auch vermisst. Aber du bist leider nicht mein Typ." Ken lief leicht rot an, schnappte sich einen Augapfel und schmiss ihm dem Playboy nach. Dieser verschwand aber wieder und der Augapfel flog ins Nichts. "Solltest besser zielen, Kenken", hörte man es aus der Küche rufen. Omi kicherte verhalten und Aya las seelenruhig weiter - wie immer. Wenig später kam Yohji mit zwei Tüten zurück ins Wohnzimmer. "Ich hab noch ein bisschen Knabberzeug mitgebracht. Und hier sind die Filme." Die Tüten wurden auf dem Tisch abgestellt, dann sah Yohji zu seinem Leader. "Ich bin soweit." Der Rotschopf erhob sich, legte sein Buch auf den Tisch und verschwand in die Küche. Dicht gefolgt von einem gewissen Playboy. "Was jetzt?", fragte Ken verwirrt. "Soweit ich das mitbekommen habe, wollen sie noch was wegen heut Abend zu essen machen. Aber das Yohji-kun so fleißig hilft ist toll", murmelte Omi, während er sich die Filme betrachtete. "Zeig mal", murmelte Ken und lugte über Omis Schulter. "Nicht schlecht. Die Filme sind echt gut. Das wird sicher klasse heute Abend." In der Küche rührte Aya gerade grüne Götterspeise alias grünen Schleim an. Der Blonde lugte ab und an an Aya vorbei, widmete sich jedoch erstmal der Bowle. Ein bisschen Alkohol, ein bisschen Mineralwasser und ein bisschen Fruchtsaft. Und dann noch kleingeschnittene Früchte, damit es wenigstens etwas gruselig aussah. Die hochprozentigen Flaschen ließ er erstmal in der Tüte. Die würde er später noch untermischen. „Aya, probier mal!“ Der Rotschopf drehte sich langsam um, sah den Playboy erstmall still an, kam dann jedoch näher und probierte schließlich. „Ist ok, reicht vollkommen“, Yohji nickte. „Aber mach noch ein paar Rosinen oder so in Eiswürfel rein, damit es wie Insekten aussieht.“ Der Blonde sah überrascht auf. Hatte Aya etwa doch Ahnung von gruseligen Sachen? Schnell war die Eiswürfelform hergeholt, mit Wasser und Rosinen gefüllt und in das Gefrierfach des Kühlschranks gewandert. „Hast du noch mehr Götterspeise übrig?“ „Warum?“ „Wir könnten ja so spinnenförmige Stücke oder so mit rein machen.“ Auf ein Schulterzucken des Rothaarigen hin schaute Yohji selbst nach So verbrachten sie noch einige Zeit in der Küche und als der Weißleader dann verschwand, kippte der Älteste noch etwas Alkohol nach. Immerhin war Halloween, sie waren alle alt genug und Aya musste eindeutig lockerer werden. ********* "Wahh!" Omis Schrei ging fast im Geschrei des Hauptdarstellers unter und sofort presste sich der Hacker an Ken. Dieser saß so geschickt neben ihm. Von der anderen Seite hörte man ein gehässiges Lachen, doch durch einen gezielten Rippenstoß verklang es schnell wieder. "Autsch, Omittchi. Das tat weh." "Geschieht dir recht, Yotan", der Braunhaarige grinste nur und streichelte den Blonden durchs Haar. "Und das will ein Killer sein?" "Man, ich hab mich eben erschreckt, Yohji-kun." "Nimm lieber noch einen Augapfel, Kleiner." "Könnt ihr mal still sein?", fuhr Aya sie an und schon war es still, bis auf die Geräusche aus dem Fernseher. Zufrieden lehnte sich der Weißleader zurück. "Jungs, probiert mal die Bowle. Die hab ich schließlich nicht umsonst gemacht." Yohji erhob sich, überhörte das Grummeln von Seiten der Jüngsten, da er durchs Bild lief und ging dann zum Esstisch, auf dem das Essen und die Bowle abgestellt waren. Schnell füllte er vier Gläser und ging zur Couch zurück. Er hielt den Jüngsten zwei Gläser hin, holte eins dann für seinen Rothaarigen und gab es ihm mit einem kleinen Lächeln. Zum Schluss nahm er noch die Platte mit den 'Augäpfeln' und sein Glas und ging zurück zur Couch. Das Gegrummel der Jüngsten quittierte er mit einem Grinsen und nahm Platz. "Lasst es euch schmecken!" Damit setzte er das Glas an und trank einen Schluck. Das hatte er wirklich gut hinbekommen, lobte er sich innerlich. Auch die anderen ließen es sich schmecken. "Ihh... was schwimmt denn da drinnen?", mit spitzen Fingern zog Omi eine Plastikspinne aus seinem Glas. "Die muss da wohl reingekrabbelt sein", grinste der Älteste und schob sich einen der 'Augäpfel' in den Mund. Omi setzte die Spinne angeekelt auf dem Tisch ab und nippte von der Bowle. "Hui, die ist aber stark." "Ach komm Chibi. Die macht dich doch nicht etwa schon fertig? So viel ist da gar nicht drin!", log der Mischer dieser Bowle und hielt Omi ein gefülltes Litschi - sprich einen Augapfel - vor den Mund. Dieser schnappte danach und hätte Yohji nicht schnell die Hand zurückgezogen, wären seine Finger zwischen den Zähnen des Jüngeren gewesen. Ken trank noch einen kräftigen Schluck und fing dann plötzlich an zu kichern. Verwundert blickten die beiden Blonden zu ihrem hauseigenen Fußballer. Dieser nahm noch einen Schluck. "Das ist.. hihi, wirklich gut." Grinsend hob Yohji eine Augenbraue an. "Kenken, sei nicht so gierig. Die musst du langsam genießen. Noch steht nicht fest, ob und wann Aya sie mich das nächste Mal machen lässt." "Ich genieße doch", kicherte Ken und ließ seinen Kopf gegen Omis sinken. "Aber Ken-kun! Nachher wird dir noch übel." "Ach was, Omittchi." Yohji schüttelte grinsend den Kopf. Er würde ja noch sehen, was er davon hatte. Das gab sicher einen Kater. "Und wie schmeckt sie dir?", fragte er seinen Leader, da dieser ja noch nichts gesagt hatte. Hatte er etwa nicht bemerkt, dass er, Yohji, mehr Alkohol reingemischt hatte? "Ganz gut", murmelte der Rothaarige, nahm sich ein Litschi und verfolgte den Film weiter. Der Dunkelblonde beobachtete ihn noch etwas aus den Augenwinkeln, doch das Kichern Kens störte ungemein bei dem Film. "Mensch Ken! Hör auf zu kichern!", fuhr er den Fußballer an, doch dieser reagierte nicht, sondern kicherte weiter. "Lass ihn doch, Yohji-kun." "Nein, Omittchi. Ich finde, es stört total, wenn Ken so bekloppt kichert!" "Lass ihn Yohji! Immerhin bist du selbst schuld! Du hast viel zu viel Alkohol nachträglich reingemischt!" Wie? Aya hatte es doch bemerkt, aber nichts gesagt? Normal hätte er erwartet, dass sein kühler Leader verlangte, er solle die Bowle sofort wegschütten. Schmeckte sie ihm also? Das freute den ältesten Weiß, so konnte er auch über das störende Kichern zu seiner Rechten hinwegsehen. ********* Der Abend wurde immer später und Ken kicherte nun nicht mehr, sondern drückte Omi an sich, wie einen Teddybären und schlief vor sich hin, während der Blonde sich nicht mehr bewegte, um den anderen nicht zu wecken. Yohji selbst hatte auch schon mehrere Gläser getrunken, wie auch Aya. Und was am erstaunlichsten war, der sonst so kühle Leader wurde anhänglich, sobald er beschwippst oder gar betrunken war. Er lehnte mit dem Kopf auf Yohjis Schulter und ließ sich durchs Haar streichen. "Hmm. Yohji. Mir ist warm", flüsterte er leise. Der Dunkelblonde lächelte leicht, küsste den roten Haarschopf und nickte. Der Film interessierte ihn schon längst nicht mehr. "Ich weiß Aya, hast ja auch schon viel getrunken." Er leerte sein Glas und stellte es dann auf den Couchtisch. Da Aya dachte, seine Stütze würde flüchten, schlang er seinen Arm um Yohjis Bauch. "Geh nicht", nuschelte er. "Keine Sorge, ich bleibe." Sanft fuhr er durch das rote Haar. "Chibi, es ist schon spät und du hast auch schon einiges getrunken. Ich denke, es wird Zeit ins Bett zu gehen. Und nimm Kenken mit." Der Blonde nickte leicht und nuschelte ein "Ist gut." ehe er versuchte den Fußballer zu wecken. "Hmm... noch fünf Minuten." Leise kicherte der Blonde. "Ken-kun.. Lass uns hoch gehen. Du kannst in deinem Bett weiterschlafen." Gähnend schlug der Braunhaarige nach einiger Zeit die Augen auf. "Bleib bei mir, Omittchi", nuschelte er und drückte den Kleinen noch näher. "Ich will ins Bett, Ken-kun. Komm mit." "Ist gut, hihi, aber im Bett kuscheln wir weiter, ja?" Die großen blau-grünen Augen waren schon richtig glasig. Schwerfällig erhob sich der Besitzer dieser und schwankte gefährlich. Sofort war der Jüngste aufgesprungen, hielt sich erstmal den Kopf und schwankte dann mit Ken nach oben. Dort zog ihn der Braunhaarige mit in sein Zimmer und ließ sich mit ihm ins Bett fallen. Sofort war er wieder eingeschlafen und hielt Omi fest. "Aber Ken-kun, wir müssen uns doch erst ausziehen.." Er versuchte sich zu befreien, um wenigstens die Hose los zu werden, doch Ken war einfach stärker. Also gab er nach kurzer Zeit auf und kuschelte sich stattdessen an den Älteren. ********* "Jetzt, da wir allein sind...", hauchte der Rothaarige in Yohjis Ohr, was diesem eine Gänsehaut bescherte. "Wir sollten wohl auch ins Bett. Es ist spät." Yohji wollte aufstehen, doch Aya hielt ihn fest. "Nicht Yohji... Bleib hier." "Aya! Hör auf. Lass uns ins Bett gehen." "Uhh.. du gehst aber ran", raunte der Leader. Vielleicht war es doch ein Fehler gewesen, dem Rothaarigen immer wieder nachzuschenken. "Na komm. Lass uns schlafen gehen." Der Ältere fischte nach der Fernbedienung und schaltete den Fernseher aus. Er rutschte mit Aya im Arm vor zum Rand der Sitzfläche, um besser aufzustehen. Der Rothaarige sah es wohl ein und stand brav mit auf. Schwankte jedoch gefährlich und wäre wohl umgefallen, hätte ihn Yohji nicht gehalten. Die blassen Arme Ayas hatten sich um Yohji geschlungen und Aya presste sich an ihn. Der Weg nach oben erschien dem Dunkelblonden viel länger als sonst. Und da er erst in Ayas Zimmer müsste, war es noch ein Stückchen länger. Und langsam schlichen sich auch bei ihm leichte Kopfschmerzen ein. Er war wirklich froh, die Zimmertür erreicht zu habe. Also ging er, so schnell es ging, mit seinem katanaschwingenden Leader hinein. Er wollte ihn eigentlich nur ins Bett bringen und dann gehen, doch Aya hielt sich so an ihm fest, dass er einfach nicht gehen konnte. "Bleib heute Nacht bei mir." Ob er sich da zusammenreißen konnte? Yohji appellierte an seinen Willen und seine Widerstandskraft. Immerhin schlief er dann mit seiner Liebe in einem Bett. Der Blick aus den glasigen Amethysten fesselte ihn. Also nickte er automatisch. "Aber erst ausziehen. Also musst du mich loslassen." "Mach du." Yohji seufzte. Er stützte sich auf dem Bett ab und schob Ayas Shirt nach oben. "Hmm... Yohji", kam es über dessen Lippen. Was war jetzt los? Er berührte ihn doch kaum. Bei der Hose ging es ähnlich von statten und als Yohji sein Hemd auszog, beugte sich der Rothaarige zu ihm und platzierte seine Lippen auf der leicht gebräunten Brust. "Aya!", keuchte er. "Ran. Nenn mich Ran." Aya zog Yohji zu sich und küsste ihn leidenschaftlich. Der Ältere glaubte den Verstand zu verlieren, doch er riss sich zusammen und löste sich von Aya. "Nicht...", hauchte er, strich durch das weiche, rote Haar und zog sich schnell die Hose aus. "Warum nicht? Findest du mich nicht attraktiv genug?" "Nein Ay... Ran. Das ist es nicht. Aber.. aber.. ich hab dich wirklich gern. Ich will dir beweisen, dass ich nicht nur mit dir schlafen möchte. Ran, ich liebe dich! Ich will mit dir zusammen sein, neben dir im Bett liegen, mit dir lachen und kuscheln. Ich will dich um mich haben. Aber nicht wegen deinem Körper. Ich will dich nicht ausnutzen. Du bist betrunken. Da will ich nicht deiner Bitte nachkommen. Du weißt nicht, was du tust und wirst es demnach bereuen", Yohji seufzte. Jetzt schüttete er dem anderen sein Herz aus und dieser schlief einfach ein. "Hmm... Yohji. Ich hab dich auch lieb." Lächelnd betrachtete Yohji seinen Leader. Er konnte nur hoffen, dass dieser nachher noch wusste, warum er das Bett mit jemanden teilte. Und hoffentlich erinnerte er sich wenigstens ein bisschen an das Geständnis. Seufzend ließ sich Yohji neben Aya sinken und zog ihn in seine Arme. "Ich liebe dich, Ran. Gute Nacht." Flüchtig küsste er dessen Stirn und schlief dann auch ein. Morgen würde er ja wissen, ob er das Geständnis nochmals wiederholen musste... ~Owari~ ~~~ Itadakimasu = soviel wie „Guten Appetit“ ^^ +++ So, und damit ist die FF auch schon beendet oO Eine Fortsetzung ist nicht geplant, denn ich finde, der Schluss ist schön ^^ So kann jeder selbst denken, sie sind zusammen oder nicht. Aber keine Sorge XD Ich hab noch mehr Fics. Aber alles zu seiner Zeit. Hr. Schreibt mir doch Reviews, ja? Mata ne, Kisa Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)