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Schneespuren


Erstellt:
Letzte Änderung: 13.01.2019
nicht abgeschlossen (40%)
Deutsch
113556 Wörter, 37 Kapitel
Trigger-Warnungen: Tod, Depression, Trauma
Yuki sieht völlig anders aus als alle anderen, denn eines seiner Augen ist rot. Nach unzähligen Erfahrungen mit Ausgrenzung und Misshandlung während seiner Jugend begegnet er Yuichi Hosokawa, dem Chef seiner großen Schwester, die bei einer Modelagentur arbeitet. Als Hosokawa krank wird, gibt er ausgerechnet Yuki den Job als sein persönlicher Assistent. Welches Potenzial hat er in Yuki gesehen, um ihn mit dem Job an seiner Seite zu betrauen? Und kann Yuki diesen hohen Erwartungen gerecht werden?

Zur Einordnung der Story: In der Geschichte kommen unterschiedliche Arten von (mehr oder weniger) romantischen Beziehungen vor (hetero, homo, bi), allerdings liegt der Fokus der Story auf den Themen Selbstentwicklung und zwischenmenschliche Beziehungen im Allgemeinen.

Informationen zum Schneespuren/Toki to Garasu-Universum:
Schneespuren (Prosa): Prequel-Story zu Toki to Garasu über den kranken Leiter der Modelagentur MAJ und seinen Assistenten, spielt zwischen den Jahren 2000-2002

Toki to Garasu (Webcomic): Story um ein junges Model mit einer Essstörung und einen Außenseiter, spielt zwischen den Jahren 2004-2005

Beides sind eigenständige Werke und können unabhängig voneinander gelesen werden!!
Wenn ihr aber beides lesen mögt, fangt unbedingt mit Schnee an, weil TTG die ganze Schnee-Story spoilert, da es zeitlich später angesiedelt ist xD


Sollten massive Trigger in Kapiteln nötig sein, werde ich versuchen, das vorab im Autorenkommentar zu vermerken.


Cover stammt von mir, Bilder sind lizenzfrei (via pexels und pixabay)

Fanfic lesen
Kapitel Datum Andere Formate Daten
~komplette Fanfic~ V: 08.08.2016
U: 13.01.2019
Kommentare (75 )
113556 Wörter
Kapitel 1 Teil 1.1 - In die Schatten, in die Nacht E: 21.01.2018
U: 09.02.2018
Kommentare (1)
2552 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 2 Teil 1.2 - Eindringling in der Mondatmosphäre E: 22.01.2018
U: 13.02.2018
Kommentare (1)
4718 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 3 Teil 1.3 - Der zerbrochene Junge E: 24.01.2018
U: 17.08.2018
Kommentare (1)
5946 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 4 Teil 1.4/1 - Yuichi Hosokawa E: 30.01.2018
U: 17.08.2018
Kommentare (1)
1280 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 5 Teil 1.4/2 - Yuichi Hosokawa (Fortsetzung) E: 30.01.2018
U: 17.08.2018
Kommentare (1)
4951 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 6 Teil 1.5 - Richtig falsch E: 01.02.2018
U: 17.02.2018
Kommentare (1)
2241 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 7 Teil 2.1/1 - Hohe Erwartungen E: 04.02.2018
U: 16.02.2018
Kommentare (1)
2254 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 8 Teil 2.1/2 - Hohe Erwartungen (Fortsetzung) E: 04.02.2018
U: 21.02.2018
Kommentare (1)
3439 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 9 Teil 2.2 - Blanke Nerven E: 10.02.2018
U: 21.02.2018
Kommentare (1)
3659 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 10 Teil 2.3 - Alles und Nichts E: 17.02.2018
U: 23.02.2018
Kommentare (1)
3477 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 11 Teil 2.4 - Der innere Kompass E: 19.02.2018
U: 24.02.2018
Kommentare (1)
3869 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 12 Teil 2.5 - Die finsterste Stunde der Nacht E: 24.02.2018
U: 11.07.2018
Kommentare (1)
3092 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 13 Zwischenspiel 1 (Teil 1) E: 03.03.2018
U: 03.03.2018
Kommentare (2)
3975 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 14 Zwischenspiel 1 (Teil 2) E: 03.03.2018
U: 03.03.2018
Kommentare (1)
2200 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 15 Teil 3.1 - Der Bazar der Wahrheiten E: 11.03.2018
U: 11.03.2018
Kommentare (1)
4066 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 16 Teil 3.2/1 - Durch andere Augen E: 18.03.2018
U: 11.04.2018
Kommentare (1)
2191 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 17 Teil 3.2/2 - Durch andere Augen (Fortsetzung) E: 18.03.2018
U: 21.03.2018
Kommentare (1)
3218 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 18 Teil 3.3/1 - Der gute Blick E: 26.03.2018
U: 10.04.2018
Kommentare (1)
2096 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 19 Teil 3.3/2 - Der gute Blick (Fortsetzung) E: 26.03.2018
U: 11.04.2018
Kommentare (1)
3672 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 20 Teil 3.4 - Die Opulenz der Stille E: 01.04.2018
U: 02.04.2018
Kommentare (3)
4093 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 21 Teil 3.5/1 - Unter anderem Namen I E: 09.04.2018
U: 17.08.2018
Kommentare (1)
2820 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 22 Teil 3.5/2 - Unter anderem Namen I (Fortsetzung) E: 09.04.2018
U: 17.08.2018
Kommentare (1)
3689 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 23 Teil 3.6/1 - Eine Spur von Leben E: 30.04.2018
U: 30.04.2018
Kommentare (1)
2174 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 24 Teil 3.6/2 - Eine Spur von Leben (Fortsetzung) E: 30.04.2018
U: 17.08.2018
Kommentare (1)
2621 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 25 Teil 3.7 - Ritter und Samurai E: 05.05.2018
U: 17.08.2018
Kommentare (1)
3644 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 26 Teil 3.8/1 - Zu Staub zerfallen E: 01.07.2018
U: 02.07.2018
Kommentare (1)
2146 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 27 Teil 3.8/2 - Zu Staub zerfallen (Fortsetzung) E: 01.07.2018
U: 17.08.2018
Kommentare (1)
1307 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 28 Teil 3.8/3 - Zu Staub zerfallen (Fortsetzung) E: 01.07.2018
U: 02.07.2018
Kommentare (2)
1419 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 29 Teil 3.9/1 - Deus ex Machina E: 05.08.2018
U: 17.08.2018
Kommentare (1)
2998 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 30 Teil 3.9/2 - Deus ex Machina (Fortsetzung) E: 05.08.2018
U: 06.08.2018
Kommentare (3)
3947 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 31 Teil 3.10/1 - Pâro E: 17.11.2018
U: 18.11.2018
Kommentare (2)
2526 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 32 Teil 3.10/2 - Pâro (Fortsetzung) E: 17.11.2018
U: 18.11.2018
Kommentare (1)
1933 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 33 Teil 3.10/3 - Pâro (Fortsetzung) E: 17.11.2018
U: 18.11.2018
Kommentare (3)
1881 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 34 Teil 3.11/1 - Die Papierrosenblüte E: 13.12.2018
U: 14.12.2018
Kommentare (1)
2591 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 35 Teil 3.11/2 - Die Papierrosenblüte (Fortsetzung) E: 13.12.2018
U: 15.12.2018
Kommentare (2)
2917 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 36 Zwischenspiel 2 (Teil 1) E: 12.01.2019
U: 13.01.2019
Kommentare (1)
3830 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 37 Zwischenspiel 2 (Teil 2) E: 12.01.2019
U: 13.01.2019
Kommentare (3)
4124 Wörter
abgeschlossen
  • Charakter
    Yuki Kesshou

    Erstes Erscheinen: Teil 1.1
    Rolle: Protagonist
    Geburtsort: Mihara (Hiroshima)
    Alter: 22
    Größe: 181 cm
    Augenfarbe: Braun/Rot
    Haarfarbe: Schwarz/Blond
    Beruf: Persönlicher Assistent von Yuichi
    Familie: Eltern, ältere Schwester (Aini)
  • Charakter
    Aini Glass

    Geburtsname: Aini Kesshou
    Erstes Erscheinen: Teil 1.1
    Rolle: Protagonistin
    Geburtsort: Mihara (Hiroshima)
    Alter: 34
    Größe: 175 cm
    Augenfarbe: Braun
    Haarfarbe: Blond
    Beruf: Model Scout, ehem. Model
    Familie: Eltern, jüngerer Bruder (Yuki)
  • Charakter
    Yuichi Hosokawa

    Erstes Erscheinen: Teil 1.3
    Rolle: Protagonist
    Geburtsort: Nagoya (Aichi)
    Alter: 43
    Größe: 167 cm
    Augenfarbe: Braun (wirkt Anthrazit)
    Haarfarbe: Schwarz (grau meliert)
    Beruf: Leiter einer Modelagentur
    Familie: Mutter (verstorben), Großeltern (verstorben)
  • Charakter
    Ken Satou

    Geburtsname: Hisame Satou
    Erstes Erscheinen: Teil 3.7
    Rolle: Protagonist
    Geburtsort: Naha (Okinawa)
    Alter: 31
    Größe: 173 cm
    Augenfarbe: Braun
    Haarfarbe: Schwarz
    Beruf: Modedesigner
    Familie: Eltern, älterer Bruder (Momiji, "Momo" genannt), jüngere Schwester (Yukiko, "Koko" genannt)
0_Achtung!!
Definitionen könnten Spoiler enthalten, also benutzt dieses Glossar als Nachschlagewerk für vorkommende Unternehmen, Agenturen und andere Begriffe, aber nicht als Vorab-Informationsquelle :)
CUP
Cancer of unknown primary - eine Art von Krebs, bei der der Primärtumor nicht gefunden wird und der über bereits entstandene Metastasen entdeckt wird - meist bedeutet das, der Krebs wird erst in einem verhältnismäßig späten Stadium entdeckt, was die Prognose beeinflusst.
Hiroto Minagawa
Ein Laden zur Herrenausstattung in der Geschichte, Geschäftsführerin: Hiroto Minagawa
MAJ
Model Agency Japan, eine Modelagentur in der Geschichte, Agenturleiter: Yuichi Hosokawa
R&W
Ein Modeunternehmen in der Geschichte, Geschäftsführer: Ryuzaki Watanabe, Chefdesigner: Ken Satou
TEXas
Ein Textilunternehmen in der Geschichte, Geschäftsführer: Vadim Akutayama
Toraddo-Aikon
Ein fiktiver Modestil in der Geschichte, der auf Ken Satou zurückgeht. Der Name setzt sich entsprechend der Stilcharakteristika aus den Transktiptionen der englischen Begriffe Tradition und Icon zusammen, da dabei traditionelle Elemente mit (pop-)kulturellen Ikonen kombiniert werden. Ein Beispiel, das für diesen Stil genannt wird, ist ein Kimono mit Pikachu-Muster.
Kommentare zu dieser Fanfic (75)
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Von:  Lady_Ocean
2019-01-14T13:07:00+00:00 14.01.2019 14:07
Durch den Besuch bei seiner Familie verstehe ich nun besser, warum Satou sich diese professionelle Maske zugelegt hat. Im Grunde läuft es bei ihm und Hosokawa auf dasselbe heraus: Sie sind von einem besonders wichtigen Menschen schwer verraten worden. Satou hat das wahrscheinlich sogar noch mehr geschadet. Er schmiedet unglaublich enge Bindungen. Sein ganzes Leben hatte er jahrelang nach Sho ausgerichtet. Kaum vorstellbar, wie schlimm das für ihn gewesen sein muss, als Sho ihm einfach so den Laupfass gegeben hat. Ich denke, es ist eine große Leistung, dass er sich seinen nach Nähe suchenden Kern dennoch bewahrt hat (bei seiner Familie, bei Luis) und sein aus diesem Schmerz resultierender Abwehrmechanismus "nur" daraus bestand, eine eiserne Mauer zwischen "Anerkannten" und "Außenseitern" zu ziehen. Aber man sieht ja, wie er sich damit seine Wege auch verbauen kann, z.B. an Hosokawa. Seit Jahren scheint er darum bemüht zu sein, einen Draht zu ihm zu finden (und seine Angst, den Fehler von damals, kurz bevor Sho gestorben ist, zu wiederholen, ist sicher eine treibende Kraft dahinter), aber durch seine unnahbare, unhöfliche, regelrecht maniipulative Art nach außen ist es doch klar, dass er die Leute vor den Kopf stößt und ihm, umgekehrt, auch keiner mehr vertraut und an sich heran lässt. Ihm ist durch das Drama in seiner Jugend der Mittelweg leider völlig abhanden gekommen. Vielleicht würde Yuki seinen weichen Kern irgendwann durchschauen, wenn sie lang genug miteinander auskommen müssten (vielleicht wird ihm später schon was auffallen. Dass Satou ihn vor Einwilligung zum Helfen nicht ausgepresst hat wie eine reife Orange, dass er sich mit "es ist kein AIDS" zufrieden gegeben hat, sollte ihm im Nachhinein spanisch vorkommen). Er ist ein sehr analytischer, nachdenkender Typ (zumindest wenn ihm seine Selbstzweifel nicht wieder Steine in den Weg legen, funktioniert das bei ihm sehr gut). Bei Hosokawa wundert es mich nicht, dass er über all die Jahre nie mehr in Satou gesehen hat als "Mist, der sich gut als Dünger eignet". Satou selbst fehlt jedenfalls die Grauzone. Und das Feingefühl, die Ehrlichkeit anderer Menschen einschätzen zu können. Ich denke, wenn man in dem Punkt relativ begabt ist, kann man ganz gut abwägen, wem man sich wie weit anvertrauen kann, und dann lebt man eigentlich auch sicher vor herben Enttäuschungen (jedenfalls bin ich bisher zum Glück ziemlich gut weggekommen mit meinen Mitmenschen-Sensoren). Da fragt man sich echt, wie es Luis gelungen ist, Satous Vertrauen zu gewinnen und hinter die Fassade gelassen zu werden. Das wäre sicher auch eine interessante Geschichte für sich. ^^
An dem Einblick in Satous Vergangenheit mit Sho wird auch deutlich, warum er bei Hosokawa gleich nach AIDS gefragt hat - sowohl bei seinem ersten privaten Treffen mit Yuki als auch jetzt auf der Show wieder. Und da er sowieso seit Jahren ein enormes wie auch immer geartetes Interesse an Hosokawa hat, ist es auch nicht verwunderlich, dass ihm sofort aufgefallen ist, dass Hosokawa krank ist. Er verschleiert sein Interesse an bestimmten Personen ja sehr gut (als Yuki jetzt den Backstage-Bereich betreten hat ja auch wieder), aber er wird Hosokawa über die Jahre hinweg bestimmt nach besten Möglichkeiten beobachtet haben, immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, irgendwie eine Verbindung zu ihm aufzubauen. Vielleicht hat er anfangs sogar tatsächlich nur eines von Hosokawas Models angeworben, um eine Gelegenheit zu schaffen, ihn zu sich zu locken? Weil er eben eine Ausrede brauchte, mit ihn in Kontakt treten zu können, und sei es auch nur für ein fünfminütiges Streitgespräch. - Jedenfalls: Wenn ich mir diese Hintergründe jetzt so überlege, ist es gar nicht mehr so weit hergeholt, dass Satou in dieser Geschwindigkeit zu seinem gruselig gut zutreffenden Urteil über Hosokawas Gesundheitszustand gekommen war. Das nimmt ihm tatsächlich etwas von der Unberechenbarkeit/Gefährlichkeit, die ihm bei seinem allerersten Auftritt wie ein richtiger Übermensch hat wirken lassen. Hosokawa kennt vielleicht ähnliche Situationen und weiß auch, wo Sato sich manchmal irrt, weswegen er ihn überhaupt nicht für so gefährlich hält wie Yuki bisher.

Kurz was ganz anderes: Die ganzen Ons und Offs haben Satou und Luis sich zusammen ausgedacht?! Ist das herrlich! *lach* Dann hat mein erster Eindruck von einer intakten, harmonischen Beziehung ja doch nicht getrügt und die zwei sind echt glücklich miteinander - die ganze Zeit. Aber ist schon Wahnsinn, wie weit sie gehen, um die Presse außen vor zu halten. Gut, Reporter sind wirklich schlimm. In meiner Nachrichten-App überflieg ich auch immer mal ein bisschen was von der Klatschpresse und man hat ständig, wer mal irgendwo mit jemandem beim Einkaufen gesehen wurde und da hat der Mann dann die Einkaufstaschen der Frau getragen - und haufenweise solcher Tuscheleien. Da denk ich ich mir auch: Lasst doch einfach mal die Menschen in Ruhe. -.- Ich weiß nicht, ob das hier in Japan noch schlimmer ist als in einigen Ländern Europas, aber ich stelle es mir definitiv mega anstrengend vor und kann verstehen, dass vor allem Satou das nicht haben will (und Luis sicher auch nicht böse ist, wenn sie ein bisschen Intimität für sich behalten können).

Eine Reaktion von Satou war für mich nicht ganz nachvollziehbar, und zwar dass er mit so viel Erleichterung reagiert hat, als Kayama ihm am Telefon gesagt hat, dass Hosokawa operiert wurde und wieder aufgewacht ist. Spätestens seit er von Hosokawas schlechtem Zustand Wind bekommen hatte, war er wie versessen darauf gewesen herauszufinden, was mit ihm los ist. Seine größte Angst galt zwar AIDS im engeren Sinne, aber im weiteren Sinne hat er allgemein eine riesige Angst davor, jemanden zu verlieren, bei dem er noch eine Schuld oder einen Gefallen oder irgendetwas anderes Wichtiges, Großes offen hat. Ganz allgemein gesagt vielleicht: einen ähnlichen Fehler zu begehen wie damals bei Sho, den er kurz vor dessen Tod verspottet und stehen gelassen hat. Ich vermute, wenn er wüsste, dass es Krebs ist und Hosokawas Uhr dem Ende entgegen tickt, hätte er wahrscheinlich alle Prinzipien über Bord geworfen, wäre zu ihm gerannt und hätte ihm ganz offen auf dem Silbertablett serviert, was ihn so belastet. So enorm scheint mir seine Panik vor einem möglichen Ende Hosokawas zu sein. Daher wäre es verwunderlich, wenn nur die Nachricht von "OP und wieder wach" reichen sollte, ihn einstweilen zu beruhigen. Würde ich in seiner Haut stecken, hätte mein Kopf den Gedanken um die Krankheit wahrscheinlich weitergesponnen: "Kann so etwas noch mal passieren? Wenn das tatsächlich Blut war, was Luis auf seinem Hemd entdeckt hatte? Yuki war totenbleich gewesen und hat _Ihn_ um Hilfe gebeten, ohne dass er dem hätte Nachdruck verleihen müssen. Er hat seinen Job dafür geopfert, um sich über Hosokawas Anweisung zu stellen! Das tut man nicht, wenn die Konsequenz für Hosokawa nicht schwerer wiegt als die für einen selbst. Aber was könnte jemanden so plötzlich und ohne äußeren Anlass in Lebensgefahr bringen?" Ich hätte stark vermutet, dass Satous Gedanken sich in solchen oder ähnlichen Bahnen weiterdrehen und dass er zumindest versucht ist, in der Hinsicht weiter nachzubohren (möglich allerdings, dass er es aufgrund irgendeiner logischen Entscheidung aber letztlich lässt).

Am Ende des Kapitels war es aber Kayama, der mich am meisten überrascht hat - vor allem mit deinem Nachwort. Die orangene Lilie steht für Rache?! Und ich denke, wenn du dies nicht als wichtige Verbindung empfunden hättest, hättest du sicher ein anderes Bindeglied zwischen Sho und Kayama finden können, das weniger drastisch ist, z.B. Angepasstheit, sich verstecken, Unterwürfigkeit, Unsicherheit, Unzufriedenheit - irgendwie so was. Aber ich nehme an, es wird dir wichtig sein, dass die Assoziation mit den beiden in der Blumensprache ausgerechnet Rache ist. Diese Option hätte ich bei einem so stillen Charakter wie ihm niemals in Erwägung gezogen. Aber ich gebe Satou insgeheim recht, dass da mehr hinter Kayama stecken könnte, als man ahnt. Müsste noch mal nachlesen im Hosokawa-Teil, weswegen er Kayama eingestellt hat, obwohl er mit seiner unscheinbaren und ungepflegten Art eigentlich gar nichts anfangen kann. Denn es stimmt schon, eigentlich umgibt Hosokawa sich nicht mit mittelmäßigen Leuten. Hosokawa sagt das ja auch selbst, dass das seine Strategie ist, treue und fähige Mitarbeiter um sich zu scharen. Aber dass Kayama das Potential haben könnte, an irgendwem Rache zu üben... Das lässt gar nichts Gutes Ahnen, was da noch auf uns zukommt. Wenn diese Anspielung zutrifft, dann könnte von ihm glatt eine größere Gefahr für MAJ ausgehen als von ... öh ... *nachschlag* ... Tsugawa.

Oh, und beim ersten Anruf bei MAJ hatte Satou bestimmt Kiki am Apparat, was? ^^ Ich frage mich, wie sie inzwischen wohl über Yuki und die Umstände seiner Entlassung denkt. Wie viel die Mitarbeiter überhaupt wissen. Wenn Yuki nicht gewesen wäre, hätte Hosokawa den Abend wahrscheinlich nicht überlebt, schätze ich. Aber Kayama wird die Schwere von Hosokawas Krankheit wohl kaum kundgetan haben. Wahrscheinlich wissen die meisten nach wie vor nur, dass es "irgendwas" gab, was eine längere Abwesenheit des Chefs erforderlich macht, und dass er Yuki gekündigt hat. In dem Fall wird Kiki sich im Moment wohl denken: 'Das Privatvergnügen des Chefs ist nun also entweder unnötig oder langweilig geworden. Jedenfalls ists gut, dass dieser Schmarotzer weg ist.' Aber sollte irgendwann rauskommen, was tatsächlich los war, dann war das, was Yuki an dem Abend getan hat, wohl genau die Dimension von große Tat, die es braucht, um die Gerüchte über seine käufliche Liebschaft und die damit verbundene Abneigung zu ersticken. Nur wenn, dann ist es wohl an Hosokawa selbst, seinen Mitarbeitern reinen Wein einzuschenken und Yuki zurückzuholen. Ich denke aber, dass er das tun wird, wenn er wieder zur Vernunft kommt.
Antwort von:  Lady_Ocean
14.01.2019 14:54
Ach so: Die Benutzung von Spitznamen richtet sich im Japanischen übrigens sehr streng nach den Schriftzeichen und es gibt daher feste Schemata, wie ein Name verniedlicht werden kann und wie nicht. Das ist deutlich weniger frei als im Deutschen. Z.B. würde man aus "Momiji" normalerweise nicht "Momo" machen, weil das schon wieder ein ganz anderes Wort ist (die gängigste Assoziation damit ist wohl "Pfirsisch"). Enge Freunde und vielleicht noch die Eltern könnten aus dem Namen evtl. "Momi" oder "Mo-kun" machen. Aber selbst da bin ich mir nicht sicher, weil es keinen konkreten Kanji-Bestandteil gibt, der die eine Silbe von den anderen trennt (eine "Momoko" wäre gängigerweise "Momo" oder "Momo-chan", bei etwas albernen/verspielten Busenfreundinnen "Momocchin" oder so. Mein Mann ist bei seinen alten Schulfreunden allerdings "Yana". Das Kanji, was da zum Spitznamen wurde, ist eigentlich "Yanagi").
Bei den Geschwistern hier besteht aber noch eine Hürde: dass Momiji der älteste ist. Ältere Brüder werden grundsätzlich mit "Nii-chan", oder in Momijis Fall "Momi-nii", "Momi-nii-chan" angesprochen. Gegenüber den älteren Geschwistern das "Nii-chan" wegzulassen wäre in Japan wohl so unvorstellbar wie bei uns die eigenen Eltern beim Vornamen zu rufen (wobei, ich hab sogar eine Freundin, die das macht. Also _noch_ unvorstellbarer als Eltern + Vornamen in Deutschland ^^). Das ist etwas, was ich als absolut in Stein gemeißelte japanische Tradition bezeichnen würde. Umgekehrt rufen die älteren Geschwister die jüngeren aber beim Namen, ggf. Spitznamen. Häufig ist das der reine Vorname ohne ein Namenssuffix. Das ist praktisch die intimste Art, wie man jemanden nennen kann. Also z.B. wenn Momiji einfach "Hisame" sagen würde. "Hi-chan" könnte als Überbleibsel aus frühester Kindheit aber auch hängen geblieben sein. Und Yukiko gegenüber dann wahrscheinlich "Yuki" oder "Yuki-chan". Übrigens gelten diese Abstufungen auch für Zwillinge. Das früher geborene Baby wird automatisch das "ältere" Geschwisterchen. Japanisch hat schlichtweg kein altersneutrales Wort für "Bruder" oder "Schwester". Meine Studis knabbern da auch immer ganz schön dran, weil sie das Konzept, einen "Bruder" oder eine "Schwester" zu haben, halt einfach nicht verstehen. Sie kennen nur "großen Bruder" oder "kleinen Bruder", "große Schwester" oder "kleine Schwester". Auch wenn man ihnen vorschlägt, nur "Bruder" oder "Schwester" zu benutzen (was man ja zuvor grad gelernt hat), kommen sie im Gespräch nicht umhin, den Altersunterschied anschließend entweder selbst zu erklären/ zu übersetzen oder es dem Partner erklären zu müssen, weil der gefragt hat. So krass wichtig ist diese Trennung in Japan. Das klingt wahrscheinlich befremdlich, gibt es umgekehrt aber auch. Z.B. unterscheidet Japanisch nicht zwischen "Fuß" (ashi) und "Bein" (ashi) (im Kanji zwar schon, aber nicht im Laut). Ist für Deutsche absolut nicht nachvollziehbar, was? XD Ich verstehe jedenfalls bis heute nicht, wie man es im Fall einer Verletzung mit "Ich hab mir mein "ashi" verletzt" belassen kann, ohne auch nur zu differenzieren, ob man nun wegen dem Fuß humpelt oder wegen dem Bein. XD
Das vielleicht als kleiner Exkurs in die komplizierte Welt japanischer Spitznamen. Gott, hab ich lang gebraucht, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich will damit aber nicht sagen, dass es ein Sakrileg ist, wie die Geschwister sich hier untereinander nennen. Aber für jeden außenstehenden Japaner wäre es eine riesige Überraschung, wenn sie z.B. Satous "Momo" hören würden, und man würde sofort davon ausgehen, dass da eine total unerwartete Geschichte hinter dieser Rufweise - jenseits jeglicher Norm und Etikette - steckt.
Von:  Lady_Ocean
2019-01-14T11:54:22+00:00 14.01.2019 12:54
Das Zwischenspiel aus Ken Satous Sicht ist wirklich aufschlussreich. Satou ist unheimlich emotional und ein äußerst sensibles Seelchen. Das hätte ich ihm bei seiner Außendarstellung niemals zugetraut. Seine Sorge um Hosokawa ist also absolut ehrlich. Schade, dass man das bei ihm überhaupt nicht einschätzen kann, wenn man nicht zu seinem kleinen Kreis an Auserwählten gehört (Ryuzaki scheint dazuzugehören. So, wie die beiden sich eingangs unterhalten haben, klingt es ganz anders als das, was wir von Satous anderen bisherigen Gesprächen kennen. Aus Satous Worten kam das erst gar nicht so sehr heraus (z.B. sein gedehntes "Ausnahmsweise", was ja sehr ironisch ist), aber Ryuzakis Reaktionen haben es schon angedeutet ("Das ist wohl dein Medien-Pitch. Was ist _wirklich_ los?", "Bleib, wie du bist". Er schlägt sehr weiche, verständnisvolle Töne an, da ist nicht ein Hauch von Härte und Drohung/Dominanz zu erkennen). Und später agiert Satou selbst auch ganz krass anders, als man es gewohnt ist, fühlt ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte.
Apropos "fühlen": Seine Wahrnehmung ist ebenfalls interessant. Dass er Menschen mit Blumen assoziiert, volle Events mit stinkenden Gerüchen (schlechtes Raumspray, Giftwolke). Auch an diesem Detail fand ich, dass er ein sehr sinnlicher Mensch sein muss. Gerade der Geruchssinn verkümmert bei uns Menschen im Lauf des Älterwerdens ja meist, weil wir ihm die wenigste Beachtung schenken, aber er nimmt seine Welt ganz mit der Nase wahr und assoziiert Emotionen damit. Wobei ich bei seiner Beobachtung der Blumendüfte aber auch ein bisschen zwiegespalten bin. Du beschreibst es sehr direkt, als kämen die Leute, die mit ihm interagieren, tatsächlich gerade aus einem Blumenfeld oder hätten entsprechendes Parfum benutzt. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Ryuzaki als sein Markenzeichen Lavendel aufträgt oder Yuki Rosenparfum benutzt oder auch nur hat. Allein schon, weil Männer so selten Parfums tragen, in Japan und zur damaligen Zeit wahrscheinlich noch sehr viel weniger, und wenn, dann keine Blumensorten. Grad Yuki. Ich glaube, der benutzt höchstens Aftershave und davon nur geruchsneutrale Sorgen, um nicht aufzufallen. Daher hätte ich es nachvollziehbarer gefunden, wenn die Kommentare zu den Blumen als assoziative Vergleiche vorgekommen wären statt als reale Gerüche.

Ich war erstaunt, als sich Luis als Satous Bodyguard entpuppt hat! Man wusste von ihm bisher ja nur, dass er Model ist. Und ich hätte ihm nicht zugetraut, eine Statur (und/oder sportliche Ausbildung) zu haben, die es ihm ermöglicht, seinen Chef im Ernstfall tatsächlich vor Handgreiflichkeiten beschützen zu können. Das war eine interessante Entdeckung für mich. Und dass die zwei zusammen wohnen. Wahrscheinlich haben sie offiziell zwei verschiedene Wohnungen in demselben Haus gemietet, damit der Klatschpresse nicht als suspekt auffällt, dass sie ständig zur selben Haustür ein- und ausgehen, was? Und ihre Beziehung scheint ja gerade sehr harmonisch zu sein. Ich bin mir grad nicht sicher, was Yuki als letztes über die beiden erfahren hatte - ob ihre Beziehung grad auf "on" oder auf "off" stand. War wohl grad keine Krise. Aber so, wie die zwei sich gegenseitig behandeln, kann ich mir ständige Krisen in ihrer Beziehung, ehrlich gesagt, gar nicht richtig vorstellen. Da scheint nichts Schwierigies zwischen ihnen zu liegen. Na ja, außer vielleicht der Tatsache, dass Satou so ein Doppelleben führt. Vielleicht ist es das ja. Wenn er den privaten Ken Satou nicht strikt vom dienstlichen trennen kann, kann ich mir gut vorstellen, dass das für Luis schwer zu handhaben ist und öfters zu streit führt. Aber Satous liebenswerte Seite bringt ihn anscheinend doch immer wieder dazu, es noch einmal zu versuchen...
Die Episode mit der Jacke am Ende war auch noch mal interessant. Wenn die mal nicht von Hosokawa ist. Satous Kopf ist derzeit voll von Hosokawa, die Situation mit der Krankheit nimmt ihn ja tatsächlich voll mit, und das definitiv nicht, um irgendeinen Vorteil daraus schlagen zu können. Er will tatsächlich aus tiefstem Herzen helfen. Also scheint es da irgendeine Verbindung zwischen ihnen zu gegeben oder gegeben zu haben (Hosokawa hat da vielleicht längst 'nen Haken dran gemacht, so vehement, wie er Satous Hilfe verbieten wollte. Oder er hat da nie so viel gesehen, wie Satou sieht). Meine erste Eingebung war eine tiefe, unglückliche Verliebtheit, aber dann hätte die Beziehung zu Luis wahrscheinlich keinen Bestand gehabt. Und Luis unterstützt Satou ja voll darin, auf Hosokawa zuzugehen. Wenn es von Satous Seite her Verliebtheit gewesen wäre, hätte Luis eifersüchtig und verletzt sein müssen und weder im Abstellraum noch am nächsten Morgen im Wohnzimmer (als er Satou mit der Jacke gefunden hat) so reagiert, wie er es getan hat. Allerdings habe ich noch keine Idee, was sonst noch hinter Satous intensiven Gefühlen für Hosokawa stecken könnte.
Von:  Seoko
2019-01-14T01:49:07+00:00 14.01.2019 02:49
Ich habe einen Fehler I'm Text entdeckt: du wolltest ganz sicher "bis ganz bald" anstatt "vielleicht bis bald" schreiben!! 😏 Zumindest hoffe ich das denn diese beiden Kapitel waren der Hammer!! (Bitte nicht mehr aufteilen, ich liebe es, sie an einem Rick durchzulesen und dann muss ich auch nicht wieder ne neue Seite laden 😉
In meinem Empfinden ist das das beste Kapitel das du bisher geschrieben hast. Die Balance zwischen narrativen, beschreibenden Elementen und action ist perfekt und obwohl ich geahnt have das Ken Satou nur eine Kunstfigur ist, finde ich es beachtenswert wie er den Spagat hinbekommt und wie du es anschaulich machst. Dass er sich ehrlich Gedanken und Sorgen um Yuichi und Yuki macht ist rührend und ich wette, dass er eine große Rolle Bei Yukis Werdegang spielen wird. Vielleicht findet er heraus dass Kayama Yuichi erpresst oder aber er ist wirklich auf dem falschen Dampfer und Kayama ist einfach nur nicht geeignet. Hach ich liebe deinen Doujinshi und die FF. Herzlichen Dank dass du dran bleibst. Diese kleine Parallelwelt wird fur mich immer existieren 🤗
Antwort von:  Seoko
14.01.2019 02:50
Bitte entschuldige die Rechtschreibung. Ich habe englische Autokorrektur 😅😂
Von:  Lady_Ocean
2018-12-19T13:38:36+00:00 19.12.2018 14:38
Als Yuki der Umstand mit den Gästen in Kimonos aufgefallen ist, ging mir auch durch den Kopf, dass Satou ihn vielleicht wirklich nur in seine Kreation gesteckt hat, damit Yuki diesmal weniger auffällt und Satou leichteres Spiel mit ihm hat. Zutrauen würde ich es ihm. Immerhin lügt er ja auch geradewegs, ohne dass es einen offensichtlichen Grund zu geben scheint. Jedenfalls wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass das mit dem One-Night-Stand gelogen sein könnte. Diese Info war jetzt nicht so mega bahnbrechend, wenn man jemanden wie Hosokawa dann doch ein bisschen kennt. Er geht ja sehr offen mit seiner Homosexualität um und es ist auch von außen leicht vorstellbar, dass er rein körperlich zu etwas Spaß nicht "Nein" sagt, egal, wie es um die zwischenmenschliche Ebene bestellt ist (die versucht(e) er ja eh immer auszublenden). Also war dieser Kommentar für mich nicht wichtig genug, um ihn extra als Lüge erfinden zu müssen. Vielleicht streut Satou einfach so gern mal Halbwahrheiten und Lügen in die Dinge ein, die er sagt, bloß, um noch schwerer durchschaubar zu werden?
Ich kann Hosokawas Misstrauen und Abneigung gegen den Gedanken, Satou um Hilfe zu bitten, sehr gut verstehen. So jemandem würde ich nicht mal sagen wollen, ob ich meine Misosuppe lieber mit Lauch oder mit Möhren esse. Einfach, weil er so ein Arsch ist. Und man nie weiß, was für blöde Sachen er am Ende selbst aus so einer trivialen Info macht. Aber Yukis Entscheidung ist dennoch sehr rational und logisch. Ich kenne mich längst nicht aus mit Krebs, aber wenn er jetzt schon so heftig Blut hustet, könnte ich mir glatt vorstellen, dass die Gefahr besteht, dass er den Abend nicht überlegt, wenn er nicht umgehend Hilfe bekommt. Selbst jetzt ist wahrscheinlich die Gefahr groß, dass der Krebs Schäden in seinem Körper anrichtet, die das Ende näher rücken lassen. Und das ist ja letztlich genau das Gegenteil dessen, was Hosokawa selbst will. Er braucht so viel Zeit wie möglich. Für Yuki und für Kayama.
Kayama übrigens hat auch sehr vorbildlich reagiert. So pfllichtbewusst und selbstsicher hat man ihn auch noch nicht erlebt. Klar, er versteht, was gerade auf dem Spiel steht und wie wichtig das für seinen Chef ist. Aber andererseits scheint sein neues Image ihm auch genug Selbstvertrauen zu geben, dass er das irgendwie schaffen kann (und muss). Ich hoffe sehr für ihn, dass seine Rolle als MAJ-Vertreter heute Abend soweit glimpflich verläuft.
Und für Yuki hoffe ich, dass er den Spagat zwischen Einweihung und Geheimhaltung einigermaßen schafft, wenn er dem kläffenden und Zähne fletschenden Köter gegenübertritt.
Antwort von:  mjeera
12.01.2019 16:43
Vielleicht gibt es in Bezug auf den Kimono und seine Bedeutung ja noch eine weitere Interpretationsmöglichkeit.
Und die Sache mit der gemeinsamen Nacht zwischen Satou und Yuichi ist zwar laut Yuichi eine Lüge, aber ist dies dadurch automatisch eine Tatsache? ;)
Ja, dass Yuki sich Sorgen macht, ist schon berechtigt, auch wenn Yuichi das nicht passt. Aber ich stimme dir zu, dass Yukis Entscheidung, Hilfe zu suchen, vernünftiger ist als Yuichis Idee, zu warten, bis die Luft rein ist und damit womöglich wichtige Zeit zu verlieren.
Ja, nicht nur Yuki scheint hier zu wachsen, sondern auch Kayama. Ich stimme dir zu, dass vielleicht das Vertrauen und das Zutrauen neuer Aufgaben von Yuichi ihm mehr Sicherheit gibt.
Ob Yuki dieser Spagat gelingt und er Satous Hilfe bekommt ohne Yuichi komplett an den Hund zu 'verfüttern', wird sich noch zeigen ;)

Danke nochmal für das ausführliche Feedback, das freut mich so riesig <3
Antwort von:  Lady_Ocean
14.01.2019 15:03
Nach der bisherigen Außenperspektive auf Ken Satou hätte ich nicht erwartet, dass Hosokawa derjenige sein könnte, der hier gelogen hat. Aber nach dem, was ich jetzt über Satou weiß, halte ich das sogar für wahrscheinlicher. In einem verzweifelten, panischen Versuch, Yuki davon abzubringen, Hilfe bei Satou zu holen, schnell das Image noch ein bisschen madiger machen. Wenn es tatsächlich mal eine gemeinsame Nacht zwischen ihnen gegeben hat, wäre das auch eine Möglichkeit, wie Hosokawas Jackett in Satous Besitz gelangt sein könnte.
Ehrlich, dass Satous Äußeres und Inneres einen dermaßen krassen Gegensatz bilden, hat mich wirklich überrascht.
Von:  Lady_Ocean
2018-12-19T13:13:16+00:00 19.12.2018 14:13
Yuki hat in dem konfusen Traum eine Menge der Gefühle und Informationen, die ihm gerade so den Boden unter den Füßen weggezogen haben, verarbeitet. Auf der einen Seite seine Angst, es nicht schaffen zu können, auf der anderen Seite seine Sorge um Hosokawa und sein schlechtes Gewissen, seinen Chef praktisch in der Zeit seines Untergangs fallenzulassen. Zumal er es zuvor ja als sein höchstes Ziel erklärt hatte, seinen Chef nach besten Möglichkeiten zu unterstützen, nachdem ihm bewusst geworden war, dass er durch sein sonderbares Äußeres (und ich denke, auch seinen Charakter, aber das sieht Yuki selbst noch nicht) einen tatsächliche Hilfe - Rüstung - sein konnte.
Bei dem Gespräch mit Kiki konnte ich Yuki sooooo nachfühlen. Hab selbst grad 'nen Studenten im Kurs, mit dem ich es seit dem letzten Semester irgendwie einfach nicht schaffe, auf einen Nenner zu kommen. Ist halt total verschlossen mir gegenüber und reizt bewusst Grenzen aus, die noch nie irgendwer anders berührt hat. Bei Partner- oder Gruppenarbeit z.B. einfach mal so aus dem Raum zu verschwinden. Und dann beim Stundenklingeln wieder reinzuspazieren, als wär nix, schnell die Sachen zu packen und zu verschwinden. Auf Nachfrage hin im besten Fall noch schnell im Vorbeigehen "Bauchschmerzen" in den Raum zu werfen. Manche Episoden waren da echt zermürbend. Und die nach außen getragene Falschheit, die hier Kikis Abneigung und Yukis Unsicherheit fürs Nötigste kaschiert, erinnert mich extrem an einige dieser Gespräche, die ich selbst hatte.
Antwort von:  mjeera
12.01.2019 16:33
Vielen Dank für deine Kommentare zum Kapitel, ich habe mich sehr gefreut <3
Ja, der Traum erinnert ihn quasi noch mal an sein Bestreben, Yuichi zu unterstützen, erinnert, sodass er von seinem Plan, zu kündigen, abgelassen hat.
Oh je, das mit deinem Studenten klingt wirklich schwierig, gerade in beruflichen Konflikten hat man ja auch leider oft nicht so viel Handlungsspielraum, vor allem, wenn es dann wie bei dir kein Kollege, sondern ein Lernender ist :/ Ich hoffe, die Situation hat sich mittlerweile verbessert, das ist ja leider auch ein dauernder Stressfaktor :(
Von:  Seoko
2018-12-13T15:55:49+00:00 13.12.2018 16:55
Tolle Kapitel! Yuki macht Entwicklungssprünge einen nach dem anderen. Ich liebe in und auch seine Beziehung zu Yuichi.die letzten beiden Kapitel waren vom Schreibstil her richtig gut. Und meinetwegen musst du die Kapitel nicht splitten. Wäre sogar besser so in einem ganzen zu lassen dann muss ich nur einmal die seite laden 😋😉 ich lese sehr gerne Lange Kapitel.

Bin gespannt auf Satous Sicht der Dinge und ob Yuki die Situation richtig einschätzt. Danke fürs Schreiben!!!
Antwort von:  mjeera
12.01.2019 16:25
Vielen Dank! Ich freue mich sehr, dass du noch dabei bist und dass dir das Kapitel gefallen hat :)
Ja, er lernt viel und wächst manchmal über sich hinaus :)
Ich mag persönlich kürzere Leseabschnitte lieber, weil ich nie lange am Stück lese, drum werde ich auch weiterhin die Kapitel eher etwas stückeln, wenn sie recht lang sind. Das nächste Kapitel ist zwar auch wieder gesplittet, dieses Mal aber in etwas längere Teile, hoffe, das ist ein guter Kompromiss ;)

Danke für deinen Kommentar, darüber habe ich mich sehr gefreut <3
Von:  Lady_Ocean
2018-11-20T03:43:52+00:00 20.11.2018 04:43
Ainis Verhalten im Gespräch mit Yuki war sehr interessant. Zum einen, dass sie sich entschuldigt, weil Yuki Ärger hatte, da er nicht mit Hosokawa über das Treffen mit Satou gesprochen hatte. Zum anderen, dass sie aber bei Yukis Fragen (und damit Hilfegesuch) erst mal rumdruckst und etwas feindselig abblockt. Hier berührt das Gespräch wieder sie privat und ihr altes Muster, nichts von sich nach außen zu lassen, dringt wieder durch. Aber dann fiel ihr wahrscheinlich der Streit neulich wieder ein und die Erkenntnis, dass sich zwischen ihnen nichts bessern kann, wenn sie sich persönlich beide bedeckt halten, und sie springt über ihren Schatten.
Und Tsugawa... Wow. Hosokawa muss wirklich mächtig was gegen ihn in der Hand haben, wenn er ihn all die Jahre so handzahm halten konnte, trotz allem, was er Tsugawa eigentlich angetan hat. Vergewaltigung? Bestechung? Steuerhinterziehung im großen Stil? Irgendwas in dem Größenbereich muss es wohl sein, etwas, wofür man ihn auch nach Jahren mächtig belangen kann.
Und mit Hosokawas Bemerkung über Satou und dessen Chef zum Schluss sehe ich Parallelen zum Titel des Kapitels. Yuki hat keine Ahnung vom Ausmaß von Satous Drohungen. Er hat dessen gruseligen chirurgischen Scharfsinn kennenlernen müssen, weiß, was für eine große Nummer er ist, und hat eine absolut astreine Drohung an den Kopf geknallt bekommen. Klar, dass er das Ausmaß dieser Drohung nicht abschätzen kann. Und Hosokawa geht damit so locker um. Dieser Kontrast zwischen Hosokawas Gelassenheit, weil er anscheinend einen super Plan hat, und seiner eigenen Ahnungslosigkeit muss Yuki das Gefühl vermitteln, das Wesentliche und Naheliegendste nicht erkennen zu können und inkompetent zu sein. Ich hoffe nur, er schafft die Fashion Show irgendwie. - Oh, und hier war mir dann doch etwas eingefallen, wo ich in Teil 3 gestutzt hatte, weil da eine für den Storyverlauf wichtige Information gefehlt hatte: Bei Satous Anruf sagt Yuki ihm ja, wie toll der Kimono ist. Da hatte ich mich kurz gefragt: Welcher Kimono? Wann hat Yuki den denn gesehen? Jetzt ist es klar. XD
Die Kimono-Szene mochte ich sehr gern. Es klingt sehr schön, wie du das Design beschreibst. Und Yuki ist ja prädestiniert für einen schwarz-weiß-rot-Kontrast. Ich würde zu gern mal ein Bild von ihm in diesem Kimono sehen. ^^ Wer weiß - irgendwann vielleicht mal? Am eindrucksvollsten war aber der Moment, in dem Yuki sich plötzlich so völlig im Einklang mit seinem Äußeren gefunden hat. Ich denke, er gewöhnt sich generell langsam an sein Auge. Im 3. Teil dieses Kapitels nutzt er es ja wieder ganz gezielt, um sein Ziel (Informationen vom Tratschclub) zu erhalten. Er erkennt dieses Auge zunehmend als seine Waffe an und sieht damit erstmals einen Nutzen in ihm. Aber grundlegend ist er ja ein friedliebender Mensch, der anderen nicht schaden will, also habe ich bei Yuki eigentlich keine Bedenken, dass dieses Ausnutzen irgendwann außer Kontrolle gerät. Ich nehme eher an, es wird ihm helfen, das Auge als normalen Teil von sich zu akzeptieren. Denn es ist halt einfach auch wichtig, irgendwas Positives an der Sache zu sehen, die einem sein ganzes Leben lang Ausgrenzung, Schikane, Ausnutzung und Furcht beschert hat. Zum ersten Mal in seinem Leben ist Yukis Auge für etwas "gut". Und diese guten Dinge mehren sich in letzter Zeit ja. Hosokawa findet es faszinierend, sein Fanclub findet es faszinierend, Satou ist sogar so fasziniert, dass er Yuki unbedingt in einem seiner Kimonos sehen will, während er gleichzeitig alle anderen Models von Hosokawa nur zähneknirschend aufs Auge gedrückt bekommen hat. Yuki sieht es jetzt vielleicht noch nicht so, aber die Erinnerungen werden bleiben und irgendwann kommt ihm vielleicht auch diese Erkenntnis.
Apropos Fanclub: Endlich ist Yuki da mal hingegangen! Wundert mich nicht, dass er sich so lange gesträubt hat, wo doch die letzten Menschen, die ihm Aufmerksamkeit geschenkt haben, sich nur mit seinem Auge profilieren wollten und Yuki selbst ihnen sonst total egal war. Und vielleicht wird es diesmal wirklich nicht viel anders. Aber wenn er nichts wagt, kommt er auf jeden Fall nicht weiter. Und wie Aini im Grunde richtig angemerkt hat, muss er auch mal mit den Leuten in der Firma reden, um alles ein bisschen besser kennenzulernen (so gesehen wundert es mich ebenfalls nicht, dass einige so ein schlechtes Image von ihm haben und ungesehen solche Gerüchte glauben. Er selbst hält sich ja super bedeckt, niemand weiß wirklich was über ihn und hat in irgendeiner Form eine Bindung zu Yuki). Aber war klar, dass er bei diesem ersten Treffen überhaupt nicht dazu kam, die anderen was zu fragen. Die Damen haben wie lange - wochenlang? noch länger? - auf eine Möglichkeit gewartet, ihn mal ein bisschen kennenlernen zu können, haben wahrscheinlich intern die wildesten Theorien aufgestellt. Deren Wissensdurst muss jetzt erst mal gestillt werden. Aber das wird sich sicher bald legen, wenn Yuki öfter auftaucht. Dann kann er auch selbst mal was fragen und schafft sein Mittagessen wieder *lach*.
Antwort von:  mjeera
28.11.2018 14:07
Ja, Aini muss sich wohl erst langsam an den Gedanken gewöhnen, dass sie sich bei Yuki das Gekläffe sparen kann und dass sie beide davon profitieren, wenn sie sich emotional etwas aneinander annähern, das war ja die Erkenntnis aus dem Streitgespräch der beiden, das du auch erwähnt hast.
Hehe ja Tsugawa... ich hoffe, die Gespräche darüber konnten ein bisschen das Interesse daran wecken, was vorgefallen ist. Ich halte mich erst mal bedeckt ;)
Ja, Yuki hat hier immer wieder das Gefühl, alles falsch zu machen, nicht einmal zu wissen, wie er Dinge hätte besser machen können, weil ihm so viel Wissen und die nötigen Social Skills fehlen. Hier stößt er mit dem, was er mit seinen Fähigkeiten tun kann, an mehreren Fronten an seine Grenzen.
Schön, dass dir die Kimonoszene gefallen hat! Das war eine Szene, die ich tatsächlich so in einem Rutsch runtergeschrieben habe, vielleicht merkt man das. Ich habe wegen Satou generell viel recherchieren müssen in Bezug auf Kimonos usw., auch hier für das Motiv, um nicht versehentlich eines mit einer ganz anderen Symbolik zu wählen x_X. Ich hatte den Kimono für mich selbst mal anskizziert, aber die beabsichtigte Wirkung käme wohl nur bei einer sauberen Zeichnung zur Geltung, für die ich leider gerade keine Zeit habe :( Sorry!
Die Metapher des Auges als Waffe ist sehr gut! Auch wenn Yuki das noch nicht so bewusst macht, ist es manchmal letztendlich genau das. Generell ist seine Entwicklung hier ein Vor- und Zurück, mal ist er etwas mutiger, mal zweifelt er so sehr, dass er sich wieder selbst blockiert, mal sieht er, dass Dinge so, wie er geglaubt hat, dass es ok war, letztendlich gar nicht funktioniert haben. Aber neben diesem Prozess läuft auch eine Art Vertrauensfindung gegenüber den Personen, mit denen er die meiste Zeit verbringt - Aini und Yuichi. So sucht er mit Aini öfter das offene Gespräch, freut sich über ihre Gegenwart, und bei seinem Chef entwickelt er trotz Tadel und Triezereien eine Art Vertrauen, dass er eigentlich nichts gegen ihn hat - für jemanden wie Yuki vermutlich ein totaler Meilenstein, auch wenn er das vielleicht bewusst noch nicht so wahrgenommen hat.
Ja, Yuki gibt hier noch nicht auf und versucht sein Glück beim Fanclub, auch wenn das wieder ganz anders gelaufen ist, als er sich das zuerst vorgestellt hat. Manchmal scheitert er auch einfach an seiner Unfähigkeit, sich realistisch auf Situationen einzustellen, einfach, weil er nie zuvor in so einer Situation war. Sein Leben ist ja etwas anders verlaufen als das anderer und ihm fehlen viele Erfahrungen, die für andere selbstverständlich sind.
Von:  Lady_Ocean
2018-11-20T03:05:08+00:00 20.11.2018 04:05
Seltsamerweise wurden mir der erste und zweite Teil dieses Kapitels jetzt erst angezeigt auf meiner Startseite. Und beim Lesen von Teil 3 war mir nicht mal wirklich aufgefallen, dass ich was verpasst hatte o_o. Aber da ist ja so einiges passiert! Vor allem, dass Yuki Hosokawa nun doch eingeweiht hat. Zuvor hatte ich noch gedacht, Hosokawa weiß nach wie vor nichts. Yukis Lüge war also auch nicht so überzeugend gewesen, wie er es gern gehabt hätte *lach*. Aber ich schätze, Hosokawa ist auch schwer zu täuschen. Ich bin aber froh, dass es raus ist. So kann ich hoffen, dass Hosokawa Yuki irgendwie helfen kann, sich gegen Satous nächsten Angriff zu wappnen.
Es war Ainis Vorschlag gewesen, nicht gleich "die Pferde scheu" zu machen und Hosokawa wegen des Treffens mit Satou vorzuwarnen, oder? Sie hatte es ja gut gemeint und ich fand ihren Einwand auch nachvollziehbar, gerade wenn man Hosokawas Zustand bedenkt. Daher war ich mir auch nicht sicher, ob Hosokawa mit seinem "nicht nachbohren" erfolgreich ist und die Wahrheit aus Yuki herausbekommt, oder ob Yuki eisern weiter schweigt mit dem guten Glauben, seinen Chef damit zu schonen. Gerade wo doch jetzt noch mal so viele bittere Wahrheiten aufgekommen sind. Oh, und ich fand es echt schön, dass Hosokawa sich für Yukis SMS bedankt hat.

Kikis Reaktion am Empfang war ja auch eiskalt. Inzwischen weiß ich ja (bzw. kann mir vorstellen, denn es ist ja nur meine Interpretation, keine gesicherte Information), woher es kommt. Sie sieht in Yuki wohl auch nicht mehr als Hosokawas Privatvergnügen, der sonst nix kann und leistet. Ihre Einstellung gegenüber Yuki ist bei dem unglücklich verlaufenen Witz neulich ja schon ins Negative gerutscht. Ich nehme an, Kiki ist dem Chef gegenüber sehr loyal. Vielleicht spielt auch Verliebtheit mit rein, muss aber nicht unbedingt. Und Yuki sowie dessen Einstellung dem Chef gegenüber kennt sie nicht, und mit Yukis bisheriger schüchterner Haltung ist ihm ein kleiner Scherz auch wahrlich schwer zuzutrauen. Umgekehrt weiß Kiki sicher, dass der Chef so seine launischen, ruppigen Momente hat, und traut es Yuki wohl eher zu, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und nachtragend zu sein. Und voila - Witz missverstanden. Dann noch so was wie das Gerücht mit dem Blowjob und schon ist das Image ganz zerstört. Leute, die sich hochschlafen, oder wo zumindest so ein Gerücht kursiert, sind ja sowieso immer unten durch beim Rest der Belegschaft. :/ Na ja, irgendwann wird es sicher an Reiz verlieren, oder auch die anderen werden bei zunehmenden Indizien, dass das Gerücht falsch war, nicht ewig wegsehen können. Aber für die nächsten Wochen wird es sich wohl hartnäckig halten.
Antwort von:  mjeera
28.11.2018 13:16
Komisch, das mit den verzögerten Notifications :/ Falls es da noch mal zu Problemen kommt, lass es mich bitte wissen, dann veröffentliche ich die Kapitel in Zukunft vielleicht wieder als einen einzigen Teil. Ich splitte das immer auf für eine bessere Leselänge, finde das persönlich so besser als beim Lesen mit Lesezeichen den Text zu unterteilen. So hat man thematisch etwas in sich geschlossene Abschnitte die man bequem auf ner Bahnfahrt oder so durchlesen kann, zumindest ich schrecke als Leserin vor zu langen Kapiteln zurück, weil ich oft vergesse, was am Anfang passiert ist, wenn ich es nicht in einem Rutsch schaffe und dann kann ich keinen sinnvollen Kommentar hinterlassen falls ich kommentieren möchte .//. *Kopf wie Sieb*

Aini hat in ihrem Zwischenkapitel mal den Gedanken geäußert, dass Yuichi Wissen über andere sammelt und gezielt ausspielt, wenn er es braucht. Das passiert hier im 3. Teil ein paar Mal, z. B. jetzt mit dem Wissen, dass Yuki in seiner Gegenwart gelogen hat. Statt ihn zu konfrontieren lässt er ihn erst mal machen und drückt ihm dann seine Erkenntnis später rein, als er ihm deutlich macht, dass sein Verhalten nicht nach seinen Vorstellungen war (als er ohne ihm zu berichten zu dem Treffen mit Satou gegangen ist). Oberflächlich wirkt er amüsiert und locker, aber zwischen den Zeilen sagt er: Versuch das nicht noch mal, ich merke es sowieso.

Genau, es war Ainis Vorschlag, die sowieso eher die Haltung vertritt, nicht unnötig viel mit unnötig vielen zu teilen - schon gar nicht mit dem ihr eigentlich geschätzten Chef, bei dem sie immer irgendwelche Hintergedanken vermutet. Vermutlich war das damals für sie sehr schwer, vor ihm erfolgreich ihre Schwangerschaft und die Umstände zu Aoris Geburt zu verheimlichen und diese Haltung hat sich bei ihr dann so manifestiert.

Ja, Yuki hat nicht viel Kontakt zu den anderen Mitarbeitern bisher und die wenigen Chancen, die er hat, sich in einem guten Licht darzustellen, nutzt er nicht, bzw. weiß nicht, wie. Das führt dann zu Skeptikern, Gerüchten und deswegen zu Abneigung. Ob er das bald korrigieren kann?
Antwort von:  Lady_Ocean
28.11.2018 14:03
Ich finde das auch gut, dass du die Kapitel splittest, und zwar genau aus den Gürnden, die du angesprochen hast! *lach*

Stimmt, das passt genau zu Ainis Beschreibung. Und der Grundton der Nachricht, "Ich habe es gemerkt und heiße dein Verhalten nicht gut", ist zum Glück auch bei mir angekommen. ^^

Das mit dem Korrigieren... Ich denke, bei einigen wird es schnell gehen. Seinem Fanclub jedenfalls. Bei anderen, allen voran Tsugawa (aber auch Kiki, könnte ich mir vorstellen), könnte er es schwer haben. Ein einmal gefasstes Bild lässt sich nicht so schnell ändern wie eine noch nicht festgelegte Meinung. Selbst wenn irgendwann auch sie einsehen müssen, dass Yuki nicht schwul ist und nichts mit dem Chef hatte (wobei sie ersteres überhaupt nichts angeht, und letzteres nur insofern, als dass Privates generell nichts in der Firma verloren hat), werden sie sich wahrscheinlich was anderes zurechtlegen, um ihre negative Meinung von Yuki so lange wie möglich aufrecht erhalten zu können. "Nützlich ist er trotzdem nicht und behindert uns alle nur beim effizienten Arbeiten" (Tsugawa) oder "Ein ungehobeltes Trampeltier ist er dennoch" (Kiki) z.B. Wäre so meine Vermutung. :)
Von:  MorganMidnight
2018-11-18T15:48:56+00:00 18.11.2018 16:48
Super Geschichte!!!!!!!
Wie wird jetzt sein Chef reagieren, wenn er erfährt, dass er wieder mit ihm telefoniert hat?
Ich bin schon gespannt, wie es jetzt weitergeht!!!!!!!!!
Ich habe mir erst jetzt die Bildef der Karaktere angeschaut, und ich war ein bisschen verwundert! !!!!!!! Habe ich es überlesen, dass Yuki eine weiße Haarsträhne hat?
Antwort von:  mjeera
28.11.2018 15:55
Hey, vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich sehr, dass dir die Geschichte gefällt <3 <3
Ja, Yukis von der Familie stammende Pigmentstörung (die u.a. bei seinem Papa und seiner Schwester für blonde Haare sorgt) betrifft am dominantesten sein Auge, aber auch die Gesichtshaut drum herum und ein wenig seines Haaransatzes ist betroffen. Das hatte er in Teil 1-1 mal erwähnt, aber jetzt wo du es sagst, hätte ich das wohl auch an anderer Stelle noch mal deutlicher schreiben sollen. Es gibt einen Comic, zu dem Schneespuren eigentlich ein Prequel ist, in dem Yuki und einige andere Figuren auch auftauchen, daher habe ich die optische Beschreibung der Figur wohl etwas vernachlässigt. Schneespuren kann man auch als eigenständiges Werk lesen, ohne den Comic (Toki to Garasu) zu lesen, aber ganz zu Beginn hatte ich wohl eher im Kopf, dass die Story wohl nur Leser anlocken könnte, die die Figuren ohnehin schon kennen. In Zukunft versuche ich, darauf genauer zu achten!
Hier ist Yuki (neben Yuichi) übrigens in Farbe zu sehen: https://mjeera.tumblr.com/post/174841454961/yuki-and-yuichi-from-my-story-schneespuren-2017
Von:  Lady_Ocean
2018-11-18T14:03:28+00:00 18.11.2018 15:03
Yuki schlägt sich wacker, aber er hat es wahrlich nicht leicht. An seinen großen Zweifeln merkt man auch wieder, wie unsicher er sich oft (wenn er zu viel Zeit zum Nachdenken hat) ist, was seine Einschätzung von Yuichi angeht. Wobei ich zu Beginn des Kapitels erstaunt war: Yuki nennt ihn im Geiste Yuichi! Freiweg beim Vornamen, die ganze Zeit! Wow. Vielleicht eine Vorsichtsmaßnahme, dass ihm bei der Show oder irgendeinem anderen kommenden Event nicht aus Versehen mal das "Herr Hosokawa" rausrutscht, vielleicht aber auch ein Zeichen dafür, wie nah er sich seinem Chef inzwischen verbunden fühlt. Denn auch dieses starke Bedürfnis, ihm eine starke "Rüstung" zu sein, empfinde ich als eine Form von Nähe. Es braucht Vertrauen, sich so für jemanden einsetzen zu wollen.
Wegen des Gerüchts würde ich allerdings an seiner Stelle nicht mit Hosokawa darüber reden. Der lacht bestimmt drüber und macht noch 'nen dreckigen Witz obendrein, was er nicht für 'nen tollen Fang gemacht hat oder so. Mit der Sato-Sache würde ich hingegen wahrscheinlich mit Hosokawa sprechen, denn ich sehe da im Moment für mich selbst auch null Möglichkeit, wie er Sato bei der nächsten Gelegenheit geschickt Paroli bieten kann. Dass Sato es gut mit Yuichi meint, glaube ich nach wie vor nicht. Dafür wirkt er mir einfach viel zu sehr wie ein skrupelloser, berechnender Geschäftsmann. Hosokawa ist zwar ein wichtiger Geschäftspartner, aber wenn Sato da die Möglichkeit wittert, Gewinn für sich rauszuschlagen, zweifle ich keine Sekunde daran, dass er die Information mit dem Krebs bestmöglich ausschlachten würde.

Aber noch mal zu dem Gerücht. Na das hat ja astrein die Runde gemacht. XD Mir hätte das, zugegeben, aber genauso passieren können, dass ich so eine Lawine lostrete, wenn ich in der Situation in das Büro vom Chef gekommen wäre. Als Tsugawa angerufen hat, dachte ich noch: Boah, was hat er eigentlich gegen Yuki, dass er ihn dermaßen gefressen hat? Aber mit dem Gerücht im Hintergrund und seiner ohnehin grundlegenen Einstellung, dass MAJ Yuki nicht braucht, wird das noch mal mächtig Zündstoff gegeben haben. Umgekehrt bin ich positiv überrascht, dass einige Kollegen ja durchaus schon einen nützlichen Mitarbeiter in ihm sehen. Ich denke, diese Leute sehen vor allem sein Bemühen und sein selbstständiges Arbeiten. Und dass Hosokawa Informationen mit ihm teilt, die allen anderen vorenthalten werden.

Übrigens: Wenn der Name für Frau Minagawa gedacht ist, finde ich Haruki eigentlich sogar noch cooler. Da lässt sich so 'ne schöne Verschwörungstheorie drumrum aufbauen. Ist ja jetzt erst ganz neu (seit ein paar Jahren), dass der Name auch für Mädchen normaler wird. In Minagawas Generation muss das extrem ungewöhnlich gewesen sein. Da könnte man doch glatt spekulieren, dass sie junge Eltern im einflussreichen Fashionbereich inspiriert hat und damit überhaupt erst den Stein ins Rollen gebracht hat, dass Haruki nun langsam auch für Mädchen als normal und niedlich gilt. :D
Antwort von:  Lady_Ocean
18.11.2018 15:06
Übrigens: Dass der schüchterne, ahnungslose Neuling Yuki so intensiv in Hosokawas Belange eingespannt ist, macht Tsugawa mit Sicherheit auch neidisch. Er liebäugelt ja mit dem Chefposten und Hosokawa lässt ihn nicht mal bis auf Armlänge rankommen, nimmt z.B. lieber die "graue Maus" Kayama und die Finanzmittel schmarotzende "Zierpflanze" Yuki mit statt ihn. Ich wette, Tsugawa brodelt deswegen.
Antwort von:  mjeera
28.11.2018 15:44
Seit Yuichi Yuki vor dem ersten gemeinsamen Event gedrängt hat, ihn beim Vornamen zu nennen, nennt er ihn im Geiste 'Yuichi', hat ihn aber nach dem ersten Versuch nicht wieder so im Gespräch oder vor anderen genannt, da fühlt er sich wohl mit der Variante 'Chef' sicherer xD
Aber ja, genau wie du geschrieben hast, soll diese geistige Bezeichnung zeigen, dass Yuki seit einiger Zeit seinem Chef gegneüber Sympathien hegt und eine gewisse Vertrautheit zwischen ihnen entstanden ist.

Lol, Yuki glaubt auch, dass Yuichi ihn wegen des Gerüchts aufziehen könnte xD Die Satou-Sache (zumindest Teil 1 davon) hatten sie ja Anfang des Kapitels besprochen. Ob Yuki ihm nun auch von dem erneuten Gespräch am Telefon erzählen wird?

Vermutlich hat sich auch schon herumgesprochen, dass Yuki Ainis Bruder ist und diese Kombination aus Vitamin B und der durch Flüsterpost zu einem Blowjob verzerrten Aussage über den gemeinsamen Anblick der beiden in Yukis Büro geben den Skeptikern recht, dass er auf seinem Posten nichts zu suchen hat und nur durch Beziehung und andere Gründe dort ist.
Mal sehen, ob Yuki andere von seinem Wert überzeugen kann. Die Natur seiner Arbeit eröffnet bisher nicht so viele Gelegenheiten, mit anderen Mitarbeitern zu kooperieren - und Zeit für Spielereien in der Richtung wird wohl auch in Zukunft nicht bleiben, da Yuichi ihn für sich braucht.

Danke für die Anregung, aber ich bleibe jetzt bei Frau Minagawas neuem Namen ;) War schwer genug für mich, mich jetzt einmal umzugewöhnen xD

Was niemand wissen kann, aber vielleicht einigen in der Agentur klar ist, ist ja, dass Yuichi, wie man im zweiten Teil beim In-seinen-Kopf-gucken sehen konnte, Tsugawa nicht einmal für die Position als potenzieller Nachfolger erwägt hat. Er dachte gleich an Kayama, auch wenn er ihn vom Typ her ungeeignet findet, aber wenigstens Potenzial sieht, ihn noch etwas zu 'erziehen'.
Vielleicht ist dieser Umstand ja auch Tsugawa klar?
Antwort von:  Lady_Ocean
29.11.2018 13:33
Aber Yuki hatt Hosokawa nach diesem Event auch im Geiste noch nicht konsequent "Yuichi" genannt, denke ich. Zu Beginn des Kapitels war Yuki erst wieder bei "Hosokawa", erst hier im dritten Teil hat "Yuichi" wieder die Oberhand gewonnen. ^^

Ich denke, wenn es Yuki gelingen würde, Hosokawa oder MAJ bei einer wirklich wichtigen Sache zu unterstützen - bzw. aus einem Problem herauszuhelfen - dann wären die Lästermäuler und Skeptiker wahrscheinlich schnell still. Aber auch wenn Yuki ein gescheites Köpfchen ist und unter der Oberfläche ein gefährlicher Kämpfer schlummert, wird es mit seinem mangelnden Welt- und Fachwissen wohl noch dauern, bis er so einen Geniestreich bringen kann, schätze ich.

Dann ist es jetzt also Hiroto. ^^ Dass das Überwindung gekostet hat und sich bestimmt immer noch seltsam anfühlt, Frau Minagawa einmal umzubenennen, glaube ich dir aufs Wort. Das will man mit seinen Charakteren eigentlich echt nicht machen.

Ich nehme an, Tsugawa weiß genau, dass Hosokawa ihn nicht als Chef haben will. Ob er auch Hosokawas genaue Beweggründe kennt, weiß ich nicht genau. Aber er kennt Hosokawa schon sehr lang, also gut möglich, dass er eine Ahnung in der richtigen Richtung hat.