A Story of a young woman - Neue Wege von Kalay (- ~ - Der Herr der Ringe - ~-) ================================================================================ Kapitel 6: Neue Wege 1 Teil 06 ------------------------------ 5. Es wurde langsam Nacht, die Dunkelheit nahm nun Gestalt an und alle der Gemeinschaft des Ringes setzte sich erschöpft bei einem großem, leicht bewaldetem Felsvorsprung hin. Frodo und seine Freunde hatten einen harten Kampf mit einigen Orks hinter sich gehabt und das vor nicht all zu langer Zeit. Kalay, Gimli und Aragorn suchten ein wenig Holz oder trockenes Gras um ihren Freunden ein wärmendes Feuer zu geben. Die Hobbits waren allerdings kurz davor einzuschlafen, so fertig waren die kleinen Männer von ihrem Gefecht mit den Orks. Als die drei Feuerholzsammler wieder zurück waren, machte sich Gimli an das Lagerfeuer und Aragorn versorgte die Hobbits und Legolas, der von der Prinzessin unterstützt wurde. "Sie sind sehr müde..." seufzte der Waldläufer besorgt und verteilte noch etwas von ihrer Reiseration. Die junge Frau nickte zustimmend, sah aber in Aragorns Gesicht. "Ja, sie waren auch sehr tapfer..." "Ebenso wie ihr Kalay. Ohne euch wären Frodo und Legolas von den Orks getötet worden." unterbrach der Krieger und lächelte freundlich, worauf Kalay ein wenig verlegen wurde. "Das hätte jeder an meiner Stelle getan Aragorn. Ich bin nur froh, das niemanden etwas passiert ist..." "Das Feuer brennt nun! Alle die frieren, hier her zu mir!" forderte Gimli lachend auf, wobei sich Frodo und seine hobbitischen Freunde langsam und müde in Bewegung setzten, sich neben das Warme setzten und sofort einschliefen. Aragorn, Kalay, Gimli und Legolas grinsten, gesellten sich aber ebenfalls ans Feuer um nun sich auch zur Ruhe zu setzen. "Ich werde wieder über euch wachen..." "Gut Legolas mein Freund... Dann werde ich was schönes Träumen! Gute Nacht meine lieben!" meinte der Zwerg und legte sich ebenfalls hin. Aragorn war auch schon soweit, zu schlafen, doch er blickte fragend zu Kalay dessen Augen mit der Frage: "Wollt ihr nicht euch schlafen legen?" zu ihr sah, die nur ein Kopfschütteln zur Antwort gab. Einverstanden drehte sich der Waldläufer um, ehe er schnell in den Schlaf fiel. Seit Legolas sich bei der Prinzessin entschuldigt hatte, sprachen beide kaum ein Wort, sahen sich nicht einmal an und saßen nur vor dem Feuer gegenüber. Das einzige was in diesem Moment zu hören war, waren die leisen Atemgeräusche der schlafenden Freunde und das Knistern des Feuers, bis Kalay kaum merklich seufzte. "Legolas... ich hoffe, ihr seid mir nicht sauer..." "Weshalb sollte ich im Moment auf euch sauer sein? Ich habe auch ehrlich gesagt keinen Grund dazu. Wie kommt ihr darauf Prinzessin?" fragte der Elb, der recht freundlich wirkte, was die junge Frau verwunderte. "N... nun... ich dachte nur... Verzeiht... meine Aufdringlichkeit...." Fast flüsternd stammelte die Kriegerin ihre Entschuldigung von sich, die noch immer den Elbenprinzen anblickte, der lächelte. "Ihr seid nicht aufdringlich... Ich denke, wir sind alle ein wenig erschöpft vom Kampf, deshalb solltet ihr euch etwas ausruhen." sprach Legolas nur noch, lehnte sich zurück und starrte zum Himmel. Noch immer war das Mädchen verwundert. Kalay fühlte sich, wie im Erdboden angewurzelt und konnte sich kaum bewegen und ihr Herz raste. Je länger sie den jungen Elben ansah, desto mehr kribbelte ihr es in ihrem Bauch und so wärmer wurde es ihr. Dennoch stand die junge Frau auf, bewegte sich zu in die Nähe des Feuers und legte schon zu Boden. "Gute Nacht... Legolas..." flüsterte Kalay schüchtern, worauf der Elb zu ihr sah und lächelte. "Gute Nacht Prinzessin..." Er starrte wieder zum Himmel, den Bogen immer in seiner Nähe und schwieg. Ein glückliches Seufzen ertönte über die Lippen der Kriegerin, ehe sie ihre Augen schloß und auch schon schlief. Zwar wußte Kalay, das die momentane Freundlichkeit des Elbenprinzen vorübergehend war, aber sie gestand sich nun endgültig, das sich die junge Prinzessin in den stolzen Legolas verliebt hatte. Noch nie hatte der Elb sich so gefühlt. Dieses Gefühl zu schweben, als ob man auf Wolken gehe, diese Wärme die einen durchflutete und erst das Kribbeln in der Magengegend, wenn er nur in Kalays Augen sah. Noch immer war es verwirrend und unbekannt, was nicht einmal in diesem Moment seine Sorge war. Da war noch ein anderes Gefühl: Das schlechte Gewissen knabberte an ihm. Er fühlte sich wie ein Straftäter, der eine wehrlose und unschuldige, junge Frau geschändet hätte. Wenn seine Gewissensbisse nicht gewesen wären, so dachte sich Legolas, wäre es ihm sicher egal, wie sich die Prinzessin gefühlt hätte, geschweige denn ob sie traurig und am Boden zerstört wäre. Noch lange dachte der Bogenschütze nach, bis er wieder jemanden erwachen hörte und zu seinen Freunden blickte. Diesmal, allerdings, blieb sein Gesicht ernst, als er die Prinzessin erwachen sah und wendete seinen Blick wieder von Kalay. Lautlos und darauf bedacht, die Gefährten und Frodo nicht zu wecken, lief die Kriegerin zu Legolas, der wieder ein wenig grimmig dreinblickte. Ebenso leise setzte sich Kalay zu ihm, aber er würdigte ihr keines Blickes. Ein bißchen enttäuscht seufzte die junge Frau, die schon mit so einer Reaktion von dem Elben gerechnet hatte. Etliche Zeit der Stille zwischen ihnen verstrich, bis die Prinzessin ihren Bogen und Köh hervorholte, um nicht gar untätig herumzusitzen. Ihren Umhang legte Kalay ebenfalls ab, mit dem sie sich ihre Beine zudeckte, als ob sie fror. Dann begann die junge Bogenschützin ihren Bogen ein wenig zu polieren und des öfteren neu nach zu spannen. Beobachtet wurde Kalay aus den Augenwinkeln des Elben, der nicht auffallen wollte und erst jetzt durch das Mondlicht und ohne dem Umhang sah, wie schön die Prinzessin eigentlich war. Ihr rötliches Haar mußte fast unendlich lang sein, das sie sich nach oben gesteckt hatte und war eine schlanke, auch irgendwie leicht bleiche junge Frau, wie Legolas feststellte. Kalays Erscheinen aber erinnerte den jungen Bogenschützen dennoch stark an eine Elbe, so elegant und graziös bei jeder ihrer Bewegungen, ihre blauen Augen, die strahlten wie ein klarer See und erst ihr Wesen, so lieblich und dennoch stark. Doch Legolas erschrak über sich selbst, wollte seine Augen von ihr wenden, doch die Kriegerin fesselte ihn und zog den Elbenprinzen in ihren Bann. Ihm kam das Gefühl über, als er ihre Lippen erblickte, ihren Mund nur zu gern berühren und spürten zu wollen, wie sich alles in ihm wölbte, schon allein bei der Vorstellung, Kalays Lippen wahrnehmen zu wollen. Er schüttelte sich und starrte verlegen zu Boden, die vorherigen Gedanken aus seinem Gedächtnis gesperrt. Es war Legolas peinlich, so etwas nur annähernd zu denken, schließlich mochte er das Mädchen nicht, was er auch noch immer glaubte. Kalay ahnte nichts, von den durchdringenden Blicken des Elben und auch zärtlichen Gedanken ihr gegenüber, sondern war mit ihren Gefühlen beschäftigt, die sie seit Anfang dieser Reise verspürte. Trauer, Heimweh, Abenteuerlust und auch Liebe erfüllten ihr Herz, das Kalay noch mehr spürte, als sie es sonst in ihrem Leben tat. Woher diese Veränderung kam, das wußte sie. Allein die Anwesenheit von Legolas machte dies aus und die junge Frau hatte gemerkt, das sie sich in den elbischen Bogenschützen verliebt hatte. Sagen oder es Legolas zeigen, das hätte sie nie fertig gebracht und so schwieg die Prinzessin über ihre Gefühle, die sich nur in ihrem Kopf ausmalte, wie es wäre, mit dem Elben zusammen zu sein und ihn ganz nahe bei sich zu haben. So schwiegen beide und warteten, bis die Sonne aufging und es weiterging. Der nächste Morgen begann und ließ die Gemeinschaft des Ringes langsam von ihrem Schlaf erwachen. Frodo und seine hobbitischen Freunde waren die ersten, die allerdings auch gleich lächelnd von Kalay begrüßt wurden. "Guten Morgen meine Freunde... Sicher habt ihr Hunger... Setzt euch und eßt, wir haben noch einen weiten Weg vor uns." "Danke Kalay..." "Das werden wir tun!" antworteten der Träger des Rings und Samweis, die sich zusammen mit Pippin und Merry zu Legolas ans Feuer setzten. Die Prinzessin dagegen bewegte sich zu Aragorn, der noch schlief und Gimli, der eben erwachte. "Morgen wunderschöne Kalay!" grüßte der Zwerg schelmisch grinsend. Drohend und mit einem bezauberndem Lächeln im Gesicht zeigte die junge Frau ihren Bogen, was Gimli schon einschüchterte. "Geh lieber zu den Anderen und esse was mein Freund... Sonst fällst du noch vom Fleisch Gimli." zischte Kalay vom sich und schon stand Gimli auf. "Wie ihr wünscht Prinzessin... HEY!!! Ihr Hobbits! Laßt mir auch etwas!" Kopfschüttelnd und schmunzelnd sah die Kriegerin zu ihren Freunden, die noch recht vergnügt wirkten, was täuschte. Jeder machte sich Sorgen, ob sie es schaffen würden, den Ring zu vernichten, oder nicht. Es herrschte eben Krieg und schon allein das machte alle ein wenig traurig. Mit einem leisen seufzen begab sich nun Kalay zu dem schlafenden Waldläufer, kniete sich neben ihn und rüttelte leicht an ihm. Langsam machte der Anführer der Gefährten die Augen auf und lächelte grüßend die junge Frau und auch sie schenkte ihm ein Lächeln. Was das Mädchen nicht merkte, war den aufgebrachten und eifersüchtigen Blick des Elbenprinzen, der alles aus der Ferne beobachtete. Zähneknirschend funkelte Legolas zu der Prinzessin und hatte eine unvorstellbare Wut auf Aragorn, ohne den Grund überhaupt zu kennen. Es machte ihn rasend, wie liebevoll der Krieger von Kalay geweckt wurde und es störte ihn auch, bis er aus seinen Gedanken gerissen wurde. "Legolas? Alles in Ordnung?" fragte Frodo besorgt und setzte sich zu seinem Freund. Für einen Moment blinzelte der Elb verwirrt und sah in Frodos Augen. "W... wie? Was? Ja, alles in Ordnung. Keinen Grund zur Sorge mein Freund..." "Weshalb habt ihr Aragorn und Kalay so wütend angesehen?" unterbrach der Hobbit gleich und wendete seinen Blick nicht von den Augen es Elbenprinzen, der nervös zu sein schien. Zu Anfang fielen ihm die Worte, bis er seufzte und ein ernstes Gesicht machte. "Ich habe nur die Prinzessin wütend angesehen..." "Und weshalb?" Der kleine Mann gab nicht nach und versuchte ein wenig mehr aus Legolas heraus zu bekommen, dessen Fingerspitzen etwas zitterten. "Ist Aragorn nicht mit Arwen zusammen? Außerdem... ist mir die Prinzessin nicht geheuer, immerhin ist sie oft bei Aragorn und ich habe so langsam das Gefühl, sie ist in ihn verliebt." sprach der Elb und schnaufte wütend. "Legolas... seid ihr etwa eifersüchtig?" Wieder starrte der Elbenprinz Frodo entsetzt an und wurde ganz unruhig. "NEIN! Auf gar keinen Fall! Ich finde es nur ungeheuerlich, wie die Prinzessin die Beziehung von Arwen und Aragorn versucht zu zerstören." rechtfertigte sich Legolas und sah von dem Hobbit weg, der lächelte. "So? Nun, ich versichere dir mein Freund, Aragorn bleibt seiner Arwen treu und Kalay ist zu sehr mit unserer Reise zum Schicksalsberg beschäftigt, das sie ihn nicht liebt." Kurz nickte Legolas beruhigt, bis der Ringträger nun wieder zu seinen streitenden Freunden ging und sich setzte. Der Elbenprinz allerdings fühlte sich noch immer so, wie er zu Anfang zu Aragorn und dem Mädchen sah. Auch jetzt, wo sie sich zusammen zu ihnen ans Feuer begaben, hatte Legolas Zorn dem Krieger gegenüber. "Ihr schlaft aber nicht sehr lange und viel Kalay..." entgegnete Aragorn besorgt auf dem Weg zu den anderen Gefährten und Frodo, der auch in Kalays Gesicht blickte. Seufzend und auch etwas betrübt nickte die junge Frau. "Ja, aber das hat erst vor einem halben Jahr angefangen und dennoch bin ich ausgeschlafen Aragorn... Kommt, laßt uns zu den anderen setzten. Wir haben heute noch einen weiten und anstrengenden Weg vor uns." antwortete Kalay, die dem Krieger nicht weiter antworten wollte. Einverstanden nickte Aragorn und lächelte, ehe sich die beiden setzten und mit den anderen sich mit unterhielten. Nur Legolas schwieg und starrte mit wütendem Gesichtsausdruck zu Aragorn. Kaum eine Stunde verging, ehe die Gemeinschaft des Ringes ihre Sachen packte und ihr Lager auflösten, um weiter das Gebirge zu erklimmen. Voran stiegen Legolas, Gimli und der Waldläufer, die von der Prinzessin und den vier Hobbits gefolgt wurden. Aragorn unterhielt sich mit dem Zwerg, bis der Mann zu Legolas blickte, der noch recht erbost dreinblickte. "Legolas... ist alles in Ordnung?" erkundigte sich Aragorn. Kurz blieb der Elb stehen und sah zu seinen beiden Freunden, dann nach unten zu Kalay und den anderen, die sich nach oben bemühten, bevor er antwortete. "Es ist nichts Aragorn... Ich mache mir um euch Sorgen, das ihr Arwens Herz brechen könntet durch die Prinzessin..." Überrascht starrte der Krieger in Gimlis Gesicht, bis beide lachten und weiter kletterten. "Glaubst du etwa, Aragorn würde Arwen das Herz brechen? Legolas, ich bitte euch mein Freund, Kalay und Aragorn haben nicht das geringste Interesse aneinander." sprach der Zwerg kichernd und starrte dennoch mit ernsten Augen in das Gesicht des Elbenprinzen. "Was ist daran so belustigend? Ich meinte das ernst meine Herren!" brummelte Legolas verärgert und wollte weiter gehen, doch Aragorn legte seine Hand auf dessen Schulter. "Legolas... es ist schon in Ordnung. Weißt du, Kalay hat keine Familie mehr und nun sieht sie uns alle als ihre neue Familie an." Während die drei immer höher den bewaldeten Bergabschnitt gingen, dachte der Elb über die Worte von Aragorn nach, bis er zustimmend nickte. "Ja... Ihr habt vielleicht recht Aragorn..." "Nun mal was anderes Freunde!! Mich würde schon einmal interessieren Aragorn, wie ihr bei Arwen gemerkt habt, das ihr sie liebt?" unterbrach Gimli grinsend und auch der Gefragte lächelte. Aufmerksam lauschte auch Legolas, der gelegentlich zu den Hobbits und Kalay sah, die den kleinen Männern half. "Nun, ich hatte es gemerkt, als ich in ihr wunderschönes Gesicht blickte, ihre Schönheit mich regelrecht fesselte und ich so gern ihre Lippen spüren wollte. Besonders wunderbar waren die Gefühle und Sinne, die meinen ganzen Körper, auch heute noch, wenn ich Arwen sehe, berühre, beflügeln." Gimli seufzte, der ein wenig ernst wirkte. "Ach, Liebe ist was wunderbares mein Freund..." "Wie wahr Gimli, aber laßt uns nicht damit aufhalten, sonst kehren wir vielleicht nicht rechtzeitig zurück." meinte Aragorn etwas geknickt und kletterte weiter. Der Elb allerdings wurde wieder, während des erklimmen des Berges, nachdenklich, als der Waldläufer seine Gefühle für Arwen beschrieb. Hatte er nicht das selbe vorhin gespürt oder täuschte er sich da nur? Legolas wußte es nicht, aber dennoch war es so verwirrend, das der Elbenprinz versuchte all seine Gedanken aus dem Gedächtnis zu streichen. Steine kullerten, als Frodo und seine hobbitischen Freunde versuchten über die riesigen Wurzeln und Felsen zu kommen, die ihnen die Reise erschwerte. Doch zum Glück war Kalay für die Hobbits da, die ihnen immer über diese Hindernisse half und auch mit den Vieren kurze Pausen einlegte. "Kalay... Nur gut... puh... das wir euch dabei haben..." stöhnte Merry erschöpft und ließ sich von dem Mädchen auf den nächsten Felsvorsprung hieven. Freudig lächelte die Prinzessin und reichte auch Frodo, Sam und Pippin ihre Hand um sie hoch zu ziehen. "Ich bin froh, das ich überhaupt zu etwas gut bin..." "Wieso sagt ihr das? Ohne euch würden wir alle nicht sehr weit kommen und ihr habt mein und Legolas' Leben gerettet, als die Orks uns angegriffen hatten." unterbrach der Ringträger und blickte einige Zeit in die Augen von Kalay, die verwundert wirkte. "Ja, Herr Frodo hat Recht." "Wir haben euch bis jetzt schon viel zu verdanken... Ihr seid wirklich eine wunderbare junge Frau..." stimmten Samweis und Pippin zu, die weiter mit dem Mädchen den nächsten Abschnitt gestiegen. Verlegen und dankend schmunzelte Kalay. "Habt vielen Dank Freunde. Ich weiß eure Komplimente und euer Lob zu schätzen." gab die Kriegerin nur noch kleinlaut von sich, bis sie Frodo auffing, der fast nach hinten gefallen wäre. Etliche Zeit verstrich, als Prinzessin Kalay und die vier Hobbits auf dem nächsten Gebirgsabschnitt standen und ein donnerndes und sehr bekanntes Geräusch ertönte. Auch Legolas, Aragorn und der Zwerg hörten dies. Die drei Kämpfer erschraken, die den Aufschrei der jungen Frau erkannte, die die Hobbits vor einigen Orks verteidigte. Sofort rannten Legolas und seine beiden Begleiter zu den Fünf, stürzten sich auf die feindlichen Wesen und töteten diese. Aber es wurden wieder immer mehr dieser totaussehenden Kreaturen, die sich mit Schwertern und alten Äxten verteidigten. Kalay schoß etliche Pfeile so schnell ab wie das Licht, schützte ihre Freunde, die Hinterrücks angegriffen wurden und blieb immer nahe an Frodo, der mit seinem Schwert Stich wieder und wieder etliche Orks verwundete. Die anderen Hobbits versuchten mit der Prinzessin den Ringträger zu verteidigten, doch sie drehten sich erschrocken um, als Kalay laut aufzischte und einen Ork, der sie von hinten angriff, wegstieß. Das Ende dieses Wesens kam schnell, als das Mädchen ihren Bogen spannte und einen Pfeil direkt in dessen Herz traf. Die restlichen Orks, die noch kämpften, wurden von Aragorn und den Elben erledigt. Ein harter Kampf ging wieder zu Ende und alle sammelten sich. "Seid ihr alle in Ordnung Freunde?" erkundigte sich Gimli schnaufend, der in die Runde sah. Alle nickten. "Dann sollten wir so schnell wie möglich weiter, sonst greifen sie wieder an..." "Ja, machen wir das Legolas... Also Freunde, auf geht's!" Kaum hatte Aragorn alle aufgefordert weiter zu gehen, so setzten sich alle schon in Bewegung. Voran kletterten wieder der Waldläufer, Gimli und Legolas, die von den restlichen Gefährten gefolgt wurden. Nur, die Prinzessin ging langsamer als vorhin, was Frodo und seinen Freunden beunruhigte. "Kalay... Stimmt etwas nicht?" fragte Meriadoc und legte vorsichtig eine Hand auf die Schulter des Mädchens, das Schweißperlen auf der Stirn hatte. Mit Schmerz verzogenem Gesicht schüttelte Kalay ihren Kopf. "Mir geht es gut... macht euch keine Sorgen... Kommt, wir müssen weiter..." keuchte die junge Frau und ging nur schwerfällig weiter. Die Sorge wuchs in den kleinen Männern, die nur noch sahen, wie die Prinzessin sich an der Seite hielt und dort scheinbar starke Wunde haben mußte, kletterten aber dennoch weiter. Aragorn blickte sich öfters, solange er kletterte, um. Oft erkannte er die Hobbits und Kalay durch die Bäume nicht, die dicht auf dem Gebirgsstück wuchsen und es machte ihn Sorgen, wie langsam die Prinzessin voran ging. Aber auch Gimli achtete auf das Mädchen. "Ich weiß nicht Freunde, aber irgend etwas ist mit der Kleinen nicht in Ordnung..." "Da stimme ich dir zu Gimli. Was meinst du Legolas?" Beide Krieger starrten zu den Elbenprinzen, dessen Miene recht aggressiv wirkte. "Es ist mir egal... Laßt uns weiter gehen, bevor uns die Orks wieder angreifen!" sagte Legolas und ging weiter. Entsetzt und auch ein wenig wütend schüttelten Aragorn und der Zwerg ihre Köpfe und kletterten weiter. Sie hofften nur, das Kalay beim Kampf nichts ernstes geschehen war, was auch der Elb sich in seinem Kopf sagte. Der nächste Fels. Das Mädchen war wieder die erste, die darüber kletterte und dann ihre kleinen Freunde zu sich hochzog. Peregrin wollte als erster gehen, aber sein Blick fiel sofort auf einen roten Fleck auf den Stein, der scheinbar von Kalay stammte und zeigte das Blut seinen Freunden, die hinter ihm standen. "Kalay... seid ihr sicher, das ihr nicht verletzt seid?" wollte Sam wissen, der den anderen zu Kalay hoch half. "Ja... es... ist nichts..." hauchte es von ihren Lippen und hob als letztes Samweis zu sich. Einige Schritte weiter standen die Hobbits vor dem nächsten Fels und Pippin wollte sich zu der junge Frau umdrehen, der nur noch sah, wie die junge Kriegerin zusammen sackte und vor Schmerz keuchte. Auch Frodo, Sam und Merry hatten dies mitbekommen. Frodo schrie nur noch nach den drei Vorderläufern. "ARAGORN!!! GIMLI, LEGOLAS!!! KOMMT BITTE SCHNELL!!! KALAY IST VERWUNDET!!!" Der Waldläufer, Gimli und Legolas drehten sich um, blickten nach unten, die das Mädchen auf den Boden liegend vorfanden und rutschten den Hang nach unten zu den vier besorgten Hobbits. Aragorn war schneller bei Prinzessin Kalay angelangt und stützte diese in seinen Armen. "Kalay, alles in Ordnung? Was fehlt euch?" erkundigte sich Gimli, der näher kam. Vorsichtig drückte die junge Frau ihre rechte Hand, an ihre Hüfte und erblickte ihre blutrot gefärbte Handfläche an. Erschrocken sahen alle auf ihre Hand. "Wie konnte das passieren Kalay? Ihr habt doch ein Mithril - Kettenhemd..." "Es... es... war an dieser stelle locker.... als ich mich drehte... mußte wohl... mein Hemd gerutscht sein... da konnte... der Ork mich eher angreifen..." unterbrach die Kriegerin Frodo zischend. Alle schwiegen und überlegten, was sie tun sollten und es war nur ein Rauschen zu hören. Kalay kam ein Gedankenblitz. "Aragorn... Ich höre einen kleinen Bach... ich werde ... meine Wunde dort schnell versorgen..." schlug die junge Frau vor, die auch schon aufstehen wollte. Der Waldläufer und die anderen nickten, bis auf Legolas, der entsetzt dreinsah. "Geht nur... bewegt euch aber nicht zu sehr, sonst wird eure Wunde größer..." Kaum hatte Gimli dies gesagt, war Kalay auch schon langsam und humpelnd um den nächsten Baum in Richtung Bach verschwunden. In der Zwischenzeit wollten sich alle setzen, was den Elbenprinzen gar nicht gefiel. "Wir müssen weiter! Wir können nicht hier herum sitzen...!" "Legolas! Es reicht! Kalay ist verwundet, wir können froh sein, das sie überhaupt solange durchgehalten hat!" unterbrach Aragorn verärgert und seufzte. Doch der wütende Blick des Elben wich nicht von seinem Gesicht. "Wir müssen weiter Aragorn und nun sagt ihr, das wir weiter ziehen müssen!" brüllte Legolas, doch alle blickten den Elbenprinzen entgeistert an. Seid Kalay zu ihnen gestoßen war, herrschte Feindseligkeit zwischen ihm und der Prinzessin, doch verstehen konnten Frodo und die Gefährten es nicht. Was mochte Legolas nur nicht an ihr? Immerhin, so nach der Meinung der Gefährten, war die junge Frau eine liebenswerte und sehr stolze und mutige Kriegerin, die sie sehr mochten. Gimlis Augen funkelten schon wütend, der sich auf den Elben stürzen wollte, doch Aragorn hielt den Zwerg auf. "Laß Gimli... Gut Legolas... aber ihr sagt Kalay, das wir gehen werden." Legolas' Gesicht verblaßte noch mehr, als es schon war und starrte verwirrt in die Runde, bis er sich wieder faßte und seufzte. "Gut, das werde ich!!" zischte der elbische Bogenschütze von sich und ging in die Richtung, in der das Mädchen gegangen war. "Aragorn, meint ihr, es war eine gute Idee, ihn zu Kalay gehen zu lassen?" wollte Frodo wissen, der betrübt mit seinen Freunden dreinblickte. Doch zur Verwunderung der Gefährten und des Ringträgers nickte Aragorn. Nun warteten sie, bis ihre Bogenschützen zurückkehrten. Zu Anfang lief der Elb schnell durch das Dickicht und ging dem Geräusch des Wassers nach, doch je näher er dem Bach kam, um so langsamer wurden seine Schritte. Wieso das wußte der Elb nicht, doch es machte ihn irgendwie nervös, wenn er nur daran dachte, mit ihr alleine am Wasser zu sein. Irgendwann kam Legolas an diesen kleinen Fluß an, sah aber keine Prinzessin. Erneut ließ er seine Blicke am Bachufer entlang schweifen, bis der Elbenprinz erschrocken auf Gürtel, Umhang, Bogenschützerrobe und dem elbischen Kettenhemd starrte, die scheinbar Kalay gehörten. Als Legolas auch noch seinen Kopf vom Boden erhob und den nackten Rücken der junge Kriegerin erkannte, versteckte er sich mit feuerrotem Kopf hinter einem Baum und rührte sich nicht, so, als ob der Elb wie zu Eis erstarrt war. Kalay fuhr zusammen, als sie im Gebüsch hinter sich etwas rascheln hörte und drehte sich um, bedeckte dabei mit ihren Armen ihre Blöße. Die Augen der jungen Kriegerin huschten ängstlich hin und her. "Wer ist da? Zeigt euch, wer auch immer hier ist!" rief das Mädchen und schwieg. Als sie dann immer noch nichts hörte wusch Kalay sich weiter ihre Wunde aus. Das Herz von Legolas raste, er fühlte sich, als würde sein Blut kochen und es wurde ihm auf einmal unerträglich heiß. Alles um den Elbenprinzen drehte sich, sein Atem wurde schwer und auf seiner fast weißen Haut kribbelte es. Er schloß die Augen, versuchte nur das Schwarz zu sehen, das ihm seine Lider wiedergaben, doch dann tauchte auch hier das Bild von Kalay wieder auf, mit ihrer Schönheit und ihren wunderbar schlanken, wohlgeformten Körper. Das Schlimme für den Elben war nur, das ihm dieses Bild auch gefiel und er sich ziemlich erregt fühlte, bis er seine Augen aufriß und sich heftig schüttelte. Verwirrt und beschämt stand Legolas lautlos auf und hastete zurück zu seinen Freunden, die ihn fragend anstarrten, als er wortlos sich zu ihnen gesellte. "Habt ihr..." "Nein... ich habe es ihr nicht gesagt..." unterbrach der Elb heiser und versuchte sein verlegenes Gesicht vor seinen Freunden zu verbergen, was ihm scheinbar auch gelang. "Stimmte etwas nicht Legolas? Ihr tut ja gerade so, als hättet ihr etwas verbotenes und unsittliches getan!" kommentierte Gimli lachend, doch der Elb wurde immer röter im Gesicht. Aragorn merkte als einziger, was mit dem Elbenprinzen war, die anderen dagegen zuckten nur mit den Achseln. Innerlich belustigte es den Erben Isildurs, was Legolas widerfahren war und versuchte angestrengt sich ein Lächeln zu verkneifen. Gimli, die Hobbits und Aragorn schwiegen wieder, ließen Legolas einfach in Ruhe, der noch immer eingeschüchtert wirkte, als Kalay wieder kam und die Schmerzen bei ihr größtenteils vorbei waren. "Wir können weiter. Verzeiht, wenn ich euch aufhalte meine Freunde..." "Nein schon in Ordnung Kalay. Also, wir können jetzt los Freunde!" forderte der Waldläufer alle auf, die auch schon losliefen, der Elb an vorderster Front zusammen mit Aragorn. Gimli und die Hobbits allerdings blieben bei der Kriegerin, falls ihre Wunde wieder blutete. Etliche Zeit schwiegen Aragorn und der Elb, die nebeneinander den bergigen Abschnitt entlang gingen. Irgendwann räusperte sich der Waldläufer, um ein Gespräch anzufangen. "Was ist los Legolas? Sonst bist du auch nicht so aufgelöst nach so einem Scherz von Gimli und es muß etwas ungewöhnliches passiert sein, wenn du deinem Freund nicht Kontra gibst. Also, dann sage mir, was dich so verwirrt hat?" Verstört und noch recht schüchtern starrte der Elbenprinz zu Aragorn, der an ihm vorbei kletterte. "Nun... ich... ich... bin... bin... ich kann es dir nicht sagen Aragorn... Es ist schon verwirrend genug und außerdem schäme ich mich nur noch mehr." flüsterte Legolas kleinlaut, ging ebenfalls weiter die Felsen nach oben. Kopfschüttelnd lächelte der Krieger, klopfte kurz mit seiner einen Hand auf die Schulter des Elben und seufzte gleichzeitig. "Ach Legolas... Ich sage dir etwas und denke bitte darüber nach. Dein Herz ist erwärmt und gefangen zu gleich... Ich denke, dass du verstehst was ich meine." Der fragende Blick von dem Bogenschützen amüsierte Aragorn, der allerdings ratlos schnaufte. "Komm, laß uns weiter gehen." forderte der Waldläufer Legolas auf, der nachdenklich den Weg mit fortsetzte. Es war noch mitten am Tag und dennoch hatten sie seit dem Morgen eine große Strecke zurück gelegt. In diesen Moment schossen den Elben einiges durch seinen Kopf, verwirrte und verzweifelte ihn. Was meinte Aragorn, sein Herz ist erwärmt und gefangen zu gleich? Außerdem, welchen Zusammenhang hatte dies? Das Schlimme bei Legolas' Gedanken waren nur das Bild von Kalay, das ihm wieder in den Sinn kam und den Elbenprinzen wieder verlegen werden ließ. Aragorn dagegen wußte, das Legolas die schönen und weiblichen Vorzüge von der Prinzessin gesehen haben muß. Sonst wäre der Elb sicher nicht so aufgelöst und angeregt zu gleich. Es würde den Waldläufer auch nicht wundern, wenn Legolas anfing Interesse und Liebe für das Mädchen entgegen bringen. Nach und nach, Stunde um Stunde, schon auf den Abend zu, ging es Kalay besser und die Schmerzen waren wie weggeblasen, was die Hobbits und Gimli merkten. "Kalay, geht es euch besser?" fragte Pippin, der die Prinzessin beobachtete, die ihre Wunde noch einmal untersuchte. Lächelnd nickte sie und zeigte schnell einen kleinen Ansatz. Staunend das die Wunde schon verschwunden war, freuten sich die fünf kleinen Männer. "Eure Wunden verheilen schnell meine Liebe..." entgegnete der Zwerg lachend, der beim erklimmen eines Felsens Hilfe von Kalay bekam. "Ja Gimli, aber das hatte ich schon seit einigen Jahren so... Merry!!! Vorsicht!" Der gewarnte Hobbit fiel fast von diesem riesigen Stein, wenn die junge Frau nicht schnell genug reagiert hätte und Merry auffing. Erleichtert atmete der kleine Mann auf, ebenso wie seine Freunde. "Puh, das war knapp. Danke Kalay!" "Gern geschehen. Ich hatte nur Angst, das du fällst. Kommt, wir haben noch ein ganzes Stück vor uns!" forderte die Kriegerin fröhlich auf, die auch schon zum nächsten Abschnitt hinaufstieg. Die Hobbits und Gimli waren froh, so ein aufrichtiges und mutiges Mädchen bei sich zu haben, bis der Zwerg grinsend zusammen zuckte. "Alles in Ordnung Gimli?" wollte Sam wissen. "Ja, ja Freunde... Ich werde voraus gehen, zu Legolas und Aragorn..." "Tut das Gimli." stimmte Frodo zu, der gerade eine hilfreiche Hand von der Prinzessin angeboten bekam, die er dankend annahm. Hastig wanderte der Zwerg nach oben zu den beiden Vordermännern, die schnell mitbekamen, das Gimli versuchte sie einzuholen und deshalb auf ihn warteten. "Oh... danke Freunde..." "Wie geht es Kalay?" erkundigte sich Aragorn sofort und der Elbenprinz reichte seine Schulter, auf der sich der Zwerg stützen sollte, während er aus schnaufte. "Ihr geht es wieder gut Aragorn. Das komische war nur, das ihre Wunde, die so tief war, scheinbar verschwunden ist." Staunend starrten sich Legolas und der Waldläufer an. Zusammen kletterten die Drei weiter, doch es machte die drei nachdenklich, was die Situation von Kalay betraf. "Es ist seltsam..." "Hängt es vielleicht mit ihrer Familie zusammen?" fragte Gimli, der in die besorgten Gesichter beider Kämpfer sah. Doch Aragorn schüttelte seinen Kopf. "Ich weiß es nicht. Schon möglich. Sie weiß eben nichts von ihrer Mutter, das ist ja das Dumme an der Sache... Ich werde mal schnell nach ihr sehen..." Kaum hatte Aragorn dies gesagt, schon war er unten, bei den Hobbits und der jungen Frau angelangt. Gimli dagegen schmunzelte schadenfroh. "So, nun zu euch mein Freund... Was war denn so am Bach vorgefallen?" spitzelte der Zwerg und starrte zu den verlegenen und wütend dreinblickenden Elben. "Es war nichts! Wieso glaubt ihr alle, das etwas..." "Nun könnte ja sein, das ihr, lieber Legolas unsere kleine Kriegerin gesehen habt, wie sie, nun, wie soll ich sagen, nicht stark bekleidet war?" Die Worte von Gimli waren wie Fausthiebe ins Gesicht, als Legolas dies hörte und sofort errötete. Doch der Zwerg lachte laut auf. "Ha! Ihr habt die Prinzessin also nackt..." "Sie war nicht nackt... Herr Gimli! Jetzt laßt mich in Ruhe, sonst sehe ich mich gezwungen, euch mit meinen Bogen und einem Pfeil zu erschießen!" drohte der Elbenprinz verlegen. Gimli dagegen gab nicht auf, neckte und ärgerte Legolas während der ganzen Kletterei. Der Elbenprinz wußte nur nicht, wie lange er diese Pein noch ertragen könnte. "... Und ihr wißt wirklich nichts über eure oder die eurer Mutter, die Herkunft, Kalay?" Wieder nickte das Mädchen und die Hobbits seufzten genervt von der Fragerei des Waldläufers. "Aragorn, laßt doch Prinzessin Kalay. Ob seltsam oder nicht, wir sollten froh sein, das die Wunde überhaupt geheilt ist." entgegnete Frodo, worauf seine hobbitischen Freunde heftig nickten. "Gut ihr habt recht..." "JETZT LASST MICH IN RUHE!!!" Kalay, Aragorn und die Hobbits zuckten erschrocken zusammen, als sie den vor Wut brüllenden Legolas hörten und blickten nach oben. Ein Schmunzeln konnten sich die Sechs allerdings nicht verkneifen, die den lachenden Gimli erblickten und einen beleidigten Elben von dannen ziehen sahen. "Oh je, ich sollte wieder zu unseren beiden Streithähnen gehen, sonst bestückt Legolas unseren Freund noch mit Pfeilen." Alle kicherten und Aragorn ging dann somit auch schon zu den beiden, um den Streit zu schlichten. Die junge Frau blickte schnell in die erschöpften Gesichter der Hobbits, die seufzten und sie schenkte den kleinen Männern ein aufmunterndes Lächeln. "Haltet durch. Es wird bald Nacht und könnt euch dann ausruhen meine Freunde." Einverstanden und neu motiviert kletterten Frodo, Pippin, Merry und Samweis schweren Herzens weiter, die noch immer Hilfe von Kalay erhielten. Viel Zeit war nicht vergangen, als die Nacht hereinbrach und die Gefährten ihr Lager aufschlugen. Gimli und Aragorn machten Feuer, die Hobbits und der Rest der Truppe wurde von Kalay versorgt. Fast alle waren müde, bis auf den Elben, der schon von Natur aus nie schlief. Irgendwann, bei ihrer Unterhaltung gähnte die Prinzessin und Aragorn lachte. "Oh, ihr seid müde? Ich denke, wir sollten schlafen. Gute Nacht meine Freunde, Legolas..." "Ja, habt alle eine gute Nacht." meinte der Elbenprinz zu allen, setzte sich ans Feuer und wachte nun über seine schlafenden Freunde. Es dauerte auch nicht lange, da waren Frodo und die Gefährten eingeschlafen. Legolas wurde wieder nachdenklich. Gedanken, die seine Gefühle und mit sich selbst betrafen, ebenso wie die Worte des Waldläufers. Irgendwann schweifte sein Blick zu der lieblich schlafenden Kalay, die er im Schlaf ebenso so wunderschön fand, wie vorhin. Der Elb merkte, wie er an die Fiktion des Mädchens dachte und diesmal nicht errötete. Ein Geistesblitz kam ihm und Legolas wußte nun, was Aragorn meinte: Kalay hatte sein Herz erwärmt und es ihm gestohlen. Er fühlte sich eigentlich schon zu Anfang zu ihr hingezogen und der Elbenprinz erkannte, das er sich in die junge Frau verliebt hatte. Noch fast eine Ewigkeit starrte er in das Gesicht des Mädchens und wünschte sich, ihr nahe sein zu wollen, sie zu küssen und ihr seine Liebe zu zeigen. Tief in seinem Innersten aber wußte er, das Elben und Menschen nicht zusammen sein dürfen, um ihre Völker nicht zu vermischen. Es machte Legolas fast wahnsinnig, so denken zu müssen und glaubte aber auch, das Kalay, ihn nie lieben oder vertrauen möge, schon allein, weil er von Anfang an zu grob zu ihr war. Seufzend und voller Traurigkeit starrte er zum Himmel und versuchte dadurch, die Schmerzen seines Herzens zu lindern. Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)