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Sonderausstellung: MANGAMANIA Mangamania - Große Augen garantiert, Bericht, Manga

Autor:  halfJack

Bis zum 28. 10. 2018 findet auf Schloss Augustusburg noch die Sonderausstellung MangaMania statt, die sich dem Thema Manga und Anime widmet, aber auch Cosplay, Vocaloid, Videospiele und alles behandelt, was den vermeintlichen "Otaku" an der japanischen Jugendkultur so fesselt.
Ich habe die Ausstellung im letzten Jahr besucht und ging davon aus, sie sei schon längst beendet. Allerdings wurde sie aufgrund guter Resonanz bis zum Ende dieses Monats verlängert. Im Folgenden werde ich einige Informationen bündeln und mich aus persönlicher Sicht dazu äußern. Vielleicht sind ein paar Leute, die bislang noch nicht davon gehört haben, an einem Besuch interessiert, bevor die Ausstellung ihre Pforten schließt.

Sonderausstellung MANGAMANIA
13. April 2017 bis 28. Oktober 2018

Schloss 1, 09573 Augustusburg (bei Chemnitz)

Öffnungszeiten
April bis Oktober:
täglich 9:30 Uhr - 18:00 Uhr

Eintrittspreise
Erwachsene: 8,00 €
Ermäßigt: 6,00 €
Familienticket: 21,00 €
 
MANGA-Mittwoch
Jeden Mittwoch erhalten alle Besucher ermäßigten Eintritt in die Sonderausstellung

FAN-TICKET: 13,00 €
Eintritt inkl. original japanischer Limonade und einer Überraschungs-Manga-Mystery-Figur

COSPLAY-TICKET: 5,00 €
Alle Cosplayer kommen zum Spezialpreis in die Sonderausstellung
 

Was wird geboten?
Positives und Negatives

Zuerst einmal bin ich immer positiv überrascht, wenn solch einem Thema wie der Mangaszene ein seriöser Rahmen gegeben wird. Eine derartige Ausstellung erwartet man vielleicht in Großstädten, wo viel junges Publikum vorhanden ist und ohnehin schon ein Bezug zur japanischen Kultur besteht, wie etwa in Düsseldorf. Man erwartet es wahrscheinlich weniger in den Gewölben eines Schlosses in relativ dünn besiedeltem Gebiet. Ich zolle daher den Initiatoren meinen Respekt, dass sie sich hierfür entschieden haben und das noch immer vorurteilsbelastete Thema auf vielschichtige Weise zu behandeln versuchten.

Gleich zu Beginn geben sie Cosplayern die Chance, vergünstigten Eintritt zu zahlen. Übrigens ist die Handhabe hier sehr kulant. Ich zum Beispiel bekam ebenfalls ein Cosplay-Ticket, obwohl ich gar kein Cosplay anhatte und bloß etwas ausgefallener gekleidet war.

Geordnet ist die Ausstellung in der ersten Hälfte relativ chronologisch. Man nähert sich dem Thema auf historische Weise. Erfunden haben Japaner den Comic natürlich nicht, aber ihre eigene Interpretation des Mediums wird in der Ausstellung bereits mit der Entwicklung des Farbholzschnitts während der Edo-Zeit (1603 - 1868) aufgegriffen. Auch Genre-Unterschiede und deren Vorreiter werden angeschnitten, wie etwa die Entstehung des Shojo-Mangas mit den klassischen großen Augen. Hier trifft man sogar auf BL-Magazine, wobei diese allerdings nicht näher erklärt werden. Dieser erste Teil ist eher informativ als interaktiv. Einige Texte, einige Bilder in recht leeren Räumen. Natürlich bliebe die Frage, wie man es anders hätte machen sollen, wenn es nun mal um Text und Bild geht.
Die chronologische Herangehensweise fand ich in den Grundzügen sehr gut und hätte ich genauso vorgenommen. Aber mir war das in den Räumen etwas zu wenig. Verschiedene Strömungen der gesamten Entwicklung wurden zu sehr vereinfacht oder komplett weggelassen. Die Gewichtung einzelner Punkte hätte ich teilweise anders vorgenommen und zudem ein paar bekanntere Künstler gewählt. Anstatt sich auf die historische Darstellung zu beschränken, stößt man immer wieder auf meines Erachtens unwichtige Künstler, von deren Serien die Handlung kurz zusammengefasst wird. Würde es sich um wirklich bedeutende Manga handeln, die das gesamte Medium prägten, hätte ich nichts dagegen. Beispielsweise hat man gut den Einfluss von Osamu Tezuka herausgearbeitet. Doch auf einige Mangaka und Serien hätte man schlichtweg verzichten sollen, weil sie keine Rolle spielen. Mir jedenfalls sagten die überhaupt nichts und ich möchte behaupten, dass ich mich auf dem Gebiet recht gut auskenne.

Ein bisschen ungünstig ist die Einbeziehung vom deutschen Manga, wie ich finde. Man hat sich hier fast ausschließlich auf eine einzelne Zeichnerin beschränkt. (Leider erinnere ich mich nicht mehr daran, welche deutsche Künstlerin genau das war, aber das ist vielleicht auch gut so, da ich hier nur eine allgemeine Kritik formulieren möchte.) Das fiel nach meinem Geschmack etwas aus der Ordnung, weil es nicht in die Chronologie passte. Außerdem hat diese besagte deutsche Künstlerin ihre Originalwerke für die Ausstellung zur Verfügung gestellt; sie waren dementsprechend überall, mal hier, mal dort, zu finden. Sicherlich steckte dahinter keine Absicht, aber es war inkonsistent platziert und wirkte auf mich wie Werbung. Das hätte ich anders eingebunden. Ein Raum zu Beginn war ohnehin fast ausschließlich dem deutschen Manga gewidmet, darum hätte ich diesen Raum ans Ende der Chronologie gesetzt und einen Blick über den Tellerrand gewährt.
Zum Beispiel: Eine kurze Darstellung zum Comic an sich mit den französischen Vorreitern, dann die Übernahme und Entwicklung in den USA. Hier hätte man kurz den Comics Code und die Zensur aufgreifen können, um zu erklären, warum amerikanische Comics eher an Kinder gerichtet sind und sich meist um Superhelden drehen. Ein knapper Schwenk auf Disney und auf die andere Seite zur Satire des MAD Magazin. Natürlich geht es um Manga, aber was den japanischen Comic ausmacht und ihn von den europäischen und amerikanischen Comics unterscheidet, kann man nur auf die Weise verstehen. Umgekehrt nimmt der Manga Einfluss auf die derzeitigen Comics in Ostasien, Europa etc. Neben dem deutschen "Manga" (also Comics, die dem japanischen Vorbild ähneln) hätte man hier noch kurz auf chinesische Manhuas und koreanische Manhwas eingehen sollen. Mit diesem einen Raum wäre es dann auch schon getan, anstatt überall ein paar Bilder einer deutschen Mangaka zu verteilen und den Rest fast komplett zu ignorieren.

Nun noch ein Wort zu den Definitionen. Die wichtigsten Begriffe werden zwar erklärt, sodass es auch ein Laie verstehen kann, aber das geschieht nicht an jeder Stelle. Ich selbst habe zwar keine Schwierigkeit damit, aber aus den Augen einer Person betrachtet, meinetwegen der Oma, die in die Ausstellung geht, um das Hobby ihrer Enkelin zu verstehen, da ist die Informationsfülle doch etwas zu dicht und die Bezeichnungen könnten überfordern. Ich würde mir daher so etwas wie einen Glossar-Flyer wünschen, der die wichtigsten Begriffe alphabetisch ordnet, damit man immer mal nachschauen kann, wenn man mit einem Wort nichts anzufangen weiß.

Nach der historischen Aufbereitung des Themas folgt dann eine weite Verzweigung. Man hat sich hier nicht bloß auf den Manga beschränkt, sondern zeigt, wie bereits erwähnt, genauso Anime, Cosplay, Vocaloid, Videospiele und sogar einen nicht jugendfreien Abschnitt in einer kleinen Ecke, der sich mit Hentai und den erotisch-grotesken Shunga ("Frühlingsbildern") befasst. Auch Doujinshi werden kurz aufgegriffen, jedoch hätte man hier den Markt besser erklären können. Der ist nämlich nicht vergleichbar mit den westlichen Fanzines. Viele Mangaka waren zuerst Doujinshika oder sind umgekehrt mittlerweile aktiver bei ihren Doujinshis und verdienen damit mehr Geld als vorher. Auch über die Professionalität der Zeichner sagt es nichts aus; die Doujinshi zu "Attack on Titan" etwa sehen meist besser aus als das Original (was vielleicht keine Kunst ist). Einige Zeichner entscheiden sich für den Doujinshi, weil sie damit weniger an die Vorgaben eines Verlags gebunden sind; die Organisation in Zirkeln ist weitaus freier. Hier hätte man so einen Doujinshi auch einfach mal zeigen können, da der sich vom Format doch meist deutlich vom Manga unterscheidet.
Sowieso hätte ich mir an einigen Stellen gewünscht, dass man all diese Bereiche für den Besucher besser vorstellbar macht, wie etwa mit Fotos von den Buchhandlungen, Szeneläden (Animate, Mandarake, Lashingbang etc.), speziellen Stadtvierteln (Akihabara und Ikebukuro), Merchandise, Themencafés usw. Wirklich vorstellbar wird eigentlich bloß das, was bei uns in Deutschland sowieso schon bekannt und beliebt ist, also Cosplay, Vocaloid, Videospiele, Conventions. In das komplexe Gefüge in Japan hingegen bekommt man kaum Einblick.

Ab diesem Punkt wird die Sonderausstellung jedenfalls sehr interaktiv. Die Kleinsten können malen oder Manga-Gesichter zusammenstellen, man kann sich Cosplaykostüme anschauen (wobei es sich um Leihgaben tatsächlicher Cosplayer handelt), Hatsune Miku tanzt bei einem Live-Auftritt über einen Bildschirm oder man schwelgt in Nostalgie bei Betrachtung der ersten japanischen Spielekonsolen und Handhelds. Diese Vielseitigkeit hat man gut erkannt und umgesetzt.
 

Persönliche Kritikpunkte

Das größte Manko der Ausstellung ist tatsächlich ihre genrebezogene Einseitigkeit. Das klingt erstmal widersprüchlich, da doch so viele Bereiche angeschnitten werden. Manga sei angeblich, weit mehr als ein einfach gezeichnetes Gesicht mit übergroßen Augen (Auszug aus dem Werbeflyer). Tatsächlich ist es nicht "weit mehr" als das, sondern generell nicht das. Nichts sei so vielseitig wie Manga, es gäbe sie zu jedem Thema, für jedes Alter, für jedes Interesse.
Das stimmt so weit, aber warum spürt man auf der Ausstellung davon wenig? Man sollte die verschiedenen Zeichner, Genre und Stile auch zeigen und nicht bloß behaupten, dass es sie eben gibt. Und "einfach gezeichnete Gesichter mit übergroßen Augen" trifft es absolut nicht.

Ich kann mich nicht erinnern, dass Shinichi Sakamoto oder Satoshi Kon schon mal "einfache Gesichter" gezeichnet hätten.

Shinichi Sakamoto
Shinichi Sakamoto


Satoshi Kon

 

Oder dass Hiroaki Samura oder Hiroki Endo auf "übergroße Augen" Wert legen.


Hiroaki Samura


Hiroki Endo


Und manch andere fallen komplett aus dem Rahmen.


Junji Ito


Nishioka Kyodai

 

Manga sind vielfältig, das stimmt, aber solche Zeichner, wie ich sie hier anbringe, wird man auf der Ausstellung vergeblich suchen. Und diese Beispiele sind nicht nur irgendwelche Randerscheinungen. Man hätte auch noch bekanntere Serien und Zeichner nehmen können. Naoki Urasawa etwa oder "Death Note" von Ohba und Obata, kritische und historische Manga wie "Barfuß durch Hiroshima".
Eine der seltenen Ausnahmen in dem Zusammenhang stellte "Chihiros Reise" dar, obwohl ich das noch nicht mal zu den erwachsenen Beispielen zählen würde. Ghibli ist jedoch ein enorm wichtiges, prägendes Studio, deshalb hätte es in dem Fall generell nicht bloß bei einer Randbemerkung bleiben sollen. Hier hat man meines Erachtens falsche Prioritäten bei der Auswahl gesetzt. Den gegebenen Platz hätte man besser nutzen können, anstatt in einem Raum Ausmalbilder hinzulegen und an der Wand Gesichter zusammenkleben zu lassen. Die Ausstellung wusste da manchmal offenbar nicht, an welches Publikum sie sich wenden soll. Oder zumindest lässt sie ein erwachsenes Publikum, das sich mit dem Thema bereits auskennt, ein wenig außen vor.
Wer also zu denjenigen gehört, die sich wirklich mit dem vielfältigen, auch erwachsenen Angebot an Manga beschäftigen und nicht nur mit dem Mainstream aus Naruto und Konsorten, der wird von der Ausstellung sicher enttäuscht sein.

Was mir persönlich gar nicht gefiel, war das große Fragebuch ganz zum Schluss im letzten Raum, mit dem man sich quasi testen konnte, wie viel man durch die Ausstellung gelernt hatte. Da gab es Fragen wie (Gedächtnisprotokoll):

  • Wie liest man einen Manga? - Anwort: Von hinten nach vorn.
    Es ist zwar Haarspalterei, aber man liest ihn ganz normal von vorn nach hinten, allerdings von rechts nach links. Was vorn und was hinten ist, stellt nur eine Zuschreibung dar.
     
  • Was ist das Motto von Mangafans? - Antwort: Hauptsache süß und cool!
    Ja richtig, solche Manga wie Tezukas "Adolf", Urasawas "Monster" oder politische Manga wie Kawaguchis "Eagle" liest man natürlich vor allem, weil sie süß und cool sind ...
     
  • Wie nennen sich Mangafans? - Antwort: Otaku.
    Mag sein, dass sich einige selbst so nennen, aber ursprünglich ist Otaku ein abwertender Begriff.
     
  • Was macht Manga grundsätzlich aus? - Antwort: Große Augen!
    Diese Zuschreibung geht mir langsam echt auf den Sack. Der Comicstil an sich verstärkt (international) einzelne Aspekte des Gesichts; vielleicht sind es in Japan eher die Augen und im Westen eher die Nasen, aber das ist kein Erkennungsmerkmal. Osamu Tezukas Stil ist noch sehr stark vom Westen beeinflusst und auch westliche Comics legen oft Gewicht auf die Augen. Wenn man schon von der Optik ausgeht, hätte man stattdessen den Unterschied eher darin sehen sollen, dass Manga meist schwarz-weiß sind und westliche Comics meist in Farbe. Denn ich würde behaupten, es gibt mehr Manga ohne große Augen als in Farbe.


Mein Fazit:

Die Sonderausstellung hat es sich zum Ziel gesetzt, viele verschiedene Leute anzusprechen, die sich mit dem Thema Manga auseinandersetzen wollen. Kinder können gestalten, malen oder zocken. Erwachsene erhalten Informationen und können vielleicht besser verstehen, womit sich ihr Nachwuchs so beschäftigt. Und diejenigen, die in der Szene drin sind, lernen womöglich etwas über die Entwicklung ihres Hobbys, erkennen sich in einigen Gebieten wieder und können ein bisschen nostalgisch werden und schwelgen.
Die "Mangamanie" wird auf der Augustusburg nicht nur einseitig betrachtet, sondern streift die vielen anderen Bereiche, die damit einhergehen. Es sind nicht alle Bereiche, das muss erwähnt werden. In Japan ist dieser ganze Apparat noch stärker vernetzt, es handelt sich nicht bloß um eine Randerscheinung. Darum hätte man den Markt noch ein bisschen besser darstellen können. Bücher, Light Novels, Filme, Dramaserien, Videospiele, Doujinshi usw. stellen das gesamte Feld der Medien dar; ähnlich wie Marvel und DC Comics in Amerika sich mittlerweile am besten über die Realfilme vermarkten. Man kann nicht alles zeigen, das ist mir bewusst, aber indem man etwa ein paar Beispielmanga, die sowieso niemand kennt, aus der Ausstellung streicht, hätte man diesen ganzen Verbund verständlicher gestalten können.
Letztlich hätte ich mir ein bisschen mehr Vielfalt für ein erwachsenes Publikum gewünscht. Dass Manga ein künstlerisches Medium ist, welches sehr ernst und kritisch Inhalte vermitteln kann, geht in der Ausrichtung auf den Mainstream etwas verloren.

Weiterführende Seiten:
Webseite der Augustusburg: Sonderausstellung Mangamania

Aktion: Japanische Süßigkeiten Japan (Sachthema), Japan, Weblog-Aktion

Autor:  halfJack

Halloween steht vor der Tür. Auch in Japan erfreut sich diese Tradition mittlerweile großer Beliebtheit, obwohl es genauso wie der Valentinstag oder Weihnachten mehr ein Resultat der Werbe- und Verkaufsindustrie ist. Selten laufen gruselig verkleidete Kinder abends durch die Gegend, machen Schabernack und sammeln Süßigkeiten (außer, es wird sehr gut geplant und unter Zustimmung der Gemeinschaft durchgeführt). Stattdessen zeichnet sich der Monat Oktober durch niedlich-gruselige Dekoration und entsprechende Produkte aus. Kostüme kann man durchaus kaufen, allerdings erinnern viele davon eher an Fasching und werden auf Kinderfeiern oder von jungen Erwachsenen in Clubs oder Cafés zu Halloweenpartys getragen. Überall kann man passendes Merchandise zu seinen Lieblingsserien kaufen und natürlich: Süßigkeiten! Blue Seal bietet Eiskugeln mit Augen und Hexenhut an und sogar McDonalds verkauft Pommes frites mit Schokoladensoße.

Da meine Aktionen in diesem Jahr ganz meinen Erwartungen gemäß liefen (nämlich mit kaum Beteiligung), habe ich noch immer ein paar Karotaler übrig und schlage diesmal eine einfachere Aufgabe vor. Passend zu Halloween, aber immer noch offen genug, damit diese Aufgabe auch zum gesamten Jahr gehören könnte: Stellt in einem Weblogeintrag eine japanische Süßigkeit vor!

Euer Eintrag sollte ein Bild von der Süßigkeit enthalten und zumindest eine kurze Beschreibung. Was ihr dazu schreibt, ist euch überlassen. Ein paar Beispielfragen: Wie seid ihr auf die Süßigkeit aufmerksam geworden; habt ihr sie auf einer Convention entdeckt, hat sie jemand mitgebracht oder seid ihr direkt in Japan darauf gestoßen? Ist es eine regionale Spezialität? Gibt es das nur von einer bestimmten Marke oder kauft man es frisch zubereitet an einem Stand? Gibt es verschiedene Sorten, was für Aufmachungen gibt es? Kann man das auch selbst zu Hause herstellen und gibt es dazu vielleicht ein Rezept? Wahlweise könnt ihr auch Süßigkeiten vorstellen, die ihr selbst noch gar nicht probiert habt, aber gern mal essen würdet. Ebenfalls interessant wäre es, wenn ihr einen allgemeinen Beitrag zum Beispiel über Wagashi (traditionell japanische Süßigkeiten, die meist zum Tee gereicht werden) oder ähnliches schreiben würdet.

Wie immer gibt es keine Frist für diese Aufgabe! Es wäre schön, wenn ihr den Beitrag vor Halloween fertigstellen würdet, aber das ist kein Muss. Eure Süßigkeit kann Bezug zu Halloween haben, muss aber auch nicht sein. Ihr könnt so viele Beiträge verfassen und einreichen, wie ihr wollt. Jeder erste Beitrag erhält 40 KT, jeder weitere danach 10 KT.
Auch für diese Aufgabe gibt es wieder eine halbe Möglichkeit, indem ihr etwa ein essbares japanisches Produkt vorstellt, das gar keine Süßigkeit ist, oder eine Süßigkeit, die nicht aus Japan stammt. Für Beiträge dieser Art bekommt ihr ebenfalls 10 KT.
Mir ist klar, dass "japanische Süßigkeit" ziemlich auslegbar ist. Manche süß-herzhafte Knabberei kann auch als Süßigkeit durchgehen, zudem gibt es Spezialitäten wie Baumkuchen, die in Japan viel breiter vermarktet werden und beliebter sind als in Deutschland. Würde ich wahrscheinlich alles gelten lassen. Im Zweifelsfall könnt ihr beim Thema noch einmal nachfragen, wenn ihr unsicher seid.
Bitte verlinkt euren Beitrag im Kommentar hier unter diesem Blog, damit ich ihn nicht übersehe!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Beiträge:
Konpeito von minpha

Death Note: Hörspiel, DVDs und Netflix-Fortsetzung Death Note, Death Note

Autor:  halfJack

Deutsches Hörspiel zu Death Note

Bereits letztes Jahr gab der Verlag Lübbe bekannt, ein deutsches Hörspiel zu Death Note zu veröffentlichen. Verfasst wurde es von dem Autor und Übersetzer Jonathan Clements, auf Basis der Vorlage von Tsugumi Ohba und Takeshi Obata. Es soll sich jedoch eher am Anime als am Manga orientieren. Von dem zwölfstündigen Audio-Drama gibt es auch eine englische Fassung.
Die ersten drei Folgen erscheinen am 26. Oktober sowohl auf CD als auch als Download. (Bei Amazon scheinen diese Veröffentlichungstermine zumindest derzeit ein wenig durcheinandergeraten zu sein.) Die nächsten drei Folgen kommen dann am 30. November. Eine CD kostet 7,90 Euro, den Download gibt es jeweils für 5,99.
Es handelt sich um ein Hörspiel, kein Hörbuch, produziert unter der Regie von Christian Hagitte im Studio STIL Berlin. Mehr als der Sprecher von Ukita Hirokazu (Roland Wolf) ist mir jedoch noch nicht bekannt.
 

Dramaserie und "Light up the New World" auf DVD

Noch mal zur Erinnerung: Ab 14. September ist "Light up the New World" im Handel erhältlich. Das ist eine Live Action, die auf den Filmen basiert und an diese anschließt. Darin geht es um sechs Death Notes, die in der Menschenwelt auftauchen. Die Charaktere sind komplett neu.
Leider ist das Prequel hierzu schon vor längerem in Japan erschienen, doch über eine deutsche Veröffentlichung habe ich keine Informationen. Wer es noch nicht kennt, kann sich "Light up the New World" demnächst auf DVD holen. Es ist auch ohne Prequel verständlich.

Am 12. Oktober erscheint dann die erste Box der Dramaserie zu Death Note. Diese erzählt die Geschichte auf etwas andere Weise als der Manga, Anime oder Film. Eine Box enthält 6 Folgen und ist für 44,99 erhältlich. Es wird wohl zwei Boxen geben. Vol. 2 kommt am 16. November.
 

Netflix plant Fortsetzung von Death Note

Und nun zur wohl erfreulichsten Nachricht des Tages: Netflix plant eine Fortsetzung zur grandiosen amerikanischen Death-Note-Parodie! Die Scary-Movie-Version des Originals sozusagen. Noch mehr unlogische Handlungsstränge, absurde neue Regeln, die sich gegenseitig widersprechen, noch mehr dümmliche Dialoge und wer weiß, was Ryuk diesmal am Ende des Films kaputt macht. Genau darauf haben wir alle gewartet.
 

Quellen:
Ankündigung eines deutschen Hörspiels zu Death Note
Bekanntgabe des Veröffentlichungstermins des Hörspiels
Death Note Wiki zum Hörspiel
Fortsetzung zu Death Note von Netflix

Anime: Banana Fish Banana Fish, Anime

Autor:  halfJack

Irgendwie ist es noch immer unwirklich. In den 80er und 90er Jahren erschien mit "Banana Fish" von Akimi Yoshida einer der Manga, der mich bis heute am meisten getroffen und bewegt hat. Und nun, seit Juli und über 20 Jahre später, erscheint plötzlich eine Animeadaption davon.
Ich habe vor längerem mal einen Weblogeintrag über den Manga geschrieben. "Banana Fish" ist eine ungewöhnliche Mischung aus Thriller, Action und Shojo. Eine Geschichte über Bandenkriminalität in New York, über Drogen, Prostitution, Kinderpornografie. Im Zentrum all dieser Probleme steht die sich entwickelnde Freundschaft/Liebe der beiden Hauptprotagonisten Ash und Eiji. Ich tue mich schwer, die Serie in das Genre Boys Love zu schieben, denn das wird ihr nach den klassischen Vertretern definitiv nicht gerecht.
Mit der Veröffentlichung des Anime besteht nun hoffentlich die Chance, dass "Banana Fish" endlich etwas bekannter wird.
 

 

[V/S] Mangasammlung mit vollständigen Reihen u. a. Gundam, Marmalade Boy, Angel Sanctuary, Digimon, Inu Yasha, Trigun, Yami no Matsuei, Kenshin, Love Hina, X, One Piece, Seraphic Feather, Holmes, Chobits, Tenjo Tenge, Dream Saga, Shamo, Pita Ten, Tokyo Mew Mew, Bleach, Saikano, I*O*N, Peridot, Missile Happy!, Legend of the Sword, Go! Virginal, Zettai Kareshi, Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch, Death Note, Squib feeling blue, Virgin Crisis, Tomoe, Blood Hound, Arina Tanemura, Kaori Yuki, Rumiko Takahashi, Princess Ai, Demon Diary, Confidential Confessions, I.N.V.U., Perfect Girl, Crazy Love Story, Wild Rock, Selena Lin, Pfefferminz, Love Virus, Arcana, Check, Milk Crown, Spring (Manhwa), The Day of Revolution, Les Bijoux, Legend (Manhwa), Ja-Dou, CLAMP, Cute X Guy, Dream Kiss, Grab der Engel, Blood Alone, Fairy Cube, Daisuki, Mikiyo Tsuda, Hinako Takanaga, Love Triangle, A Midnight Opera, Die Legenden vom Traumhändler, Perfume Master, Crown, Rockin' Heaven, Honey x Honey Drops, Bizenghast, You Higuri, The Loudest Whisper, Big Windup!, Flower (You Higuri), Neji, Vernasch mich, Kanan Minami, Pirat gesucht!, Deep Kiss, Deep Sex, Taranta Ranta, Sugars*, Psyren, Shishunki Miman, Nagatacho Strawberry!, Sandwich Prince, Hot Days , Venus Capriccio, Love Celeb - King Egoist, 07-Ghost (Anime/Manga), Pandora Hearts, Aozora Pop, Rhapsody in Heaven, Stroke Material, Chocolate Cosmos, Kuroko no Basuke, Nine Puzzle (Manga), 14 R (Manga), Matsuri Hino, Our Journey, Love Kingdom, Broken Blade, Momo - Little Devil, Alles nur deine Schuld!, Makoto Tateno, Sora Log, Hab dich lieb, Suzuki-kun!!, Gothic Love, Idol Kiss, Sehnsuchtssplitter, Mit dir bis ans Ende der Welt, Ich wünschte, ich könnte fliegen ..., Dich zu lieben - einfach magisch!, Attack on Titan, Magic Shoe Shop, Psycho-Pass, Oh mein Gott, Morgens Mittags Abends, Verkaufe / Suche

Autor:  halfJack

Über Empfehlungen würde ich mich sehr freuen!
 

Bewertungen: (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+) (+)


Das ganze Ausmaß der grausigen Geschichte:
Meinen Verkauf habe ich nun lange vernachlässigt, zwar sind viele Serien weggegangen, aber auch etliche dazugekommen. Mittlerweile kann ich kaum mehr übereinander stapeln. In die zweite Reihe stellen geht auch nur noch, wenn die Hälfte des Mangas über das Regalbrett herausragt. Als mir irgendwann auffiel, dass wir ja noch einen Fußboden haben, schichtete ich dort zwischenzeitlich mehrere Türme auf. Das Problem hat sich also eher verschlimmert als verbessert und ich habe es aufgegeben, jemals wieder unter 3000 Manga zu kommen. Wer weiß, ob wir mittlerweile nicht schon 4000 haben; zählen will ich jedenfalls nicht mehr.
Darum suche ich nach wie vor Interessenten für ein paar Mangareihen, Einzelbände und ähnliches.
 

Wenn man nicht aneckt, fallen sie auch nicht raus.

Weitere Regale kann ich nicht draufstellen.

Überall zweite Reihe, keine Ahnung, was dahinter ist.

 

 

Eine alphabetische Liste findet ihr in meinem Thread bei "Suche / Verkaufe" im Forum. Dort biete ich auch ein paar DVDs, Bücher und Videospiele an, außerdem suche ich einige Manga bzw. Anime. Was nur an Volljährige verkauft werden darf, zum Beispiel Hentai, findet ihr auch nur dort im Forum unter dem ersten Posting in einem separaten, auf adult gesetzten Thread!


Informationen zum Verkauf

Details zu Qualität, Versand, Genrebezeichnungen etc.


1. Vollständigkeit

Die Serien sind so gut wie alle vollständig und abgeschlossen. Wo das nicht der Fall ist, steht extra ein Hinweis hinter der Bandanzahl, außer wenn ich nur auszugsweise ein oder ein paar Bände anbiete, dann habe ich mir diese Bemerkung um der Logik willen gespart. Einzeln werde ich die Bände aus einer Serie in der Regel nicht verkaufen, weil ich die restlichen sonst kaum loswerde.
 

2. Qualität

Beim Kauf von Mangas sind wir ziemlich pingelig und kaufen demnach so gut wie gar nichts mit Ecken, Abschürfungen oder Druckstellen, was sich nur bei Carlsen Comics schwierig gestaltet, weil diese oft beim Kauf schon nicht perfekt aussehen. Dementsprechend gut behandeln wir die Bücher jedenfalls auch. Sie sind mit wenigen Ausnahmen in einem hervorragenden Zustand, teils sogar besser als im Laden. Rauchfreier Haushalt. Auf jede Qualitätsminderung (z. B. Knicke im Cover oder Buchrücken) würde ich bei Interesse hinweisen und, falls gewünscht, auch Fotos machen. Bei älteren Serien, die bereits vor Jahren erschienen sind, solltet ihr damit rechnen, dass sie wohl auch etwas älter aussehen; das heißt, sie könnten vom Staub ein wenig vergilbt sein und "fühlen" sich demnach auch nicht mehr blitzblank an. Manche Manga besitze ich doppelt und nur einzeln oder mit wenigen Bänden aus einer Reihe. Das sind solche, die ich von Bekannten übernahm, die nicht wussten, wohin damit. Diese Bände sind teils nicht in sonderlich gutem Zustand. Man findet sie gegen Ende jedes Genres, genauso wie die nicht abgeschlossenen Serien.
 

3. Preise und Versandkosten

Zu den in der Tabelle aufgeführten Preisen werden die Versandkosten extra berechnet. Bezahlung per Überweisung  oder Paypal, da richte ich mich nach der Präferenz des Käufers. Falls man kein Paypalkonto besitzt, aber darüber bezahlen möchte, kommen zum Preis und den Versandkosten noch die Gebühren von 35 Cent pro Transaktion plus 1,9 % des Kaufpreises hinzu, soweit ich weiß. Alle Angaben hierzu vorerst ohne Gewähr, weil ich diesen Fall bislang noch nicht hatte. Der Versand erfolgt nach Zahlungseingang. Falls irgendetwas ins Auge fällt, das noch keinen Preis hat, kann man mich gern per ENS anschreiben, im Weblog oder Forum kommentieren und mir ein Angebot machen.
 

4. Genre und Abkürzungen:

Shojo = für Mädchen
Josei / Ladies Comics = für Frauen
Shonen = für Jungen
Seinen = für Männer
EB = Einzelband
n. abg. = nicht abgeschlossen

 

 

Manga nach Genre

Shojo
Titel Mangaka Bände

Preise zzgl. Versand

'Cause I love you CLAMP 1 - 3 9,-
The one I love CLAMP EB 3,-
Princess Ai Ai Yazawa u. a. 1 - 3 9,-
Nagatacho Strawberry Mayu Sakai 1 - 5 15,-
Rockin' Heaven Mayu Sakai 1 - 8 24,-
Momo - Little Devil Mayu Sakai 1 - 7 35,-
Nine Puzzle Mayu Sakai 1 - 2 8,-
Our Journey Mayu Sakai EB 3,-
Magic Shoe Shop Mayu Sakai EB 3,-
Chocolate Cosmos Nana Haruta 1 - 4 15,-
Aozora Pop Natsumi Oouchi 1 - 5 18,-
Pfefferminz Eun-Jin Seo 1 - 4 15,-
Ich wünschte, ich könnte fliegen Kozue Chiba 1 - 3 12,-
Dich zu lieben - einfach magisch Kozue Chiba

EB

3,-
Taranta Ranta Yoko Maki 1 - 2 6,-
14R Yoko Maki EB 3,-
The Day of Revolution Mikiyo Tsuda 1 - 2 8,-
Cute x Guy Makoto Tateno 1 - 4 12,-
Bye bye Baby Selena Lin 1 - 2 6,-
White Night Melody Selena Lin 1 - 3 12,-
Sweet as Candy Selena Lin 1 - 2 6,-
The Flower Ring Selena Lin 1 - 2 6,-
Burning Moon Selena Lin 1 - 5 15,-
Milk Crown Mizuto Aqua 1 - 2 6,-
Go! Virginal Mizuto Aqua 1 - 2 6,-
Squip feeling blue Arina Tanemura EB 2,-
I*O*N Arina Tanemura EB 2,-
Honey x Honey Drops Kanan Minami 1 - 8 30,-
Rhapsody in Heaven Kanan Minami 1 - 3 9,-
Lektionen der Liebe Kanan Minami EB 3,-
Alles nur deine Schuld Ami Chatani / Sakurairo 1 - 3 12,-
Idol Kiss Haruko Kurumatani EB 3,-
Crown You Higuri 1 - 6 18,-
Flower You Higuri EB 3,-
Grab der Engel You Higuri EB

3,-

Shishunki Miman Yuu Watase 1 - 7 21,-
Zettai Kareshi Yuu Watase 1 - 6 18,-
Hab dich lieb, Suzuki-kun! Go Ikeyamada 1 - 18 110,-
Crazy Love Story Lee Vin 1 - 5 18,-
Pirat gesucht Matsuri Hino EB 3,-
Morgens, Mittags, Abends Kotomi Aoki 1 - 2 6,-
Love Virus Ryang Ryu 1 - 7 21,-
Venus Capriccio Mai Nishikata 1 - 5 20,-
Check So-Young Lee 1 - 6 24,-
Love Kingdom Komomo Yamada 1 - 3 12,-
Dream Kiss Kazumi Ohya 1 - 4 12,-
Confidental Confessions* Reiko Momochi 1 - 8 *
Spring Lee Young-You 1 - 3 9,-
Oh mein Gott Tooko Miyagi 1 - 2 8,-
Sora Log Kaco Mitsuki 1 - 4 12,-
Sandwich Prince Minori Kurosaki EB 3,-
Sugars Minori Kurosaki EB 3,-
Gothic Love Miku Momono EB 3,-
Stroke Material Kotobuki Atsuta EB 3,-
Sehnsuchtssplitter Ako Shimaki EB 3,-
Mit dir bis ans Ende der Welt Aya Oda EB 3,-
Perfect Girl Tomoko Hayakawa 1 - 13 (n. abg.) 52,-  
I.N.V.U. Kang Won Kim 1 - 5 (n. abg.) 18,-
Pokémon - Magical Journey Yumi Tsukirino 1 (n. abg) 5,-
Pita Ten Koge-Donbo 1 (n. abg.) 2,-
Dream Saga Megumi Tachikawa 1 - 2 (n. abg.) 4,-
Missile Happy! Miki Kiritani 1 - 2 (n. abg.) 4,-
Tokyo Mew Mew* Reiko Yoshida / Mia Ikumi 1 - 7 *
Tokyo Mew Mew Reiko Yoshida / Mia Ikumi 1 (n. abg.) 1,-
Tokyo Mew Mew à la mode* Reiko Yoshida / Mia Ikumi 1 - 2 *

Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch

Michiko Yokote / Pink Hanamori 1 - 6 (n. abg.) 5,-
Marmalade Boy Wataru Yoshizumi 1 - 5 + 8

5,- (gesamt) 1,- (einzeln)

Josei / Ladies Comics

Titel

Mangaka Bände Preise zzgl. Versand
Vernasch mich Yuki Yoshihara 1 - 4 15,-
Love Triangle Yuki Yoshihara 1 - 4 15,-
Deep Kiss Kasane Katsumoto EB 3,-
Deep Sex Kasane Katsumoto EB 3,-
Hot Days Kasane Katsumoto EB 3,-
Boys Love
Titel Mangaka Bände  
Wild Rock Kazusa Takashima EB 3,-
The Loudest Whisper Matsumoto Temari 1 - 2 6,-
Stupid Story Anna Hollmann 1 - 2 (n. abg.) 4,-

 

Shonen / Seinen
Titel Mangaka Bände Preise zzgl. Versand
Peridot Hiyoko Kobayashi 1 - 6 20,-
Kenshin* Nobohiro Watsuki 1 - 28 *
Love Hina* Ken Akamatsu 1 - 14 *
Love Hina Ken Akamatsu 1 (n. abg.) 2,-
Inu Yasha* Rumiko Takahashi 1 - 15 (n. abg.) *
Shamo* Akio Tanaka 1 - 17 (n. abg.) *
Seraphic Feather* Hiroyuki Utatane u. a. 1 - 9 (n. abg.) *
Bleach* Tite Kubo 1 (n. abg.) *
Tenjo Tenge* Oh! great 1 - 13 (n. abg.) *
Tenjo Tenge Oh! great 6 3,-
Holmes Tategami Atsushi / Inuki Eiji 6 10,-

 

Fantasy / SciFi
Titel Mangaka Bände Preise zzgl. Versand
07-Ghost Amemiya / Ichihara 1 - 17 85,-
Psyren Toshiaki Iwashiro 1 - 16 VB
Ja-Dou + Ja-Dou - Teijou & Keika Mamiya Oki / Kawahara 1 - 6 + 1 30,-
Demon Diary Kara 1 - 7 30,-
Legend Kara 1 - 10 40,-
Les Bijoux Sang-Sun Park 1 - 5 25,-
Angel Sanctuary* Kaori Yuki 1 - 20 *
X* CLAMP 1 - 18 (n. abg.) *
Broken Blade Yunosuke Yoshinaga 1 - 4 (n. abg.) 20,-
Arcana So-Young Lee 1 - 9 (n. abg.) 27,-
Legend of the Sword* Yeo Beop-Ryong 1 – 12 (n. abg.) *
Chobits Clamp 1 - 4 (n. abg.) 10,-
She - the ultimate weapon Shin Takahashi 1 - 3 (n. abg.) 9,-
Tomoe Prin & Umi Konbu 1 (n. abg.) 1,-

 

Mystery
Titel Mangaka Bände Preise zzgl. Versand
Fairy Cube* Kaori Yuki 1 - 3 *
Blood Hound* Kaori Yuki EB *
Perfume Master* Kaori Yuki EB *
Neji* Kaori Yuki EB *
Neji* Kaori Yuki EB *
Death Note* Tsugumi Ohba / T. Obata 1 - 12 *
Die Legenden vom Traumhändler* Lee Jeong-A 1 - 6 *
A Midnight Opera Hans Steinbach 1 - 3 12,-
Neil Gaimans Niemalsland* Mike Carey / Glenn Fabry EB (224 S.) *
Bizenghast Alice LeGrow 1 - 4 (n. abg.) 20,-
Blood Alone* Masayuki Takano 1 - 5 (n. abg.) *
Pandora Hearts Jun Mochizuki 1 - 14 (n. abg.) VB
Yami no Matsuei* Yoko Matsushita 1 - 9 (n. abg.) * (Gebrauchsspuren!)

 

* Bei den gekennzeichneten Comics bitte an Blaetterklingen wenden.

 

Magazine

Spoiler

Daisuki (die ersten 13 Magazine)
Jahrgang 2003 1 - 11
Jahrgang 2004 1 - 2
+ Aufkleber in Ausgabe 1 (2003)
+ 6 Postkarten
+ 2 Postkarten zum Heraustrennen in Ausgabe 7 (2003)
+ Poster zu Prussian Blue zum Heraustrennen in Ausgabe 9 (2003)
Preis: 20,- €


Doujinshi

Spoiler

Fandom: Death Note
Pairing: Light Yagami x L
Titel: 友達ごっこ (Tomodachi gokko)
Zirkel/Zeichner: Nagisa-ku / Kiyoi Kiriyu
Seiten: 20
Preis: 5,-

 

Fandom: Death Note
Titel: Spleen
Zirkel/Zeichner: LOVE / Hideki Kawai
Seiten: 20
Preis: 5,-

 

Fandom: Gundam Wing
Pairing: Duo Maxwell x Heero Yui
Titel: 月の子供 Act. 1 (Tsuki no Kodomo 1)
Zirkel/Zeichner: Nattsu / Natsuo Kume
Seiten: 88
Preis: 20,-

 

Fandom: Gundam Wing
Titel: Gypsy
Seiten: 19
Preis: 5,-

 

Fandom: Kuroko no Basuke
Pairing: Midorima Shintaro x Akashi Seijuro
Titel: 溺愛ロジック (Dekiai Logic)
Zirkel/Zeichner: EVE / Sakura Mibu
Seiten: 50
Preis: 15,-

 

Fandom: One Piece
Pairing: Zorro x Sanji
Titel: Vedanta
Zirkel/Zeichner: E.T.D (Eden the Doors)/Ryoji Hido
Seiten: 40
Preis: 10,- €

 

Fandom: Ookiku Furikabutte / Big Windup!
Pairing: Kousuke Izumi x Yoshirou Hamada
Titel: やさしくわらって (Yasashiku waratte)
Seiten: 36 (keine Textseiten)
Preis: 8,-

 

Fandom: Pokémon
Titel: しあわせのじゅもん (Shiawase no Jumon)
Seiten: 40
Preis: 8,-

 

Fandom: Shingeki no Kyojin / Attack on Titan
Pairing: Erwin Smith x Levi
Titel: エピキュリア (Epikyuria)
Zirkel/Zeichner: 貴星屋 / 星名あんじ
Seiten: 58
Preis: 20,- €

 

Fandom: Trigun
Titel: 小銭しもべ妖精ボクシちゃん (Kozeni shimo be yōsei bokushi-chan)
Zirkel/Zeichner: Heaven Express/Y. Mikami
Seiten: 16
Preis: 5,-

 


Merchandise

Spoiler

Kuroko no Basuke
Gashapon Schlüsselanhänger
Fukui Kensuke / Ryou Sakurai / Himuro Tatsuya
Hersteller: Bandai
Preis: 10,- € pro Anhänger

 

Shingeki no Kyojin / Attack on Titan
Clear Files (Einschubhüllen) + Aufkleber
Levi / Erwin Smith / Zoe Hanji etc.
Hersteller: Banpresto
Preis: 10,- € für 2 Clear Files + 3 Aufkleber in OVP
(auf Verhandlungsbasis auch einzeln oder verschieden kombiniert)

 

Shingeki no Kyojin / Attack on Titan
Hand Towel (Handtuch) 30 x 30 cm
Levi / Erwin Smith
Hersteller: Banpresto
Preis: 10,- € für 1 Handtuch in OVP
(davon biete ich zwei Stück an)

 

Psycho-Pass
Key Chain (Metallanhänger) ca. 46 x 46 mm
Ginoza Nobuchika / Safety Bureau Logo
Fuji Terebi © Psycho-Pass Committee
Preis: 10,- €

 

 

Verkäufe bisher:

Spoiler

 

Manga

16 Life 1 - 2 für 8,-
20 Masken!! 1 - 2 (vollständig) für 6,-
3, 2, 1... Liebe! 1 - 15 (vollständig, aber ohne: Diary und Fanbook) für 64,-
Ai Ore! 1 - 5 (vollständig) für 18,-
Angel Diary 1 - 13 (vollständig) für 39,-
Ark Angels 1 - 3 für 15,-
Blau wie Himmel. Meer & Liebe 1 - 8 (vollständig) für 30,-
Blue Sheep Dream 1 - 9 für 45,-
Catwalk 1 - 2 (vollständig) für 6,-
CLAMP School Detectives 1 - 3 (vollständig) für 12,-
Color (EB) = 3,- €
Des Teufels Geheimnis (EB) = 3,-
Destiny (EB) = 3,- €
Drang der Herzen (EB) = 3,- €

Du + Ich = Wir (EB) für 3,-
Ermittlungen in Sachen Liebe (EB) = 3,- €
Family Complex (EB)
Gakuen Heaven 1 - 4 (vollständig) = 12,- €
Gate 7 1 - 4 für 15,-
Gefangene Herzen 1 - 5 (vollständig) für 18,-
Gib mir Liebe 1 - 8 (vollständig) für 30,-

Gib mir mehr (EB) = 3,- €
Gintou Graveyard (EB) für 3,-
Glanz der Sterne (EB) für 3,-

Gothic Sports 1 - 5 (vollständig) für 18,-
Happy Boys 1 - 2 (vollständig) für 8,-
Hero Heel 1 - 3 (vollständig) für 12,-
Hunter x Hunter 11 für 10,-

Hot Beast EB für 3,-
Hot Dinner EB für 3,-
Hot Office EB für 3,-
Just around the Corner (EB) = 3,- €
Justice Guards Duklyon 1 - 2 (vollständig) für 8,-
Katekyo 1 - 4 (vollständig) für 7,-
Kiss (EB) = 3,- €
Kiss me Princess 1 - 9 (vollständig) für 45,-
Kiss me, Teacher 1 - 10 (vollständig) = 30,- €
Kodomo no Omocha 1 - 10 (vollständig) für 30,-
Koitomo (EB) für 2,-

Lass es uns tun (EB) = 3,- €
Lebe deine Liebe 1 - 14 (vollständig) für 60,-
Legend of Mana (Seiken Densetsu) 1 - 5 (vollständig) für 40,-

Love Beast 1 - 3 für 12,-
Love Celeb 1 - 7 für 30,-
Love Chains 1 - 2 für 7,-
Love Giant 1 - 3 für 12,-
Love Hustler 1 - 2 (vollständig) = 6,- €
Men who cannot get married (EB) = 3,- €
Men who cannot be honest about their feelings (EB) = 3,- €

Mizu no kioku (EB) für 4,-
My Honey Express (EB) = 3,- €
Never ever Love (EB) = 3,- €
Ohne viele Worte 1 - 3 für 12,-
Oh! My Goddess 1 - 43 für 150,-
Orange Planet 1 - 5 (vollständig) für 18,-
Princess Princess 1 - 5 (vollständig) für 18,-
Princess Princess X (EB) für 3,-
Prinzessin Mononoke - Der Comic zum Film 1 - 4 (vollständig) für 4,-
Record of Lodoss War - Die Chroniken von Flaim 1 - 6 (vollständig) für 18,-
Record of Lodoss War - Deedlit 1 - 2 (vollständig) für 6,-
Record of Lodoss War - Die graue Hexe 1 - 3 (vollständig) für 9,-
Record of Lodoss War - Lady von Pharis 1 - 2 (vollständig) für 12,-

Regeln der Liebe (EB) = 6,- €
Perfect Girl 14 - 29
Rosen unter Marias Obhut 1 - 8 für 30,-

Secret Love (EB) = 3,- €
Sehnsucht nach ihm (EB) = 3,- €
Sex = Love² 1 - 2 für 8,-
Sexperimente (EB) für 4,-
Sexperimente Future (EB) für 4,-
Sexy Effect 96 1 - 3 (vollständig) = 9,- €
Steal Moon 1 - 2 für 10,-
Stop! In the Name of Love! (EB) = 3,- €
Subway to Sally - Storybook EB für 5,-
Süße Falle (EB) für 4,-
Süßes Gift 1 - 3 (vollständig) = 9,- €
Time Stranger Kyoko 1 - 3 (vollständig) für 8,-
Traumboyz (EB) für 4,-

Unsichtbare Liebe 1 - 2 für 8,-
Vampire Knight 1 - 15 für 60,-

Virgin Crisis 1 - 4 für 14,-
Was zum Naschen (EB) für 4,-
Wild Fish (EB) = 3,- €
Wir! Jetzt! Hier! (EB) = 3,- €
Yuigon (EB) = 3,- €
Zaubernüsse für Natsumi 1 - 4 (vollständig) für 15,-
Zerrissene Seelen 1 - 3 (vollständig) für 13,-

Doujinshi

Fandom: Death Note
Pairing: L x Light / Light x L
Titel: Hameln
Zirkel/Zeichner: Weltnacht/Kazuki
Seiten: 24 (keine Textseiten)
Preis: 15,- €

Fandom: Digimon Zero One
Pairing: Takeru Takaishi x Yamato Ishida
Titel: The Air
Zirkel/Zeichner: Hyper Brond / Karune Ichijo
Seiten: 144 (keine Textseiten)
Preis: 30,- €

Fandom: Captain Tsubasa
Titel: Compilation - 誠大阪 総集編 I ~ III
Zeichner: Minami Ozaki
Seiten: 148 (keine Textseiten)
Preis: 10,- €

Fandom: Sengoku Basara
Pairing: Kojūrō x Sasuke
Titel: Mr. K und Mr. S
Zirkel/Zeichner: 襤褸 (Ranru) / 椚 (Kunugi)
Seiten: 20
Preis: 5,-

Videospiele

Devil May Cry 3 (PS2)
Disney's Donald Duck Quack Attack - auf Englisch (PS2)
Death Jr. (PSP)
Riviera (PSP)
Pokémon Silber (Gameboy)

Sonstiges:

Reiskocher von Russell Hobbs

 

Ich suche:

Spoiler

Assassination Classroom 1 - 20+
Black Rock Shooter 1 - 3
Box of Spirits 1 - 5
Gute Nacht, Punpun 1 - 13
Magical Girl Site 1 - 6+
Lady Snowblood
Liar Game 1 - 19
Sherlock 1 - 3+
The End of the World 1 - 4
Tokyo Summer of the Dead 1 - 4

Bei den folgenden gesuchten Comics bitte an Blaetterklingen wenden:
Schönheit - Hubert, Kerascoët
Dead-pool Comics
Fräulein Rühr-Mich-Nicht - Hubert, Kerascoët
Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen I und II - Alan Moore
From Hell - Alan Moore
Swamp Thing (Alles) - Alan Moore
Elfen Comic Bände (Alle)

 

Mangavorstellung: The Promised Neverland The Promised Neverland, Manga

Autor:  halfJack

Originaltitel: 約束のネバーランド Yakusoku no Neverland
Zeichnungen: Demizu Posuka
Story: Shirai Kaiu
Veröffentlichung: ab April 2018 bei Carlsen, bislang 8 Bände in Japan (Stand: Mai 2018)

Anlässlich meiner Weblogaktion zur Vorstellung eines aktuellen Manga beteilige ich mich wie immer selbst mit einem eigenen Beitrag. Es war für mich keine Frage, worauf meine Wahl fallen würde; ganz im Gegenteil kam ich auf die Aktion sogar zuerst wegen dieses Mangas und nicht umgekehrt.

The Promised Neverland

Inhalt:
Wohlbehütet wachsen die vielen unterschiedlichen Kinder in einem Waisenhaus auf. Sie sind keine Geschwister und die Frau, die sich aufopfernd um sie kümmert und von ihnen "Mama" genannt wird, ist nicht ihre echte Mutter. Dennoch leben sie alle im Grace Field House glücklich wie eine Familie zusammen. Die Kinder kommen als Babys in das Waisenhaus, die Außenwelt kennen sie nur aus Büchern und "Mama" ist ihre einzige Bezugsperson. Das ist für sie Normalität, sie werden gut umsorgt und bekommen leckeres Essen.
Normal sind für sie auch die tagtäglichen, harten Tests. Es sind Aufgaben zu ihren kognitiven Fähigkeiten, abgestimmt auf das jeweilige Alter. Diese Leistungstests sollen den schulischen Unterricht ersetzen und sie auf das spätere Leben vorbereiten.
Emma, Norman und Ray schneiden bei diesen Tests stets am besten ab. Mit ihren 11 Jahren sind die drei Freunde kleine Genies. Doch ihre gemeinsame Zeit wird bald enden. Denn spätestens mit 12 Jahren darf ein jedes Kind das Waisenhaus verlassen und kommt zu einer liebevollen Familie. So zumindest wurde es ihnen immer erzählt...

Wie bin ich auf die Serie aufmerksam geworden?
Yakusoku no Neverland gehört zu den Jump-Titeln, die ich bereits vorher übers Internet verfolgte und sehnlichst auf dem deutschen Markt erwartet habe. Serien, die im Weekly Shonen Jump veröffentlicht werden, sind meist eigentlich nichts Besonderes. Es sind Hits, keine Frage, aber sie richten sich an ein junges, tendenziell männliches Publikum und entsprechen daher oft dem immer gleichen Klischee von Action und Abenteuer, mit einer Prise Erotik. Es gibt auch Ausnahmen von dieser Regel, wie beispielsweise Death Note. Und das wiederum war mein Anreiz, mich mit Yakusoku no Neverland zu beschäftigen, da mir die Serie mit dem Hinweis empfohlen wurde, es gäbe gewisse Parallelen zu Death Note oder zumindest Ähnlichkeiten im Aufbau der Story. Die Handlung ist zwar gänzlich anders, doch tatsächlich wird das Denken, die Intelligenz der Hauptfiguren sowie der Gegner, ebenso wie die Spannung auf vergleichbare Weise entwickelt. Am Anfang erinnerte mich Grace Field House sogar ein wenig an Wammy's House. Nach Serien, die einem dieses Gefühl vermitteln, wie es Death Note einst vermochte, suche ich zwar häufig, aber meist vergeblich.

Was ist das Besondere?
Zuerst einmal denke ich, dass die Hauptfigur aus dem Rahmen fällt. Im Zentrum steht Emma, ein kleiner Wildfang mit starkem Gerechtigkeitssinn und Beschützerinstinkt, aber gleichzeitig ausgestattet mit Scharfsinn und einer fabelhaften Fähigkeit, die eigenen Gefühle zu überspielen. Als ich sie auf den ersten Illustrationen sah, hielt ich sie fälschlich für einen Jungen, obwohl sie ja auf dem Cover ganz offensichtlich einen Rock trägt. Seltsamerweise ging es nicht nur mir so und das ist wohl die erste Besonderheit: Man identifiziert Emma mit ihren abstehenden Haaren irgendwie sofort als einen typischen Hauptcharakter aus einer Shonenserie, aber sie ist erstens ein Mädchen und zweitens in ihrem Verstand nicht simpel gestrickt. Ich habe versucht, mein Gedächtnis nach anderen Shonenserien abzugrasen, aber weibliche Hauptfiguren sind absolut selten. Beim Shonen übernimmt zumeist ein männlicher Charakter die Identifizierung des Lesers, bei Shojo ein weiblicher, mit ein paar Ausnahmen, versteht sich. Heldinnen findet man hingegen beim Magical Girl oder Fantasy, diese werden allerdings trotzdem eher Shojo zugeordnet. Mir fielen nach einigem Überlegen die gleichnamige Hauptfigur aus Subaru von Soda Masahito ein und Shiina aus Mohiro Kitohs Naru Taru, doch beide Titel sind kein klassisches Shonen.
Yakusoku no Neverland weist zwar ein paar typische Grundaspekte auf, aber nach meinem Empfinden fällt es durch die gesamte Konzeption ein wenig aus der Rolle.

Um auf den Manga zum Schluss genauer einzugehen, muss ich etwas mehr von der Handlung verraten, als es im Klappentext der Fall ist. Daher sollte ab hier niemand weiterlesen, der nicht gespoilert werden möchte. Es ist kein riesiger Spoiler, sondern gehört schon zur Grundhandlung, doch wenn jemand vollkommen unvoreingenommen an den Manga herangehen möchte, könnte das durchaus zu viel Information sein.

...Noch da?
Okay, wie wird die Spannung erzeugt und was genau ist nun der Plottwist an der Geschichte?
Was am Anfang mit den ständigen Intelligenztests der Kinder noch so scheint wie eine Vorbereitung auf ihr späteres Leben, ist eigentlich nichts weiter als eine Qualitätsprüfung der Ware. Denn das Waisenhaus ist in Wirklichkeit kein Waisenhaus, sondern ein Bauernhof; das leckere Essen ist bloß Futtermittel, "Mama" ist der Landwirt und die Kinder sind das Schlachtvieh. Außerhalb der Mauern des Waisenhauses scheint die Welt, die sie aus den Büchern kennen, nicht mehr zu existieren. Stattdessen dienen sie skurrilen Monstern als Luxusnahrungsmittel und besonders das gut ausgebildete Gehirn der Kinder ist offenbar eine Delikatesse. Mehr durch Zufall kommen Emma, Norman und Ray hinter dieses Geheimnis und versuchen fortan unbemerkt aus dem Waisenhaus zu fliehen, zusammen mit all den anderen Kindern und bevor sie 12 Jahre alt werden und ihre Zeit abgelaufen ist.
Die "Kämpfe" werden folglich größtenteils auf mentaler Ebene zwischen den drei Kindern und ihrer "Mama" ausgefochten, Ränke werden geschmiedet, Fallen gestellt; daher ist der Vergleich zu Death Note tatsächlich ganz passend oder auch zu Detektivgeschichten wie Conan, die jedoch ihrerseits einem anderen bestimmten Schema entsprechen. Wir haben es also mit einer Geschichte zu tun, die in einem scheinbar niedlichen Setting mit unschuldigen Kindern ein Horrorszenario entwirft, das sich allerdings nicht auf dem Kontrast von heiler Welt gegen brutale Grausamkeit ausruht. Denn die Story ist ansonsten nicht durchweg mit Gewalt durchsetzt, sondern basiert vor allem auf Dialogen und Gedanken. Wer textlastige Comics mit solchen mentalen Kämpfen und einem Hauch Attack on Titan mag, sollte sich Yakusoku no Neverland vielleicht mal anschauen.

Aktion: Vorstellung aktueller Manga Manga, Weblog-Aktion

Autor:  halfJack
Da ich derzeit fast ausschließlich mobil auf Mexx bin, kann ich zu dieser Aktion nicht viel rumlabern. Ist vielleicht auch besser so.

Wie der Titel schon sagt, möchte ich, dass ihr einen derzeit neu in Deutschland erschienenen oder erscheinenden Manga in einem separaten Blogeintrag vorstellt. Seid ihr im Buch- oder Comicladen oder zum Beispiel auf der Buchmesse auf einen interessanten Manga gestoßen, den ihr vorher nicht kanntet? Was hat euch angesprochen, der Zeichenstil, die Story, die Charaktere? Oder verfolgt ihr schon lange eine Serie übers Internet, die nun endlich in Deutschland erscheint? Ihr könnt gern die Geschichte dazu erzählen, wie ihr auf den Manga aufmerksam geworden seid, oder ihr stellt lediglich den Manga selbst vor. Es ist egal, ob es sich um einen Einzelband oder eine Serie handelt, ob von einem japanischen, koreanischen, deutschen usw. Autor. Man sollte es stilistisch nur als Manga erkennen können.
Gebt anderen mit eurem Beitrag einen Anreiz, sich den Manga vielleicht auch zuzulegen.

Für jeden Beitrag gibt es 40 KT. Unter aktuellem Erscheinen verstehe ich grob, dass der erste Band ungefähr in plus/minus drei Monaten erstmals erschienen ist oder erscheint. Die Aktion hat wieder mal keine zeitliche Begrenzung. Das heißt, die Aktualität bezieht sich auf den Zeitraum, in welchem ihr euren ausgewählten Manga vorstellt. Ihr stoßt erst in acht Monaten auf eine coole Veröffentlichung und erinnert euch dann an diese Aktion? Völlig legitim. Ihr habt bereits einen tollen Manga, kommt aber erst in acht Monaten dazu, ihn vorzustellen? Oder ihr habt jetzt erst einen Manga entdeckt, der aber schon vor über einem Jahr erschien? Nun ja, für halbe Sachen bin ich eigentlich immer zu haben, darum lasse ich das auch gelten, dann gibt es aber nur die halbe Kohle. Andere Halbherzigkeiten wären zum Beispiel, wenn ihr euch keinen Manga, sondern einen amerikanischen Comic aussucht. Oder einen Manga, der in Japan gerade aktuell ist, aber noch keine deutsche Veröffentlichung nach sich zog. Solche Beiträge können auch spannend sein und entlohne ich noch mit 20 KT.
Die Beiträge bitte hier in einem Kommentar verlinken. Ich versuche sie immer möglichst zeitnah zu lesen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Beiträge:
[Mangavorstellung] Geten no Hana von Storyteller_Inc

Eine Parade, die vorüberzieht Literatur, Zitatsammlung

Autor:  halfJack

Le soleil ni la mort ne se peuvent regarder en face.
(Der Sonne und dem Tod kann man nicht ins Gesicht blicken.)
François de la Rochefoucauld


Einige Monate nach dem Tod ihres Mannes Albert beschloss Alice, aus dem Haus, in dem sie vierzig Jahre lang gelebt hatte, in ein Seniorenheim umzuziehen, das die Pflege und medizinische Unterstützung bot, die ihr kritischer Bluthochdruck und ihre durch grauen Star eingeschränkte Sehkraft erforderten.
Nun war Alice mit der Auflösung ihres Besitzes beschäftigt. Sie hatte keinen anderen Gedanken mehr im Kopf. Aus einem großen Haus voller Möbel, Erinnerungsstücke und einer Sammlung antiker Musikinstrumente in ein kleines Apartment zu ziehen bedeutete natürlich, dass sie einen Großteil ihrer Habseligkeiten loswerden musste. Ihr einziges Kind, ein unsteter Sohn, der gerade in Dänemark arbeitete und in einer kleinen Wohnung lebte, hatte keinerlei Platz für Sachen von ihr. Die härteste aller schmerzlichen Entscheidungen, die sie zu treffen hatte, war, was sie mit den Musikinstrumenten machen sollte, die sie und Albert im Laufe ihres gemeinsamen Lebens gesammelt hatten. Häufig konnte sie in der Einsamkeit ihres schwindenden Lebens die geisterhaften Akkorde ihres Großvaters hören, wie er das Paolo-Testore-Cello von 1751 spielte, oder ihren Mann auf dem britischen Cembalo von 1775, das er geliebt hatte. Und dann gab es noch die Konzertina und die Flöte, die ihre Eltern ihnen als Hochzeitsgeschenk gegeben hatten.
Jeder Gegenstand in ihrem Haus barg Erinnerungen, deren alleinige Besitzerin sie nun war. Alle Stücke, so erklärte sie mir, würden nun an Fremde gehen, die niemals etwas von ihrer Geschichte wissen oder sie so hegen würden, wie sie es getan hatte. Und am Schluss würde ihr eigener Tod all die wunderbaren Erinnerungen endgültig ausradieren, die im Cembalo und im Cello, in den Querflöten und Blockflöten und so vielem anderen verankert waren. Ihre Vergangenheit würde mit ihr untergehen.
Der Tag von Alices Umzug zeichnete sich bedrohlich ab. Stück für Stück verschwanden die Möbel und Gegenstände, die sie nicht behalten konnte - verkauft, an Freunde und Fremde verschenkt. Während sich das Haus leerte, wuchs ihr Gefühl panischer Desorientiertheit.
Einen besonderen Schlag versetzte ihr der letzte Tag in ihrem Zuhause. Da die neuen Besitzer eine ausgedehnte Umgestaltung planten, bestanden sie darauf, das Haus komplett leer zu übernehmen. Sogar die Bücherregale mussten entfernt werden. Während Alice zusah, wie sie von der Wand gerissen wurden, entdeckte sie verblüfft die darunter liegenden Streifen von Robin's-Egg-Blau an der Wand.
Meiseneierblau! Alice erinnerte sich an diese Farbe! Als sie vor vierzig Jahren in dieses Haus eingezogen war, hatten die Wände diese Farbe gehabt. Und zum ersten Mal in all den Jahren erinnerte sie sich an den Gesichtsausdruck der Frau, die ihnen das Haus verkauft hatte, das verhärmte Gesicht einer gequälten, bitteren Witwe, die es, genau wie sie, hasste, ihr Zuhause verlassen zu müssen. Nun war auch Alice eine Witwe, die es, ebenso bitter, hasste, ihr Haus aufzugeben.
Das Leben ist eine Parade, die vorüberzieht, sagte sie sich.

"In die Sonne schauen" von Irvin D. Yalom

Schaufensterhasen Doubt (Manga), Manga

Autor:  halfJack

Findet noch jemand die Schaufenstergestaltung von Steinbruch gerade ziemlich cool?

Man denkt doch unwillkürlich an...

Schreibprozess und Schreibblockaden II Schreibtechnik

Autor:  halfJack

Nun folgt der zweite Eintrag zu meiner Schreibaktion, obwohl ursprünglich nur einer geplant war.
Beim ersten ging es um die Phasen des kreativen Prozesses, von denen ich die Inkubation am wichtigsten finde. Jetzt möchte ich auf ganz einfache, praktische Weise darlegen, wie ich mich selbst auf das Schreiben einstimme und was ich dafür verwende. Ich bezeichne das hier großspurig als "Strategien", wenngleich es sich dabei nur um simple Mechanismen handelt, die bei jedem anders ausfallen. MadMatt hat vor kurzem in einem Blog vom Schreibfluss zur Schreibblockade die Frage gestellt, was bei Schreibblockaden helfen kann. Einige der Kommentare dort könnten ebenso eine Anregung sein.
 

Strategien zur Inspirationsfindung

Ob nun allgemein während der Inkubation oder beim Überwinden von Schreibblockaden, ich persönlich benutze verschiedene Möglichkeiten, um der Inspiration auf die Sprünge zu helfen. Wie gesagt, ich halte das allgemeine und ziellose Nachdenken über den Verlauf für sehr wichtig und dazu kann jeder Moment genutzt werden. Abends beim Einschlafen bietet es sich an, denn auch der Schlaf selbst hat eine ordnende und problemlösende Funktion. Das hilft zudem, von störenden Gedanken Abstand zu nehmen, wie etwa Verpflichtungen, Vorhaben, privaten Problemen etc. Obwohl man dabei Gefahr laufen kann, manch gute Idee bis zum nächsten Morgen zu vergessen, oder man muss eben immer einen Stift griffbereit haben, was vielleicht nicht förderlich für den Schlaf ist. Es gibt allerdings genügend andere Gelegenheiten, zum Beispiel könnte man beim Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln mal die Finger vom Smartphone lassen und stattdessen beim Betrachten der Landschaft über diverse Szenen nachdenken. Auch bei mechanischen Tätigkeiten ist gedankliche Beschäftigung ideal, zum Beispiel beim Abwaschen oder Wäscheaufhängen. Mir persönlich kommen die meisten Ideen immer beim Autofahren oder in meinem Aushilfsjob beim Warenverräumen, wenn vor Ladenöffnung noch keine Kunden da sind. Es sollten Gelegenheiten sein, in denen man gedanklich nicht abgelenkt ist (und sich möglichst auch nicht in Gefahr bringt ^^).

Was mir auch immer hilft, ist Musik. Sie kann mich von allein inspirieren oder ich suche sie mir passend zu der Atmosphäre des Textes aus. Früher schrieb ich noch Songfictions, das mache ich heute nicht mehr. Ich sehe auch eher davon ab, vor einem Text darauf hinzuweisen, was ich dabei gehört habe, da man sonst nicht sicher sein kann, ob die Emotionen des Lesers nun durch die Geschichte oder nur durch das Lied ausgelöst wurden. Das ist nur meine persönliche Ansicht. Einen Song am Ende des Textes zu erwähnen, finde ich völlig okay. Jedenfalls hilft es ungemein, Musik zu hören, um sich in die passende Stimmung zu versetzen oder durch Textzeilen neue Ideen zu entwickeln.

Selbiges gilt für Bücher und andere Medien. Zum Einstimmen lese ich beispielsweise gern Gedichte von Paul Celan. Generell beschäftige ich mich meist mit Dingen, die dem Schreibthema ähnlich sind. Möchte ich ein Märchen verfassen, konsumiere ich auch solche in irgendeiner Form oder lese altmodische Texte, bei Horror schaue ich entsprechende Filme usw. Fachtexte in der passenden thematischen Richtung erweitern das Vorstellungsvermögen und inspirieren zu neuen Ideen.

Um allgemein in eine Geschichte wieder hineinzufinden, nachdem man sich zwischenzeitlich von ihr distanzierte, lange eine Schreibblockade hatte oder das Interesse daran verlor, dann sollte man sich meines Erachtens nicht mit dem beschäftigen, was vor einem liegt, sondern zuerst wieder die Vergangenheit auf sich wirken lassen. Das heißt, sich den bislang geschriebenen Text noch einmal zu Gemüte führen, als wäre man nicht der Autor, sondern selbst ein Leser. Nach einem gewissen Abstand, findet man auf diese Weise auch eher in den Schreibstil hinein (insofern man nicht jede Geschichte gleich schreibt).
Bei Fanfictions bedeutet das zudem, sich noch einmal mit dem Original auseinanderzusetzen, diverse Folgen erneut zu schauen oder den Manga zu lesen usw. Sich daran erinnern, was man damals so toll fand und warum man überhaupt etwas dazu schreiben wollte.
Wenn es keine vollkommen eigene Geschichte ist, sondern eine Fanfiction zu einem gut besuchten Fandom, dann helfen mir persönlich auch Fanworks. Zum Beispiel Fanarts, die einem zu neuen Ideen inspirieren, weil man sich Situationen hinter den Bildern vorstellt, oder auch Fanfictions, die einen zu Alternativen anregen oder dazu, verschiedene Themen aufzugreifen, die einem nicht ausreichend behandelt erscheinen.

Diesem Punkt der Auseinandersetzung schließt sich der Austausch mit anderen Leuten an, entweder über die Vorlage oder direkt über die eigene Geschichte. Hat man einen Betaleser, sollte man sich nicht scheuen, mit ihm über den eigenen Text zu sprechen. Andere Blickwinkel, Sichtweisen, Interpretationen erweitern das Verständnis für den eigenen Text, fördern gleichfalls Ideen und meist auch den Elan, weiter daran zu arbeiten.

Der nächste Vorschlag klingt womöglich etwas merkwürdig, aber zur Anregung und um sich in die Figuren hineinzuversetzen, finde ich es immer gut, manche Szenen in der Realität nachzustellen. Am besten klappt das, wenn man jemanden hat, der das mit einem zusammen macht. Dabei mag man sich vielleicht lächerlich vorkommen, aber auf die Weise bekommt man noch einmal ein ganz anderes Gespür für die Situation und merkt zudem, ob etwas überhaupt funktioniert oder nicht. Viele kennen das Prinzip bereits vom Cosplay, darum ist der Schritt, es auf eine Fanfiction zu übertragen, eigentlich gar nicht so groß. Es geht nicht allein darum, auszutesten, ob die eigenen Vorstellungen der Realität standhalten, sondern es fallen einem plötzlich ganz neue Aspekte auf, an die man nicht dachte, solange die Szene lediglich im Kopf existierte. Das Schauspiel einzelner Textszenen ist also in vielerlei Hinsicht von Vorteil.

Im ersten Teil meines Beitrags habe ich geschrieben, es würde selten helfen, sich bei Schreibblockaden zwanghaft vor ein leeres Blatt zu setzen, wenn man eigentlich noch nicht weiß, was man schreiben möchte. Doch für manche ist das durchaus hilfreich, wenn sie sich hierbei keine Einschränkungen auferlegen, nämlich durch assoziatives Schreiben oder Free Writing. Ich empfinde das als eine Form von Inkubation, die allerdings im geschriebenen Wort stattfindet. Man bringt, ebenfalls mit einem festgelegten Rahmen von 5 bis 15 Minuten, alle Gedanken zu Papier, die einem in den Sinn kommen. Gedanken über die momentane Situation in der Geschichte oder über die Figuren oder was auch immer. Rechtschreibung, Grammatik, Ausdruck spielen keine Rolle. Damit hält man sich nicht auf. Wenn man nicht weiß, wie ein Satz enden soll, dann lässt man ihn so stehen. Wenn die Gedanken sich im Kreis drehen, dann wiederholt man eben diese wiederkehrenden Sätze. Das ist eine Lockerungsübung, die uns vom eigenen Erwartungsdruck befreien soll. Oft finden wir dabei gute, neue Ansätze und Formulierungen.

Ähnlich hilfreich ist es, einfach mal Outtakes, Deleted oder Alternate Scenes zur eigenen Geschichte zu verfassen. Ganz ernsthaft, ich mache das manchmal, um meinen Betaleser oder mich selbst zu erheitern. Bei den Outtakes lasse ich meine Figuren irgendeinen Blödsinn machen, den ich normalerweise ooc fände. Ich achte nicht darauf, dass der Stil in den Kontext passt, und verwende Stilmittel oder Ausdrucksweisen, die ich so generell nicht benutzen würde. Auf die Weise kann man sich auflockern, wenn man sonst vor dem Problem steht, keinen einzigen Satz verfassen zu können, ohne dass er einem irgendwie mies und unzureichend erscheint.
Deleted oder Alternate Scenes hingegen sind eine lustige Hilfestellung, wenn man bei der Handlung nicht weiterkommt, weil man für eine Situation noch keine Lösung hat. Meine Betaleserin hat mal in einer eigenen Fanfiction, bei der im Anime eine absurde Situation vorgegeben war, die eigentlich keinen Sinn ergab und für die keinerlei Erklärung geliefert wurde, kurzerhand eine Fee auftauchen lassen. Solche albernen Umgangswege können unser festgefahrenes Denken sowie Blockaden lösen.

Ein weitere Kniff ist das Wechseln des Ortes oder der Schreibmedien. Unser Denken ist oft von Umwelteinflüssen abhängig, von unserer Umgebung genauso wie etwa von unserer Körperhaltung. Den Standpunkt zu wechseln kann dasselbe in übertragener Form bewirken. Meine Freundin beispielsweise schreibt fast sämtliche Szenen zuerst auf Papier und überträgt sie dann erst auf den PC, wobei der Text sich stark verformt. Doch allein im Computerprogramm fällt ihr das Schreiben nicht so leicht. Ich selbst tippe normalerweise immer am Rechner, aber manchmal nehme ich mir bei einer Szene, deren Anfang ich noch nicht kenne, ein Blatt Papier und schreibe mit einem Stift. Ganz selten nehme ich sogar meine alte Schreibmaschine. Jede dieser Änderungen entfaltet eine Wirkung.
 

Hilfsmittel zum Konzipieren

Wie schreibt ihr eure Geschichten? Chronologisch von Szene zu Szene?
Ein solches Vorgehen kann ich mir schwerlich vorstellen, da ich die meisten Geschichten mit Stichpunkten und einzelnen Szenen konzipiere. Was mir einfällt, halte ich sofort fest. Früher verwendete ich dafür noch diverse Notizbücher. Relativ unzusammenhängend sammelte ich darin zu allen möglichen Geschichten meine Ideen. Beim Schreiben blätterte ich die gesamten Notizbücher durch und suchte alle verstreuten Informationen zusammen. Sobald ich sie in einen Text übertragen hatte, strich ich die entsprechenden Stellen im Notizbuch durch. Ein paar dieser Bücher besitze und benutze ich noch heute, allerdings fülle ich sie nicht weiter, denn mittlerweile sammle ich alles in Programmen auf dem Computer.
Eine Vorgehensweise beim Schreiben ist demnach, eine Geschichte wie einen Flickenteppich zu erstellen. Meine Einfälle kann ich auf diese Weise sofort in die Tat umsetzen. Wenn ich in der richtigen Stimmung bin und gerade den perfekten Moment dafür habe, dann verfasse ich eine Szene, die vielleicht erst in 200 Seiten vorkommt. Es lediglich im Hinterkopf zu bewahren, ist nicht dasselbe, denn dann nutze ich nicht den Augenblick, in welchem mein Elan am größten ist. Die Einzelteile muss ich dann nur noch zusammenfügen. Wenn ich mal in fünf Monaten knapp 100.000 Wörter veröffentliche, dann liegt das genau an diesem Vorgehen. Für andere ist das sicher eine Bagatelle, aber ich gehöre zu den Langsamschreibern.
Meine Betaleserin verfolgt da ein anderes Vorgehen. Sie spart sich diese Szenen auf, damit sie fungieren wie eine Karotte am Strick, die man einem Pferd vorhält, damit es vorwärtsgeht. Auch das ist eine Strategie. Unliebsame Szenen, die zur Handlung beitragen, aber nicht sonderlich aufregend sind, versucht man auf diese Weise schnell zu verfassen, damit man es hinter sich hat und rasch zur wirklich interessanten Szene übergehen kann. Das könnte bei manch anderen vielleicht auch klappen. Meine Freundin beispielsweise schreibt grundsätzlich auch chronologisch, weil sie schließlich gar nicht weiß, wie sich ihre Charaktere verhalten und ob der Handlungsbogen bis zu der späteren Szene noch so ist, wie sie das ursprünglich vorhatte. Dazu kann ich nichts sagen. Ich habe immer einen ziemlich genauen Plan und setze ihn um, daher passiert mir das nicht.
Zum Sammeln von Informationen, interessanten Artikeln, Bildern, Zitaten usw. benutze ich Trello. Das ist eigentlich eine Seite für Projektmanagement und funktioniert im Grunde wie eine Pinnwand mit Notizzetteln. Ich verwende Trello jedoch für alles Mögliche, die Planung von Urlauben genauso wie von Geschichten. Mir gefällt das besser als Programme wie Evernote, obwohl die ja eigentlich dafür gemacht sind, aber da hat jeder seine eigenen Vorlieben.
Je nach Geschichte gliedere ich mein Konzept in mehreren Punkten:

  • Zeitliche Abfolge der Handlung
  • Ideen für Kapiteltitel
  • Informationen, die relevant sein könnten
  • Ideen für mögliche Handlungsverläufe, sogar einander widersprechende
  • Gespräche, Themen, Zitate
  • Sammlung ausformulierter Szenen, möglichst in richtiger Reihenfolge

Bei meinem jüngsten Projekt kommt noch eine Liste an Mordopfern und eine für Süßigkeiten hinzu. ^^
Die Flickentechnik verwende ich auch bei Kurzgeschichten, dann aber nur in Stichpunkten und Szenen. Bei längeren Geschichten halte ich ein ausgefeiltes Konzept für unerlässlich, um nicht den Überblick zu verlieren.
 

Zusammenfassung der Tipps

1. Mach dir klar, worüber du schreiben willst. Kenne den Sinn und das Ziel, bevor du dich auf den Weg machst.
2. Gönne deiner Idee genügend Raum zur Inkubation. Lass deine Gedanken locker kreisen, statt starr zu fokussieren.
3. Komplexe Ideen werden schrittweise gelöst und erfordern viel Zeit.
4. Beschäftige dich mit Dingen, die mit deinem Text verwandt sind.
5. Finde Möglichkeiten, wie Musik oder Gedichte, dich in die richtige Stimmung zu versetzen.
6. Diskutiere mit anderen über deinen Text.
7. Stelle Szenen in der Realität nach.
8. Ändere zur Abwechslung den Ort oder das Schreibmedium.
9. Schreib ungezwungen, frei oder albern und ohne Druck, Gedanken oder Szenen zu deiner Geschichte.
10. Sammle deine Ideen. Wenn du schnell das Interesse verlierst, dann schreib Szenen sofort, sobald sie dir einfallen.

Weiterführende Seiten:
Free Writing
Trello


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